Viseo+-verschlüsseltes DVB-T mit MPEG-4 startet (Update)

Erst in Stuttgart, dann in Leipzig und Halle

Am 15. Oktober 2009 startet Eutelsat mit der Mediengruppe RTL Deutschland im Raum Stuttgart sechs verschlüsselte und MPEG-4-komprimierte DVB-T-Fernsehsender. Ab Dezember gibt es dieses Viseo+ getaufte Zusatzangebot auch im Raum Leipzig und Halle. Es erfordert neue DVB-T-Tuner.

Anzeige

In Deutschland basierte DVB-T bisher auf der weniger effizienten MPEG-2-Kompression. Mit Viseo+ setzen Eutelsat und RTL auf MPEG-4, um gleichzeitig mehr Sender im vorhandenen Frequenzspektrum übertragen zu können. Hochauflösende DVB-T-Fernsehsender führt leider auch Viseo+ nicht ein.

Stattdessen kommt das Verschlüsselungssystem von Conax zum Einsatz, während es beim bisherigen DVB-T-Angebot weiterhin keine Grundverschlüsselung gibt. Wer das zusätzliche Fernsehangebot über DVB-T empfangen will, braucht auch deshalb neue Empfangsgeräte.

Ohne eine der von Eutelsat ausgegebenen Viseo+-Smartcards wird der Empfang der teils kostenlosen, teils bezahlpflichtigen H.264-Sender zudem nicht möglich sein. Eine Smartcard zur Entschlüsselung gehört deshalb zu jedem der neuen Empfänger dazu.

Am 15. Oktober 2009 startet Viseo+ in Leipzig mit den kostenlos zu empfangenden Sendern RTL, VOX, RTL II und SUPER RTL. Die beiden Pay-TV-Sender RTL Crime und Passion können ein halbes Jahr lang kostenlos gesehen werden, nach einer Registrierung bei Eutelsat kommt ein weiteres kostenloses halbes Jahr hinzu. Danach muss für beide Sender das Abonnement Viseo+ Extra bezahlt werden.

Durch Viseo+ erhöht sich die Zahl der DVB-T-Programme von 13 auf 19 - vorausgesetzt, ein kompatibler Receiver wird genutzt. Im Dezember 2009 wird Viseo+ auch in der DVB-T-Region Halle und Leipzig starten. Eutelsat und RTL hoffen darauf, weitere Fernsehsender für Viseo+ interessieren zu können. Die öffentlich rechtlichen Sender werden wohl nicht mitziehen, da sie auch eine kostenlose Grundverschlüsselung nicht akzeptieren.

Zum Start werden zwei DVB-T-Empfänger angeboten, die DGStation Zenega 300 Ger-T und der Topfield TF 7700 HTCO. Für beide nennt Eutelsat einen Preis von 99 Euro. Gespräche mit weiteren Herstellern würden bereits geführt.

Eine Möglichkeit zur Aufzeichnung der Viseo+-Sender der RTL-Gruppe gibt es mit den bisherigen Geräten nicht - es fehlt an kompatiblen Festplattenreceivern. Bereits Anfang 2009 hieß es von Eutelsat, dass der Empfang der RTL-Sender nur über Receiver vorgesehen ist und keine anderen Empfangsgeräte wie PCs unterstützt werden sollen.

Nachtrag vom 15. Oktober 2009, um 9:45 Uhr:

Viseo+-fähige Festplatten-Receiver wurden zwar noch nicht angekündigt, laut eines Eutelsat-Sprechers geht es aber zunächst um die Einführung reiner Empfänger. Festplatten-Receiver würden nicht ausgeschlossen, sind aber erst für einen zweiten Schritt geplant. Der Verzicht auf eine HDTV-Einführung über DVB-T sei eine Entscheidung der Landesmedienanstalt gewesen, Eutelsat übernehme nur die Verwaltung.


Jupp163 02. Feb 2010

Wie Recht du doch hast,habe den Fehler begangen un mir nen Stick mit Mpeg 4 gekauft,mit...

Amanda B. 15. Okt 2009

Besser als jetzt die Hunderter ausm Fenster zu werfen nur um dann erst vor n schwarzen...

Antworter 15. Okt 2009

Na gut, du hast mich ertappt, ich arbeite fürs Wahrheitsministerium. Klar wurde es auf...

Staatsfreund Nr. 1 15. Okt 2009

Geht auch ohne Genehmigung.

vefd 15. Okt 2009

Das waer' dann aber ein RAIF :-P

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP-Modulbetreuer MM/WM (m/w)
    GEDORE WERKZEUGFABRIK GmbH & Co. KG, Remscheid
  2. (Senior) Softwareentwickler (Microsoft) (m/w)
    arvato systems S4M GmbH, Köln
  3. Experte/-in IT Security / Network / Infrastructure
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  4. Senior Auditor IT (m/w)
    Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  2. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  3. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  4. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  5. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  6. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  7. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  8. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken

  9. Galaxy A3 und A5

    Samsungs dünne Smartphones im Metallkleid

  10. MSI GT80 Titan

    Erstes Gaming-Notebook mit mechanischer Tastatur



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Sicherheit Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

    •  / 
    Zum Artikel