Adobe: Flash-Server bekommt mehr DRM und einen neuen Namen
Verkaufen und Vermieten von Inhalten via Flash-Plattform
Adobe will seine Flash-Plattform als universelle Umgebung für Produktion, Verkauf und Vermietung digitaler Inhalte etablieren. Dazu wird der Flash Media Rights Management Server um Offline-DRM erweitert.
Adobe will ein führender Anbieter auf dem lukrativen Markt der Onlinedistribution digitaler Inhalte werden. So lassen sich Adobes Aussagen in einem White Paper über das für 2010 angekündigte Produkt Flash Access 2.0 interpretieren. Hinter dem Namen verbirgt sich nichts anderes als der schon länger angebotene Flash Media Rights Management Server, der um Fähigkeiten für Offline-DRM erweitert wurde. Bisher ist der Flash Media Server nur für Streaming-Angebote geeignet. Wie Newteevee berichtet, will Adobe eine Vorabversion von Flash Access 2.0 heute vorstellen. Die finale Version soll in der ersten Jahreshälfte 2010 erscheinen.
Adobe bewirbt sein Flash Access 2.0 ausdrücklich mit der Fähigkeit zum "persistenten Schutz von Inhalten". Dieser ermögliche "neue Einsatzmodelle wie beispielsweise 'elektronisches Sell-Through (EST)'". Gemeint ist damit, dass mit Flash Access 2.0 Inhalte im MPEG-4-Format (H.264) und im Flash-Video-Format (FLV) bis hin zum Download auf den Computer eines Kunden vor Sicherheitsrisiken - "security exposures" in Adobes Worten - geschützt werden können. Im Klartext bedeutet das, dass "nur Anwender, denen der Zugang ausdrücklich gewährt wurde, einen bestimmten Inhalt abspielen können".
Auf Basis der Flash-Plattform werden Inhalteanbieter in Zukunft also hochauflösende Videos mit DRM direkt an Endkunden vermarkten können. Genau dieses Ziel verfolgt auch Microsoft mit seiner neuen Silverlight-Version. Microsoft hat angekündigt, Silverlight 4 mit Multicast-Unterstützung und Playready-DRM auszuliefern. Eine Vorabversion will Microsoft in einigen Tagen auf der Amsterdamer International Broadcasting Convention (IBC) vom 11. bis 15. September 2009 vorführen. Auch Adobe will sein Flash Access 2.0 auf der IBC zeigen.
Ein neuer Formatkrieg
Die Geschichte wiederholt sich. Im Bereich des Onlinevertriebs von HD-Videos droht sich ein ähnlicher Formatkrieg zu entwickeln, wie er schon zwischen HD-DVD und Blu-ray-Disc bei HD-Medien zu erleben war. Bekanntlich ist daraus zwar das Blu-ray-Format als Sieger hervorgegangen. Der Akzeptanz von HD-Video-Discs war die Auseinandersetzung um die Formate jedoch wenig förderlich.
Sollte es Adobe oder Microsoft gelingen, das eigene Format als Marktführer zu etablieren, würde zudem dank der Möglichkeit zur lokalen Kopie eine direkte Konkurrenz für die Blu-ray-Disc entstehen. Ob die Hollywoodstudios, denen die Blu-ray-Disc ihren - bisher noch recht begrenzten - Erfolg zu verdanken hat, darüber glücklich sein würden? [von Robert A. Gehring]






Ich will DRM vor allem, um etwas zu LEIHEN (Videofilme...). Dazu ist es sehr gut geeignet.
Bei der großen Verbreitung von Flash aufgrund von Youtube und ähnlichen Portalen, hätte...
Verdrängt hier die Pest die Cholera oder umgekehrt?
Leider ist niemand in der Lage ein vernünftiges freies Vektorformat fürs Web zu...
Dann funktioniert DRM endlich auf mehr Plattformen als nur Windows.
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