Vorratsdaten - Grüne wollen Schweigen der Telekom brechen

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Mobilfunkfirmen und die für deren Kontrolle zuständige Bundesnetzagentur sind anderer Meinung. Aus Datenschutzgründen könne man die Vorratsdaten nicht freigeben, so ihr Standpunkt, denn es seien dabei Dritte betroffen. Deren Daten könnten aussortiert werden, glaubt dagegen Schaar.

"Der Bürger hat das Recht, sich die Daten zurückzuholen, die Staat und Unternehmen ihm nehmen", sagt Spitz' Anwalt Sönke Hilbrans, der für ihn eine Klage eingereicht hat. Stellvertretend verklagt Spitz nun T-Mobile als größten deutschen Anbieter. Im Übrigen erschließe sich nicht, "warum eine solche Auskunft so schwierig sein soll". Schließlich würden Strafverfolger genau diese Daten automatisiert innerhalb von Stunden bekommen.

Ob und wie es technisch möglich ist, interessiert Spitz gar nicht. Er will mit seiner Aktion darauf hinweisen, welche enorme Datenmenge inzwischen über jeden Bürger gespeichert wird. "Die Leute sollen sehen, wie tief damit ins Privatleben eingedrungen werden kann und wie groß auch die Möglichkeit des Missbrauchs ist." Er wolle klarmachen, dass jeder Kunde das Recht habe, diese Daten anzusehen.

Mobiltelefone als Ortungswanzen

Was er mit ihnen anfangen würde, wenn er sie denn eines Tages erhielte, weiß Spitz noch nicht. Es hänge auch davon ab, wie sie angeliefert würden. Eine DVD wäre ihm am liebsten, die könnte er auswerten. Denn ihn interessiere auch, wie groß die Fehlerquote in den Informationen über sein mobiles Leben sei und was sich daraus alles ablesen lasse.

Im Zweifel viel, glaubt Constanze Kurz. Sie hat gemeinsam mit Frank Rieger vom CCC für das Bundesverfassungsgericht ein Gutachten über Vorratsdaten geschrieben. Kurz sagt, moderne Mobiltelefone seien eine hervorragende "Ortungswanze". "Dank der Verbindungsaufzeichungen kann ein Bewegungsprofil erstellt werden, das an Detailtreue sogar das einer GPS-Wanze am Auto übertrifft."

Vielleicht aber liefert T-Mobile Spitz' Verbindungsdaten auf klassischem Wege. "Gut möglich, dass dann ein Kurier mit einem oder zwei Umzugskartons vor der Tür steht", sagt Anwalt Hilbrans. Die Auswertung wäre dann etwas mühsamer. Vielleicht sei ja das Ausdrucken das eigentliche Problem, sagt Hilbrans lachend. [von Kai Biermann, Zeit Online]

 Vorratsdaten - Grüne wollen Schweigen der Telekom brechen

Nonpareille 27. Aug 2009

Kohl war bestimmt nicht mein Freund, aber wer er das, der alles so verteuert hat, dass...

S.A. 26. Aug 2009

So so. Ich frage mich allerdings, was die Anbieter mit der Aussage meinen: ... die Daten...

Whoknows 26. Aug 2009

Zumindest mit genügend VerstanD, um auch Beiträge mit richtiger Grammatik zu verfassen ;-)

Egalator 26. Aug 2009

Das ist doch egal, was gegen den Datenschutz verstößt. Was glaubst Du denn, warum die...

qay 25. Aug 2009

Musst ein klein wenig weiter denken. Mit dem Auto fährst du von A nach B und steigst aus...

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