Renault: Elektroautos für den Alltag

Partnerschaften mit RWE für Berliner Pilotprojekt und mit Better Place

Sauber ist in auf der Internationalen Automobilausstellung 2009. Renault hat gleich vier Elektroautokonzepte für den alltäglichen Einsatz mit nach Frankfurt gebracht. Darunter ist auch ein Familienauto mit austauschbarem Akku. Es soll ab 2010 in den Better-Place-Projekten zum Einsatz kommen.

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Auch setzt Renault auf der Internationalen Automobilausstellung 2009 (IAA) auf den Elektroantrieb. Vier Fahrzeugkonzepte hat Carlos Ghosn, Chef des französischen Automobilherstellers, präsentiert, die ab 2011 und 2012 in die Serienfertigung gehen sollen. Z.E. hat Renault die Serie genannt - die beiden Buchstaben stehen für Zero Emission, Nullemission.

Zweisitzer mit Motorroller-Anmutung

Da ist zum einen der Twizy. Der lustige Zweisitzer erinnert von der Form her ein wenig an den BMW C1, einen Motorroller mit Verdeck. Gedacht ist der Kleinwagen, in dem die Passagiere hintereinander sitzen, für den Stadtverkehr. Entsprechend ist er auch nur mit einem kleinen, 15 kW (20 PS) starken Motor ausgestattet, der es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h bringt. Die Reichweite beträgt 100 km.

 

Extravagant ist die Gestaltung der Front- und der Heckpartie: Statt Scheinwerfern und Blinkern gibt es jeweils eine Matrix aus Leuchtdioden. Sie dienen als Lampen oder zeigen an, wenn der Fahrer abbiegen will. Sie können aber auch Botschaften in Form von Smileys anzeigen.

E-Zweitwagen und E-Familienauto

Ebenfalls für Kurzstrecken ist der Zoe gedacht. Das ist ein viersitziger Kleinwagen, der als Zweitauto für Stadtfahrten gedacht ist. Sein Motor hat eine Leistung von 70 kW (95 PS) und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Der Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Reichweite von 160 km. Ein vollwertiges Familienauto hingegen ist der Fluence. Es bietet Platz für vier Personen und Gepäck. Wie der Zoe verfügt er über einen 70-kW-Motor und hat eine Reichweite von 160 km.

Das vierte Elektroauto ist eine elektrische Variante des Kangoo. Gedacht ist der Kombi für kleine Unternehmen, die damit Waren ausliefern. Auch er verfügt über einen 70-kW-Motor und kommt mit einer Akkuladung 160 km weit.

Unterschiedliche Ladekonzepte

Für das Laden der Autoakkus hat Renault verschiedene Konzepte vorgesehen. Der Twizy wird einfach in etwa 3,5 Stunden an der Steckdose geladen. Für die anderen Fahrzeuge gibt es verschiedene Lademöglichkeiten: Zum einen können sie ebenfalls an die Steckdose, was etwa 4 bis 8 Stunden dauert. An einer speziellen Schnellladestation kann der Akku in etwa 20 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Diese Variante sollte man allerdings nicht zu oft wählen, da die Schnellladung den Akku zu sehr beanspruche, schränkte Ghosn ein.

Die beiden Pkw Fluence und Zoe schließlich verfügen über einen austauschbaren Akku. An einer Wechselstation soll der Fahrer einen leeren Energiespeicher in etwa 3 Minuten gegen einen vollen austauschen lassen können.

Einen ersten Abnehmer hat Renault auch schon: Zusammen mit Better Place wollen die Franzosen den Fluence 2011 in Israel und Dänemark auf den Markt bringen, wo Better Place die ersten Infrastrukturen für Elektroautos aufbaut. Bis 2016 sollen in den beiden Ländern 100.000 der elektrischen Familienautos verkauft werden.

E-Renaults für Berlin

Außerdem wird Renault Ende kommenden Jahres 100 Fahrzeuge für das Pilotprojekt E-Mobility Berlin des Energieversorgers RWE bereitstellen. Eine entsprechende Vereinbarung haben Ghosn und RWE-Chef Jürgen Großmann auf der IAA bekanntgegeben. RWE baut in Berlin derzeit eine Infrastruktur mit Ladesäulen auf. Bisher war Daimler einziger Fahrzeugpartner - die Stuttgarter liefern für das Projekt 100 E-Smarts.

Auf die Frage von Golem.de nach den unterschiedlichen Konzepten sagte Großmann am Rande der Präsentation, wenn es von Partnern und Kunden gewünscht sei, werde das Unternehmen auch über das Konzept des Akkutauschs nachdenken. RWE hat sich bisher auf die Aufstellung von Ladesäulen spezialisiert. Das Konzept des Akkutauschs könnte jedoch der Erfolgsfaktor für die Einführung von Elektroautos werden: Werden die Akkus nämlich nur verleast, könnten die Elektroautos günstiger verkauft werden, haben kürzlich Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Berkeley in einer Studie berichtet.


Stabacs 31. Jan 2010

<< Wie lade ich mein Auto, wenn ich in einem Hochhaus wohne? An der Tankstelle, nehm ich...

cdisch 28. Sep 2009

Also ich würde im Auto einen Kartenschacht für die Authentifizierung an der Ladestation...

derNup 22. Sep 2009

richtig so! verwirrt den armen menschen doch nicht mit argumenten, seine meinung ist...

derNup 22. Sep 2009

naja, im winter ist's kälter als draußen. und selbst wenn das modell hier im winter zu...

kater lysator 18. Sep 2009

.....aber die hört man wenigstens, mit Ihrem Dampfmaschinen Soundgenerator. BummDa BummDa...

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