Spieletest: Lucidity - Denksport im Traumland

Grafisch ungewöhnliches Knobelspiel von Lucas Arts nur online erhältlich

Lucas Arts geht neue Wege mit Sofi: Spieler müssen das Mädchen in der wunderschön düsteren Traumwelt von Lucidity auf Schritt und Tritt vor dem Tod retten. Das Programm für Windows-PC und Xbox 360 erinnert entfernt an Klassiker wie Tetris oder Lemmings - und verfügt über Sucht- und Frustpotenzial.

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Die Grafik erinnert an Filme von Tim Burton, so düster und märchenhaft wirkt sie. Und auch die Heldin ist anders als in gängigen Computerspielen: Sofi ist ein kleines Mädchen, das beim Lesen einschläft und in einer Traumwelt erwacht. Von diesem Moment an muss der Spieler sie in Lucidity auf Schritt und Tritt beschützen. Sofi läuft selbstständig stur von links nach rechts zum Levelausgang, wo ein Briefkasten und darin eine Postkarte von ihrer Oma warten. Damit das Mädchen nicht in die Tiefe fällt, mit hungrigen Tieren zusammenstößt oder schlicht steckenbleibt, muss ihr der Spieler den Weg ebnen.

 

Das tut er, indem er Elemente verlegt: etwa Treppen und Bretter, oder eines, das Sofi per Steinschleuder über Abgründe katapultiert, oder indem er Hindernisse mit kleinen Bomben sprengt. Der Nachschub an diesen Elementen ist unbegrenzt, allerdings hat der Spieler keine Kontrolle darüber, welches er als Nächstes bekommt. Nur eines darf er zur Seite legen und dann jederzeit gegen das aktuell vom Programm bereitgelegte austauschen. Sofi läuft immer - außer, wenn sie an einem Objekt festhängt. Dann hat der Spieler Zeit, in Ruhe ein paar Elemente im Voraus zu verbauen und ihr dann etwa ein Trampolin unter die Füße zu klicken, das sie weiterbewegt.

Ab dem zweiten von drei Kapiteln mit insgesamt mehreren Dutzend Abschnitten gibt es diese Möglichkeit nicht mehr - dann folgt direkt hinter Sofi eine tödliche Dunkelheit, der sie entkommen muss. Wenn die Hauptfigur stirbt, muss der Spieler den gesamten Abschnitt neu absolvieren; jeder ist um die zwei bis fünf Minuten lang. Immerhin sind die Ladezeiten bei diesen Neustarts angenehm kurz.

Lucidity ist nur als kostenpflichtiger Download erhältlich. Bei Xbox Live Arcade kostet es 800 Microsoft-Punkte - also rund 10 Euro. Für PC gibt es das Programm beim Onlinedienst Steam für knapp 9 Euro. Als Mindestvoraussetzung muss eine CPU mit rund 3 GHz vorhanden sein. Unter Windows XP müssen 256 und unter Vista 512 MByte RAM sowie eine halbwegs aktuelle Grafikkarte mit 128 MByte RAM im Rechner stecken. Auf der Festplatte belegt die Traumwelt 520 MByte.

Fazit

Mit einfachen Mitteln schafft es Lucidity, eine traumhaft schöne, leicht melancholische Atmosphäre auf den Bildschirm zu zaubern. Auch das Spiel macht Spaß und schafft es sogar, Suchtpotenzial zu entfalten: den typischen "Nur noch einen Abschnitt"-Effekt eben. Ab der Mitte des zweiten Kapitels steigt dann aber der Schwierigkeitsgrad rapide an. Zwar bleibt es stets fair und die Bedienung funktioniert auch gut - aber wer angesichts von auch nur scheinbar unüberwindlichen Hindernissen zu Frustreaktionen neigt, lässt besser die Finger von dem Programm.


The Howler 13. Okt 2009

"Crayon Physics" find ich total klasse... Idependent Produktion mit Suchtpotential...

v0id 10. Okt 2009

sleepwalker hieß das game.. war schon nett ;) infos gibts bei gidf.de

IT-G4m0r_x-p3rt 08. Okt 2009

Das Gameplay ist perfekt prädestiniert für die Wiimote!!!!!!1

kebab 08. Okt 2009

vor allem ist die aussage ein witz! ghz sagt heute kaum mehr was aus mein core i7 hat...

justmeandmyself 08. Okt 2009

BRAID!

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