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Konzeptvideo zeigt Multitouch der ZukunftMultitouch ohne Finger auf dem Bildschirm
Mit dem Multitouch-Konzept 10/GUI zeigt Clayton Miller einen Ausweg aus einem der auffallendsten Probleme bei der Nutzung von großen Multitouch-Geräten. Derzeit sind meist die Finger im Weg. Das ist etwa beim Microsoft-Multitouch-Tisch Surface sowie bei diversen Multitouch-All-in-One-PCs und Multitouch-Tablet-PCs der Fall.
Notebooks mit einem Multitouchpad gehen einen anderen Weg, den auch Miller einschlägt. Statt die Finger auf einen Bildschirm aufzulegen, sollen sie vor dem Bildschirm auf einer Multitouchfläche aufliegen. Diese ist groß genug, um allen zehn Fingern Platz zu bieten. Außerdem verspricht der Ansatz eine angenehmere Arbeitshaltung, die vergleichbar mit der Arbeitshaltung vor einer Tastatur und einer Maus ist. Mit dem Auflegen der Finger auf einer speziellen Fläche alleine ist es aber nicht getan. Die Multitouchfläche soll auch den Druck eines Finger erkennen können. Miller will außerdem die GUI, also die Oberfläche eines Betriebssystems, komplett umgestalten und auf die Bedienung mit zehn Fingern hin optimieren. Klassische Fenster soll es bei dem Con10uum genannten Konzept nicht mehr geben. Stattdessen werden einzelne Anwendungen in der Horizontale nebeneinander angeordnet und dank eines konsistenten Multitouch-Vokabulars verschoben, gezoomt oder neu angeordnet. Neue Fenster erscheinen in voller Höhe an der rechten Seite des Bildschirms. Das Spreizen der Finger bewirkt eine Zoom-Aktion. Je nachdem, wie viele Finger der Nutzer benutzt, ändert sich das Verhalten. Je mehr Finger genutzt werden, desto globaler wird das vom Betriebssystem interpretiert. Zwei Finger zoomen etwa innerhalb der Anwendung. Drei Finger zoomen das Fenster und vier Finger zoomen die gesamte Leiste von Fenstern. Ähnliches gilt auch für das Bewegen der Fenster oder Inhalte mit zwei, drei oder vier Fingern. Der Anwender kann dies auch kombinieren. Mit der rechten Hand und vier Fingern zoomt er etwa die Fensterreihe und sortiert mit der linken Hand und drei Fingern ein Fenster in der Fensterreihe um. Damit das Ganze bedienbar bleibt, wird die Touchoberfläche links und rechts um einen auf dem Bildschirm nicht sichtbaren Bereich erweitert. Dieser Bereich ist vor allem für die Menüführung wichtig. Rechts werden über ein globales Menü Anwendungen gestartet. Das Kontextmenü verbirgt sich hinter der linken Erweiterung der Multitouchfläche. Der Nutzer sieht zudem wie bei einer Maus seine Finger auf dem Bildschirm in Form mehrerer Zielkreuze. Auch das Drücken wird für den Nutzer direkt sichtbar. Mutlitouchoberflächen bieten häufig keinen erfühlbaren Druckpunkt, daher ist ein Feedback auf dem Bildschirm wichtig. Einzige Ausnahmen sind Blackberrys Storm und Apples Touchpads aus Glas, die beide klickbar sind. Bisher ist das Ganze nur ein Konzept. Möglicherweise greift es der ein oder andere Hersteller auf. Mittlerweile arbeiten recht viele Hersteller an einem Multitouch-Aufsatz für herkömmliche Betriebssysteme und Con10uum ist zumindest eine Diskussionsgrundlage für weitere Multitouch-Entwicklungen. (as)
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