Ein elektrischer Triebwagen mit Lithium-Ionen-Akkus

Lärmreduzierung durch Akkus im Schienenverkehr

Die East Japan Railway Co. (JR East) wagt ein besonderes Experiment im Nahverkehr. Ein elektrischer Triebwagen wird für Testzwecke mit Akkus versorgt. Der Zug soll damit nicht nur Gebiete ohne Oberleitung erschließen, sondern auch den Lärm in Gebieten mit Oberleitung reduzieren.

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Das Eisenbahnunternehmen JR East stattet für Testzwecke einen ihrer elektrischen Triebwagen mit Lithium-Ionen-Akkus aus. Das gab das Unternehmen bekannt. Noch im Oktober 2009 soll der Triebwagen auf die Teststrecke geschickt werden. Erst 2010 soll das Fahrzeug auf richtigen Eisenbahnstrecken getestet werden, um später Marktreife zu erlangen.

JR East hat bereits Erfahrung mit Hybridzügen und forscht schon länger am sinnvollen Einsatz von Akkus in Zügen. So betreibt das Unternehmen mit dem E200 einen Diesel-/Batterie-Hybridzug. Dieser nutzt unter anderem die Bremsenergie, um die Akkus an Bord aufzuladen.

Der elektrische Triebwagen benötigt keinen Diesel, sondern nimmt stattdessen seine Leistung aus einem Fahrdraht oberhalb des Zuges. Sollte die 1.600-V-Oberleitung fehlen, wird der Zug, der bis zu 100 km/h erreicht, von den 600-Volt-Akkus mit einer Kapazität von 163 KWh mit Energie versorgt. Die Reichweite des Testwagens soll 50 km betragen.

Wenn die Akkus leer sind, kann der Zug an elektrifizierten Stationen wieder aufgeladen werden. Entsprechende Anlagen will JR East für Forschungszwecke aufbauen. Auf einen teuren durchgehenden Oberleitungsbau, der sich vor allem bei Nebenstrecken nicht lohnt, kann dann verzichtet werden.

JR East verspricht sich zudem durch die Testfahrten Erkenntnisse darüber, wie viel Akkukapazität ein Zug mit sich tragen muss. Auch eine mögliche Lärmreduzierung soll erforscht werden. Viele Elektrolokomotiven erzeugen vor allem durch ihre Belüftungssysteme einen hohen Lärmpegel.


hugenbdubel 14. Okt 2009

Lärmreduktionsaspekt schönes wort !!!

tonyy 13. Okt 2009

bestimmt nicht mit lithium batterien

straight-shoota 13. Okt 2009

Du verstehst was falsch. Vergleichsobjekte sind nämlich nicht Oberleitungs- und Akku...

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