EU will mehr hohe Geldbußen gegen Spammer

Einheitliche Rechtsvorschrift soll mehr Abschreckung bringen

Die EU-Kommission hat herausgefunden, dass die Mitgliedsstaaten zwar Gesetze gegen Spamversender erlassen haben, sie aber zu wenig anwenden. Nun soll EU-weit das Telekommunikationsrecht geändert werden, Viviane Reding drängt auf härtere Strafen.

Anzeige

Die Europäische Kommission hat die Mitgliedsländer aufgefordert, aktiver bei der Durchsetzung des Spamverbots zu werden. Mehrere Staaten hätten zwar Geldstrafen für Versender von elektronischem Werbemüll eingeführt, die Zahl der tatsächlich verfolgten Fälle und die Höhe der verhängten Strafen zeigten aber, dass ein aktiveres Vorgehen notwendig sei. So gebe es aus Deutschland trotz vieler richterlicher Unterlassungsanordnungen gegen Spammer keine Angaben dazu, ob die Gerichte die Geldstrafen gegen die Täter auch tatsächlich verhängt hätten.

"Obwohl europäische Rechtsvorschriften bereits seit 2002 Spam und Spyware verbieten, werden noch immer durchschnittlich 65 Prozent der EU-Bürger regelmäßig mit Spam belästigt", sagte die für die Informationsgesellschaft zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. "Wir müssen unseren Kampf gegen Spammer daher verstärken und dafür sorgen, dass die EU Rechtsvorschriften erlässt, die gegen Spammer wirksame zivil- und strafrechtliche Sanktionen vorsehen." Die vorgeschlagene Reform des EU-Telekommunikationsrechts, die derzeit vom Europäischen Parlament und dem Rat verabschiedet wird, werde dafür die Voraussetzungen schaffen.

Reding appellierte an alle EU-Länder, auf nationaler Ebene verstärkt gegen Bedrohungen des Onlinedatenschutzes vorzugehen, zum Beispiel gegen Spam, Spyware und Malware. Nötig seien klarere und einheitlichere Vorschriften und abschreckende Strafen, eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit und eine angemessene Ausstattung der zuständigen nationalen Behörden.

Gleichzeitig handele die EU-Kommission derzeit mit den USA ein Abkommen über die grenzübergreifende Zusammenarbeit bei der Durchsetzung der Verbraucherschutzvorschriften aus, denn jede sechste unerbetene Werbemail kommt nach Branchenangaben aus den Vereinigten Staaten.

Eine Auswertung von mehr als 140 Verfahren aus 22 Mitgliedsstaaten zeige, wie unterschiedlich die Zahl der verfolgten Fälle pro Land sei. Die höchsten Fallzahlen meldeten Spanien (39), die Slowakei (39) und Rumänien (20). Die höchsten Strafen verhängten die Niederlanden mit 1 Million Euro, Italien mit 570.000 Euro und Spanien mit 30.000 Euro. Spammer in Rumänien, Irland und Lettland mussten dagegen nur milde Strafe in Höhe von einigen hundert bis einigen tausend Euro bezahlen.


Siga9876 09. Okt 2009

Klar. Jemand bezahlt Russenspammer illegal (Der Auftraggeber weiss ja, das die nicht...

Siga9876 09. Okt 2009

Um Phishing/... Sites legal das Wasser abzugraben darf EmailWerbnug nur für Sites...

Mausmik 09. Okt 2009

Der Spam Versender lebt doch von seinen Kunden! Einfach die Firmen angehen die Spam Mails...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler Vernetzung (m/w)
    Miele & Cie. KG, Gütersloh
  2. Softwareentwickler Java (m/w)
    Payment Network AG, Wetzlar bei Frankfurt
  3. Softwareentwickler (m/w)
    DMG Automation GmbH, Hüfingen
  4. Software Engineer (m/w)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 197 | letzter Beitrag 20:47 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 20:09 Uhr

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

IBM-Mainframe: Nasa schaltet letzten Großrechner ab
IBM-Mainframe
Nasa schaltet letzten Großrechner ab

Die Nasa hat den letzten IBM-Mainframe abgeschaltet. Damit gehe eine Rechnerära bei der Nasa zu Ende, schreibt deren IT-Chefin.

  1. Grail Nasa veröffentlicht Video von der Rückseite des Mondes

Blackhole Toolkit: Cryptome gehackt und mit Malware infiziert
Blackhole Toolkit
Cryptome gehackt und mit Malware infiziert

Cryptome ist gehackt und mit einer Schadsoftware infiziert worden. Der Schadcode hatte alle Seite das Angebotes befallen, das deshalb komplett wiederhergestellt werden musste.

  1. Evilshadow Microsoft Store in Indien gehackt
  2. Nach Hackerangriff Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down
  3. Windows und Office 21 Sicherheitslücken in Microsofts Software

Zum Artikel