EU-Projekt soll Techniken für Internetüberwachung entwickeln

Automatische Überwachung von Websites, Foren und sozialen Netzen

Im Rahmen des EU-Projektes Indect entwickeln Wissenschaftler aus neun Ländern Techniken, um Websites, soziale Netze und Foren zu überwachen. Ziel ist ein System, das automatisch "ungewöhnliches Verhalten" erkennt.

Anzeige

Als Innenminister Wolfgang Schäuble die Onlinedurchsuchung von Computern auf die politische Tagesordnung gesetzt hat, gab es laute Proteste. Doch das Ansinnen, einzelne Computer aus der Ferne zu überwachen, ist vergleichsweise harmlos im Vergleich zu dem von der Europäischen Union ins Leben gerufenen Projekt Indect. Dessen Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, die das ganze Internet auf der Suche nach kriminellem Verhalten überwachen.

Ständige und automatische Überwachung

Ziel des Projektes sei, "eine Plattform für die Erfassung und den Austausch von Betriebsdaten, das Sammeln von Multimediainhalten, die intelligente Verarbeitung aller dieser Informationen, die automatische Erfassung von Bedrohungen und die Erkennung von ungewöhnlichem Verhalten und Gewalt" aufzubauen, heißt es auf der Website des Anfang des Jahres gestarteten Projektes. So sollen Softwareagenten "ständig und automatisch" das Internet durchkämmen und Informationen sammeln. Diese wiederum sollen in einem internetbasierten Informationsbeschaffungssystem vorgehalten werden.

Überwacht werden sollen laut Projektbeschreibung "öffentlich zugängliche Quellen wie Websites, Diskussionsforen, Newsgruppen, Fileserver, P2P-Netze, aber auch private Computer". Durchsucht werden dabei nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Videos.

Analyse von Gefühlen und Beziehungen

Die gesammelten Informationen sollen dann automatisch ausgewertet und in Zusammenhang gebracht werden. Informatiker an der Universität im englischen York etwa entwickeln auf der Basis von Computerlinguistik Techniken zur Erkennung des Sinnes von Worten, zur Analyse von sozialen Netzen und von Gefühlen sowie zur Auswertung von Beziehungen.

Das Projekt, das Teil einer ganzen Reihe von Projekten zur Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus ist, ist auf fünf Jahre angelegt. Beteiligt sind neben zwei Polizeibehörden Unternehmen und Universitäten aus neun europäischen Ländern. Aus Deutschland sind die Unternehmen InnoTec DATA aus Bad Zwischenahn und PSI Transcom aus Berlin sowie die Universität in Wuppertal mit dabei. Die EU fördert Indect mit knapp 11 Millionen Euro.


malnachgedacht 26. Nov 2009

salut@all bei all den idioten die da draussen rumlaufen (ihr stimmt mir da sicher...

danebod 25. Sep 2009

Am Sonntag ist der Vlap-Tag! http://www.votelikeapirateday.com/

-gh- 25. Sep 2009

Sicherheit statt Freiheit http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30439/1.html Eine Tour de...

Amüsierter Leser 25. Sep 2009

Eigentlich wollte ich mit der Zweitstimme die Grünen wählen, aber langsam glaube ich...

Dr Obvious 25. Sep 2009

"Nicht alles perfekt" ist ja wohl die Untertreibung des Jahrhunderts. Die EU stinkt! Nenn...

Kommentieren


hoos Area / 24. Sep 2009

News: Indect Dein neuer Freund

Compyblog / 24. Sep 2009

Indect?

Eviltux. IT & Gesellschaft / 24. Sep 2009

Big Brother mit neuem EU-Projekt



Anzeige
  1. Assistent E-Business (m/w)
    Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  2. User Experience Designer / Web Designer (m/w)
    Schleupen AG, Moers
  3. IT-Spezialist/in Informationssicherheit
    LEW TelNet GmbH, Augsburg
  4. SAP-Consultant / Application-Analyst HR/FI (m/w)
    Pfleiderer Service GmbH, Neumarkt, Gütersloh

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Epic Games

    Unreal Engine 4 soll in diesem Jahr "die Leute schockieren"

  2. Acta-Demos

    Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin

  3. IMHO

    Windows 8 - Microsofts Befreiungsschlag

  4. Acta

    Deutschland setzt Unterzeichnung von Acta aus

  5. Paypal-Konkurrent

    Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 206 | letzter Beitrag 22:33 Uhr

  2. Kommentare: 123 | letzter Beitrag 17:38 Uhr

  3. Kommentare: 108 | letzter Beitrag 10.02. 15:30

  4. Kommentare: 97 | letzter Beitrag 17:29 Uhr

  5. Kommentare: 80 | letzter Beitrag 10.02. 09:24

Mehr


  1. Nach Hackerangriff

    Polizei-Webserver in Nordrhein-Westfalen seit 12 Tagen down

  2. Acta-Demos

    Zehntausende gegen "bekACTA Scheiß" in München und Berlin

  3. Nasa

    Mögliche Etatkürzungen gefährden Mars-Erforschung

  4. Golem.de guckt

    Zuckerberg und Assange

  5. Steam-Hack

    Einbrecher könnten Kreditkartendaten kopiert haben

  6. HTTPS gesperrt

    Iran weitet Internetzensur aus

  7. Paypal-Konkurrent

    Dwolla will seine Dienste weltweit anbieten

  8. Epic Games

    Unreal Engine 4 soll in diesem Jahr "die Leute schockieren"

  9. Digitale Karten

    US-Luftwaffe will Flugkarten durch Tablets ersetzen

  10. Freie Grafikbibliothek

    Mesa 8.0 unterstützt OpenGL 3.0



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Streaming-Client: Google bereitet eigenen Hifi-Netzwerkplayer vor
Streaming-Client
Google bereitet eigenen Hifi-Netzwerkplayer vor

Google soll noch in diesem Jahr einen Hifi-Netzwerkplayer auf den Markt bringen, der die Marke Google tragen wird. Der Google-Streaming-Client soll auf Android basieren.

  1. Iconic Panoramavideos mit dem Galaxy Nexus
  2. Dune HD Pro Zerteilte Blu-ray-Unterhaltungszentrale
  3. Electronic Drum Machine Shirt Das Anziehschlagzeug für unterwegs

Windows 8 auf ARM: Microsoft zeigt Office 15
Windows 8 auf ARM
Microsoft zeigt Office 15

Wenige Details, aber erste Bilder von Office 15 hat Microsoft im Rahmen seiner Vorstellung von Windows on ARM (WOA) gezeigt. Das neue Office-Paket erhält eine neue Oberfläche, die auf Touchbedienung optimiert ist.

  1. WOA Keine Desktopanwendungen für Windows 8 auf ARM
  2. Stellenanzeige HTML5 und Javascript in Microsoft Office 15

Zum Artikel