Spieletest: NHL 10 - Prügel um den Puck
Einen Schwerpunkt legten die Entwickler diesmal auf Zweikämpfe. Mitspieler an der Bande einkesseln und den Puck per Fuß spielen ist ebenso möglich wie nach dem Schiedsrichterpfiff noch auf die Kontrahenten loszugehen, zu pöbeln und die Fäuste zu schwingen - NHL 10 schaltet dann gar in die Ego-Perspektive und mimt ein Boxspiel light. Dem Spielfluss ist das allerdings nicht zuträglich; Eishockey-Puristen werden mit dieser Option wenig anfangen können.
Passend zur gesteigerten Spieleraggressivität ist auch das Publikum lebhafter geworden: Pfeifen, Johlen und das heftige Klopfen gegen das Plexiglas verbessern die Atmosphäre spürbar. Ansonsten verharrt die Präsentation auf hohem Niveau: sehenswerte Grafik, gelungene Soundkulisse, aber eben nur Detailunterscheide zu NHL 09. In puncto Langzeitmotivation hingegen überzeugt NHL 10; auch dank des umfangreichen Multiplayermodus, in dem die meisten Optionen der Einzelspielerkarriere ebenfalls verfügbar sind.
NHL 10 ist für Playstation 3 und Xbox 360 erhältlich und kostet etwa 60 Euro. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab zwölf Jahren erhalten, während die Vorjahresversion noch ohne Altersbeschränkung verfügbar war - wohl eine Folge der gesteigerten Aggressivität.
Fazit
Dezente Neuerungen, die aber größtenteils sinnvoll sind - NHL 10 macht nicht vieles anders als der Vorgänger, aber einiges besser. Das neue Passsystem verlangt Einarbeitungszeit, funktioniert dann aber klasse. Die gesteigerte Intensität kommt der Atmosphäre zugute. Über den Sinn von Kämpfen nach dem Schiedsrichterpfiff lässt sich diskutieren - Eishockey-Fans werden aber so oder so wohl auch dieses Jahr nicht um NHL herumkommen.
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drm als grund für raubkopien ist die größte, an den haaren herbeigezogene ausrede...
auf die strafbank geht es immer noch. ich hab mal ein spiel in der ahl real im stadion...
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