2009 bringt geringeren Rückgang für globalen Halbleitermarkt

Gartner revidiert die Jahresprognose

2009 werden die Halbleiterhersteller über 17 Prozent weniger Umsatz machen als 2008. Das ist zwar ein tiefer Einbruch im Rahmen der Weltwirtschafts- und Finanzkrise, die Gartner-Marktforscher hatten aber Schlimmeres erwartet.

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Der Rückgang auf dem weltweiten Halbleitermarkt fällt 2009 zwar kräftig aus, aber weniger stark als von den Marktforschern bislang vermutet. In diesem Jahr werden die Umsätze bei 212 Milliarden US-Dollar liegen, ein Rückgang von 17,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2008. Bislang waren die Analysten bei Gartner von einem Rückgang um 22,4 Prozent ausgegangen.

Gartner-Analyst Laurence Goasduff sagte Golem.de, dass der Halbleitermarkt sich damit auf dem Niveau des Jahres 2004 befindet.

"Der Halbleitermarkt hat sich besser entwickelt als erwartet. Das wurde deutlich, als die Halbleiterumsätze im zweiten Quartal 2009 um 17 Prozent gegenüber dem Vorquartal stiegen", so Bryan Lewis, Research Vice President bei Gartner. "Die Verbraucher haben positiv auf die gesunkenen Preise für PC und LCD-Fernseher reagiert. Außerdem hat die Branche vom chinesischen Konjunkturprogramm profitiert, das bemerkenswert erfolgreich die kurzfristige Nachfrage steigerte."

Mit Intel, Samsung und Qualcomm hatten mehrere führende Halbleiterhersteller im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal zugelegt.

Für das Jahr 2010 erwartet Gartner nun einen Umsatz von 233 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 10,3 Prozent gegenüber bisherigen Prognosen.

Auch die Branchenorganisation Semiconductor Industry Association (SIA) wertete schon Anfang August die Entwicklung im zweiten Quartal positiv. Im Juni 2009 sei "der vierte monatliche Umsatzanstieg in Folge ein Indikator dafür, dass die Branche wieder zu normalen saisonalen Wachstumsformen zurückkehrt", sagte SIA-Präsident George Scalise. Dies mache Hoffnungen auf eine allmähliche Erholung der Nachfrage. Der Zeitpunkt und Umfang der Genesung hingen jedoch von der Gesamtlage der Weltwirtschaft ab. Hier wurde die Talfahrt abgebremst und einzelne Faktoren zeigen zeitweilig eine positive Entwicklung. Allerdings ist im Moment noch völlig offen, ob es sich hier um leichte Schwankungen im Rahmen des Krisenabschwungs oder um den Übergang in eine Stagnation handelt, die meist auf eine Wirtschaftskrise folgt.


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