Abo
  • Services:
Anzeige

Leser lassen E-Books links liegen

Kindle soll dem Segment einen Wachstumsschub geben

Kurz vor der Frankfurter Buchmesse gehen die großen Handelsketten in die Offensive: Öffentlichkeitswirksam bringen die Konzerne neue Lesegeräte für E-Books auf den Markt. Bislang ist das Interesse der Käufer aber gering.

"Das ist eine verschwindend kleine Nische", sagt Klaus Driever, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Weltbild in Augsburg über die E-Books. Der Manager rechnet frühestens in drei Jahren mit nennenswerten Umsätzen aus diesem Geschäft.

Anzeige

Driever steht mit seiner Meinung nicht alleine. Für die gesamte Buchbranche spielen elektronische Bücher bislang so gut wie keine Rolle. "Unser Verkauf ist bisher überschaubar", sagt Johannes Hauenstein, Geschäftsführer des Ravensburger Buchverlags. Von den 1.500 Titeln des führenden deutschen Kinder- und Jugendbuchverlags gibt es gerade einmal 15 als E-Book. Entsprechend gering sind die Erwartungen der Schwaben. "Der Umsatz mit E-Books wird sich auch in den nächsten Jahren im einstelligen Bereich bewegen", meint Hauenstein.

Das magere Geschäft mit digitaler Literatur steht in scharfem Kontrast zum Interesse an den elektronischen Lesegeräten. Zeitungen und Onlinedienste haben vergangene Woche weltweit ausführlich darüber berichtet, dass der Kindle des amerikanischen Onlinekaufhauses Amazon jetzt rund um die Erde verkauft wird. Bislang war der Kindle, der bekannteste und erfolgreichste Reader der Erde, nur in den USA zu haben.

E-Book überholt das gedruckte Buch in zehn Jahren

Doch selbst im Heimatland der E-Books entfallen 98 Prozent der Umsätze der Buchbranche noch auf gedruckte Werke. Dennoch treiben Verlage und Händler die Digitalisierung voran. Das hat zwei Gründe. Auf der einen Seite haben die Anbieter Angst, den Anschluss zu verpassen. Nach einer Umfrage der Frankfurter Buchmesse mit dem US-Fachmagazin Publishers Weekly wird in zehn Jahren das E-Book das gedruckte Buch überholt haben. Auf der anderen Seite sind E-Books ein lukratives Produkt, vor allem für die Verlage: Im Gegensatz zum herkömmlichen Buch gibt es keine Druck- und Lagerkosten mehr.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels schiebt das Geschäft mit E-Books seit Monaten nach Kräften an. "Der Markt ist noch am Anfang. Die Verkäufe bewegen sich im Rahmen unserer Erwartungen", sagt Ronald Schild, Geschäftsführer der Börsenvereins-Tochter MVB Marketing- und Verlagsservice. Der Kunde müsse sich erst mit dem neuen Medium vertraut machen, wirbt Schild um Geduld. Um die E-Books voranzubringen, wird Libreka, die größte Plattform für Bücher im Internet, nächsten Donnerstag das Buch Die Atemschaukel der deutschen Nobelpreisträgerin Herta Müller kostenlos in digitaler Form anbieten.

Auch der stationäre Handel in Innenstädten und Einkaufszentren rüstet auf. Um die neuen Lesegeräte in den Filialen optimal präsentieren zu können, setzt die Münchener Kette Hugendubel eigens dafür entwickelte Vorführstationen ein. Nach Angaben des Familienunternehmens werden künftig so gut wie alle deutschen Bücher auch als E-Books erhältlich sein.

Investitionen in Software nötig

Bevor der Rubel rollt, sind die Verlage gezwungen, erst einmal zu investieren. Um die Bücher in den passenden Formaten zu digitalisieren, müssen die Anbieter viel Geld in neue Software stecken.

Auch wenn es noch wenige Kunden für die E-Books gebe, meint Weltbild-Geschäftsführer Driever, stehe eines schon fest: "Die Nutzer sind begeistert." Einer der größten Vorteile der Reader sei, dass sich die Schrift vergrößern lasse. Manager Hauenstein erwartet von der Einführung des Kindles von Amazon einen Aufwärtstrend. "Das Gerät wird dem E-Book einen Wachstumsschub geben", sagt der Buchmanager. [von Joachim Hofer und Hans-Peter Siebenhaar / Handelsblatt]


eye home zur Startseite
spanther 14. Okt 2009

Scheint so, ja :>

Suomynona 14. Okt 2009

Ach bitte muessen diese Schnellschuesse ohne Nachzudenken denn wirklich sein? Hier mal...

pcmkr 13. Okt 2009

k.T.

pcmkr47 13. Okt 2009

Eine neue Technologie verdrängt die alten selten vollständig.

Butters, das... 13. Okt 2009

Ich mag Wikis und ich mag Open Books, genauso mag ich Technik Blogs, Foren und Webseiten...


TechBanger.de / 12. Okt 2009



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
  2. IKEA IT Germany GmbH, Hofheim-Wallau
  3. BUYIN GmbH, Bonn
  4. Formel D GmbH, Leipzig


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 02.08.
  2. 69,99€/149,99€/79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 134,98€

Folgen Sie uns
       


  1. Künstliche Intelligenz

    Softbank und Honda wollen sprechendes Auto bauen

  2. Alternatives Android

    Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen

  3. Update

    Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon

  4. Die Woche im Video

    Ausgesperrt, ausprobiert, ausgetüftelt

  5. 100 MBit/s

    Zusagen der Bundesnetzagentur drücken Preis für Vectoring

  6. Insolvenz

    Unister Holding mit 39 Millionen Euro verschuldet

  7. Radeons RX 480

    Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter

  8. Koelnmesse

    Tagestickets für Gamescom ausverkauft

  9. Kluge Uhren

    Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein

  10. Linux

    Nvidia ist bereit für einheitliche Wayland-Unterstützung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Geforce GTX 1060 im Test: Knapper Konter
Geforce GTX 1060 im Test
Knapper Konter
  1. Grafikkarte Nvidia bringt neue Titan X mit GP102-Chip für 1200 US-Dollar
  2. Notebooks Nvidia bringt Pascal-Grafikchips für Mobile im August
  3. Geforce GTX 1060 Schneller und sparsamer als die RX 480 - aber teurer

Schwachstellen aufgedeckt: Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
Schwachstellen aufgedeckt
Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
  1. Vodafone EasyBox 804 Angeblich Hochladen von Schadsoftware möglich
  2. Cyber Grand Challenge Finale US-Militär lässt Computer als Hacker aufeinander los
  3. Patchday Sicherheitslücke lässt Drucker Malware verteilen

  1. Re: Riecht irgendwie faul...

    ve2000 | 03:18

  2. Re: Fragwürdiges Funktionsprinzip

    ve2000 | 03:17

  3. Re: 5 jahre für pkw

    ecv | 03:11

  4. Re: Gut so, hoffentlich bald alle arbeitslos

    sardello | 02:58

  5. Re: Ist das Problem nicht die Größe, des Cache?

    christi1992 | 02:55


  1. 15:17

  2. 14:19

  3. 13:08

  4. 09:01

  5. 18:26

  6. 18:00

  7. 17:00

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel