Ubuntu 9.10 - Karmic Koala ist Beta

Schnelleres Booten und neue Sicherheitsfunktionen

Ubuntu hat eine Betaversion seiner kommenden Ausgabe mit Codenamen Karmic Koala veröffentlicht. Die Linux-Distribution soll noch im Oktober 2009 als Ubuntu 9.10 erscheinen und wartet mit zahlreichen, zum Teil grundlegenden Neuerungen auf.

Anzeige

Mit Karmic Koala führt Ubuntu das neue Bootsystem Upstart ein, um die Bootzeit von Ubuntu-Systemen zu verkürzen. Auch das Erscheinungsbild des Startprozesses wurde überarbeitet.

Als Kernel kommt Linux 2.6.31 zum Einsatz. Zur Hardwareerkennnung und zum Stromsparen kommen künftig DeviceKit-Power, DeviceKit-Disks und udev zum Einsatz, hal hat ausgedient. Auch ein neuer Grafiktreiber für Intel-Chips hält Einzug und verspricht deutlich mehr Leistung.

Beim Dateisystem setzt Ubuntu künftig ganz auf Ext4. Das wurde zwar schon mit Ubuntu 9.04 unterstützt, wird nun aber zum Standarddateisystem. Das gilt aber nur für Neuinstallationen, bestehende Dateisysteme bleiben unangetastet. Als Bootloader kommt mit Ubuntu 9.10 standardmäßig GRUB 2 zum Einsatz. Auch hier gilt: Bestehende Systeme werden nicht automatisch auf GRUB 2 umgestellt, denn noch fehlen dem Bootloader einige Funktionen.

Verbessert wurde die iSCSI-Installation, so dass nun auch das Root-Dateisystem auf ein iSCSI-Laufwerk ausgelagert werden kann. Das in Ubuntu 9.10 verwendete Sicherheitssystem AppArmor wartet mit einem verbesserten Parser auf, der Cachedateien verwendet, was die Geschwindigkeit erhöhen soll. Zudem werden neue Profile zum Absichern von Applikationen mitgeliefert, darunter solche für NTPD, für den Gnome Document Viewer und libvirt, um virtuelle Maschine mit KVM und Qemu in Sandboxen einzusperren. Auch Firefox 3.5 lässt sich so in einer Sandbox ausführen. Die "Uncomplicated Firewall" (ufw) kann künftig nach Interface filtern und ist besser dokumentiert.

Neu in der Beta von Ubuntu 9.10 ist das Ubuntu Software Center zum Hinzufügen und Entfernen von Software. Es ersetzt die entsprechenden Funktionen im Applikationsmenü. Als Desktop wird Gnome in der Version 2.28 mitgeliefert und der Instant-Messenger Pidgin durch Empathy ersetzt, der auf dem Telepathy-Framework basiert. Der Log-in-Manager gdm wurde neu geschrieben.

Applikationen für Ubuntu sollen sich mit Quickly künftig schneller erstellen und in Form von Debian-Paketen auch über persönliche Paketarchive verteilen lassen.

Die KDE-Variante Kubuntu 9.10 bringt eine erste Version des Kubuntu Netbook Release mit. Zudem liefert Ubuntu mit Ubuntu Enterprise Cloud (UEC) fertige Images für Amazons Cloud-Computing-Dienst EC2 mit.

Auch der Onlinespeicherdienst Ubuntu One wird mit Karmic Koala ausgeliefert.

Die Beta von Ubuntu 9.10 steht unter ubuntu.com zum Download bereit.


ralle 16. Okt 2009

Solange es OTR (Off the Record) nicht für Emphaty liebäugel ich nicht mit dem Wechsel...

asdfghjklö 05. Okt 2009

Kein schlechter Artikel ist auch: http://wiki.ubuntuusers.de/Personal_Firewalls ; nicht...

OxKing 04. Okt 2009

2014 kommt dann: Radioaktive Rat Wer nicht solange warten will kann 2011 schon auf...

jtsn 04. Okt 2009

Wieso »wie XnView«? XnView ist - wie der Name schon sagt - ein Unix/X11-Image-Viewer...

OxKing 03. Okt 2009

Sorry, da hab ich mir gerade selbst ein Bein gestellt. Das war der torrent für 9.04...

Kommentieren


axebase.net / 09. Okt 2009

Backups sind fuer Soft-User



Anzeige
  1. Software-Entwickler/-in im Bereich digitale Kameratechnik
    Baumer Optronic GmbH, Radeberg
  2. IT-Projektmanager (m/w)
    corporate quality consulting GmbH, Wien und DACH-Region (Reisebereitschaft)
  3. Software Ingenieur (m/w)
    Stadtwerke München GmbH, München
  4. Systemadministrator/IT-Spezi- alist (m/w)
    Siemens AG, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Klage gegen Samsung

    Apple will Verkauf des Galaxy Nexus verhindern

  2. Acta-Demos

    Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin

  3. Lumia-Smartphones

    Nokias Offensive auch in Deutschland gescheitert

  4. Epic Games

    Unreal Engine 4 soll in diesem Jahr "die Leute schockieren"

  5. Browser

    Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 214 | letzter Beitrag 12.02. 20:12

  2. Kommentare: 153 | letzter Beitrag 08:48 Uhr

  3. Kommentare: 106 | letzter Beitrag 08:23 Uhr

  4. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 12.02. 10:35

  5. Kommentare: 89 | letzter Beitrag 07:25 Uhr

Mehr


  1. Premiumnutzer

    Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

  2. Evilshadow

    Microsoft Store in Indien gehackt

  3. Browser

    Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen

  4. Lumia-Smartphones

    Nokias Offensive auch in Deutschland gescheitert

  5. Klage gegen Samsung

    Apple will Verkauf des Galaxy Nexus verhindern

  6. Nach Hackerangriff

    Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

  7. Acta-Demos

    Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin

  8. Nasa

    Mögliche Etatkürzungen gefährden Mars-Erforschung

  9. Golem.de guckt

    Zuckerberg und Assange

  10. Steam-Hack

    Einbrecher könnten Kreditkartendaten kopiert haben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Streaming-Client: Google bereitet eigenen Hifi-Netzwerkplayer vor
Streaming-Client
Google bereitet eigenen Hifi-Netzwerkplayer vor

Google soll noch in diesem Jahr einen Hifi-Netzwerkplayer auf den Markt bringen, der die Marke Google tragen wird. Der Google-Streaming-Client soll auf Android basieren.

  1. Iconic Panoramavideos mit dem Galaxy Nexus
  2. Dune HD Pro Zerteilte Blu-ray-Unterhaltungszentrale
  3. Electronic Drum Machine Shirt Das Anziehschlagzeug für unterwegs

Prozessorgerüchte: Haswell mit fünfmal schnellerer Grafik als Sandy Bridge?
Prozessorgerüchte
Haswell mit fünfmal schnellerer Grafik als Sandy Bridge?

Für seine nächste komplett neue CPU-Architektur Haswell plant Intel unbestätigten Angaben zufolge verschiedene Grafikkerne. Der schnellste, Codename GT3, soll fünfmal so schnell wie die HD Graphics 3000 der aktuellen Sandy-Bridge-Prozessoren arbeiten.

  1. Transactional Memory Intels Haswell kommt 2013 mit neuer Speicherverwaltung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Zum Artikel