Intel zeigt Larrabee (Update 2)

Larrabee kommt erst als diskrete Grafikkarte, später im Prozessor

IDF

Intel hat auf dem IDF Larrabee erstmals offiziell in Aktion gezeigt. Die Chiparchitektur soll Basis einer neuen Generation von Grafikkarten sein.

Anzeige

Sean Maloney, seit kurzem Chef von Intels Architecture Group, zeigte Larrabee während seiner IDF-Keynote in einem System mit Gulftown-Prozessor, Intels kommendem High-End-Prozessor für Spielerechner mit sechs Kernen. Gulftown soll 2010 unter der Marke Core auf den Markt kommen, vermutet wird dafür der Name "Core i9", den Intel aber bisher nicht bestätigte.

 

Larrabee bezeichnet Intel selbst als eine Familie zukünftiger, auf Grafik ausgerichteter Co-Prozessoren. Erste Testsysteme stehen bereits bei einigen wichtigen Entwicklern. Dabei bestätigte Intel auch, dass Larrabee zunächst in Form diskreter Grafikkarten auf den Markt kommen soll. Es sei aber auch möglich, dass die Larrabee-Architektur künftig auch direkt in Prozessoren integriert werde, so Intel vage.

Die erste öffentliche Vorführung von Larrabee verlief jedoch genauso enttäuschend, wie viele Kritiker sie erwartet hatten. Intels Chefwissenschaftler für Grafikforschung, Bill Mark, zeigte eine statische Szene aus dem auf Raytracing umgesetzten "Quake Wars: Enemy Territory". Daniel Pohl, von dem der Code maßgeblich stammt, durfte die Demonstration nicht selbst leiten.

Mark betonte die einfache Spiegelung der Objekte in der Wasseroberfläche, was nur zehn Zeilen Shader-Code erfordern soll. Das ist jedoch ein bekannter Raytracing-Effekt - eine Vorführung von Larrabee mit einer DirectX- oder OpenGL-Anwendung wäre wesentlich eindrucksvoller gewesen. In beiden Bereichen hat Intel mit den Treibern für Larrabee das nachzuvollziehen, was AMD/ATI und Nvidia in den letzten 15 Jahren vorgelegt haben.

Sean Maloney hatte die Larrabee-Demo während seiner Keynote noch geheimnisvoll angedeutet, einige Stunden zuvor waren die Skripte seiner Rede aber bereits im Pressezentrum auf dem IDF aufgetaucht - ob Panne oder Absicht, ist noch nicht klar.

 

Mit so viel Vorschusshype, der nun auch von Intel angefacht wurde, war das erste öffentliche Auftreten von Larrabee umso ernüchternder. Die wenigen bewegten Objekte der Szene ruckelten über die Leinwand, was erkennbar nicht am Beamer lag. Schon die im Juni gezeigten Vorführungen desselben Spiels, und dabei noch auf nur acht CPU-Kernen, waren wesentlich eindrucksvoller.

Auch zum Marktstart von Larrabee gab es keine konkreten Aussagen. "Im nächsten Jahr", also 2010, ist Intels einzige Angabe dazu.


Mr. Inf. 23. Nov 2009

also... wieso hab ich den Eindruck, dass keiner wirklich begreift was Intel da gebracht...

Argh 20. Nov 2009

Bedenkt doch einfach mal das die Vorgänger Q1+Q2 noch mit Softwarerenderern liefen, und...

ultrapaine 23. Sep 2009

Ich weiß nicht ob ich das Prinzip richtig verstanden habe, aber bei aktuellen CPUs von...

Phil.42 23. Sep 2009

Intel ist doch extra vom "Core2Duo" und "Core2Quad" und "Core2Extreme" weggegangen, da...

Planet 23. Sep 2009

Manchmal, wenn man sich am Realismus versucht, kommt etwas völlig surreales heraus. Da...

Kommentieren




Anzeige

  1. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  2. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel