Streit um Pirate Bay - und ein Käufer ohne Geld

Chef von Gaming Factory X will die Filesharing-Website weiter kaufen

Pirate-Bay-Kaufinteressent Gaming Factory X hat Schulden, die Unternehmenschef Hans Pandeya nun begleichen muss, auch aus seinem Privatvermögen. Derweil geht der Streit um die Pirate-Bay-Urteile weiter - mit Befangenheitsvorwürfen gegen Richter des Berufungsgerichts und einen Laienrichter.

Anzeige

Gaming Factory X wurde wegen Falschangaben dauerhaft von der schwedischen Börse ausgeschlossen und zahlte seine Schulden bisher nicht zurück - dennoch spricht Unternehmenschef Hans Pandeya weiterhin vom Erwerb von Pirate Bay. Er wolle die Website zur Not auch ohne Investoren und mit Hilfe privater Mittel kaufen, verkündete er. Nach der Insolvenzklage eines Schuldners, eines ehemaligen Aufsichtsratsmitglieds von Gaming Factory X, verpfändet ein schwedisches Gericht nun laut Cnet Pandeyas Besitztümer - darunter Grundbesitz und Aktienanteile.

Eine Verpfändung mache die Übernahme schwerer, so Pandeya gegenüber Cnet, für unmöglich scheint er den Pirate-Bay-Kauf durch Gaming Factory X trotz aller Negativschlagzeilen nicht zu halten. Er gehe davon aus, die Übernahme am 30. September 2009 abschließen zu können.

Cnet-Autor Greg Sandoval vergleicht deshalb Pandeya mit dem schwarzen Ritter aus dem Monty-Python-Film Ritter der Kokosnuss. Nachdem ihm der König von England in einem absurden Duell beide Arme abgeschlagen hat, behauptet der schwarze Ritter noch: "ist doch nur 'ne Fleischwunde".

Auch der Kampf der vier Pirate-Bay-Gründer gegen die Musikindustrie läuft noch. Im November 2009 soll er in die nächste Runde gehen, nachdem die Pirate-Bay-Gründer bisher der Musikindustrie unterlagen und rund 2,94 Millionen Euro Schadensersatz wegen der Verbreitung von Schwarzkopien zahlen sollen. Die Pirate-Bay-Anwälte versuchen laut der schwedischen Nachrichtenwebsite The Local weiterhin zu beweisen, dass das Verfahren nicht sauber läuft - zwei der drei zuständigen Berufungsrichter sollen durch ihre Mitgliedschaft bei Urherberrechtsorganisationen befangen sein. Zudem kam heraus, dass einer der beteiligten Laienrichter Angestellter des kommerziellen Onlinemusikdienstes Spotify ist.


NoOne 28. Sep 2009

Also, wenn ich das richtig sehe, kaeuft einfach der Tracker seit geraumer Zeit nicht...

QQQ 28. Sep 2009

Natürlich ist sie das. Die Beklagten schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: 1...

maxpower 26. Sep 2009

Mir scheint es so, als ob überhaupt keine Firma schuldenfrei ist und trotzdem neue...

Kommentieren




Anzeige
  1. Java-Entwickler (m/w) - Bereich ERP
    HALTEC Hallensysteme GmbH, Korntal-Münchingen
  2. Software Developer (m/w) – LINUX EXPERT
    OMICRON electronics GmbH, Klaus (Austria)
  3. IT-System-Administrator (m/w)
    Endress+Hauser Conducta Gesellschaft für Mess- und Regeltechnik mbH & Co. KG, Gerlingen, Waldheim bei Dresden, Groß-Umstadt bei Darmstadt
  4. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  5. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 14.02. 18:09

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Paypal: Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren
Paypal
Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

Zahlenden Nutzern der im Juni 2011 geschlossenen Filmplattform Kino.to drohen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge Strafverfahren. Rechtsanwalt Udo Vetter befürchtet sogar Hausdurchsuchungen, "wenn die Strafverfolger sich auf glattes Parkett begeben". Noch im Februar 2012 will die GVU zudem gegen den Kino.to-Nachfolger Kinox.to Strafanzeige erstatten.

  1. Kino.to-Prozess Kein Unterschied zwischen Streaming und Herunterladen
  2. Kino.to Drei Jahre Haft wegen Links auf illegale Filmkopien
  3. Kino.to Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung

Club-Mate: Hack fürs Hirn
Club-Mate
Hack fürs Hirn

Es sprudelt, schäumt und schmeckt - nicht jedem. Macht nichts: Club-Mate ist Kult und aus der Hackerkultur nicht mehr wegzudenken. Wie es dazu kommen konnte, erzählt das Buch Hackerbrause.

  1. Retro-Gnome Cinnamon 1.2 stabilisiert API und Desktop
  2. Linux Mint Cinnamon wird wohl Standarddesktop
  3. 28C3 Hacker hinter feindlichen Linien

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

Zum Artikel