Glasfasernetzbetreiber setzen Gespräche mit Telekom fort

Breko und VATM erklärten zuvor das Scheitern der Verhandlungen

Der Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas), zu dem Festnetzbetreiber wie Netcologne und M-Net gehören, verhandelt weiter mit der Telekom über den Zugang zur VDSL-Infrastruktur. Breko und VATM haben die Verhandlungen ihrerseits für gescheitert erklärt.

Anzeige

Der Bundesverband Glasfaseranschluss sieht Fortschritte in den Verhandlungen mit der Deutschen Telekom zum Zugang der Konkurrenten zur VDSL-Infrastruktur. Ein "Konsens in wichtigen Fragestellungen" zeichne sich ab, so die Vereinigung, zu der Netcologne (Köln), M-Net (München), VSE Net (Saarbrücken) und HL Komm aus Leipzig gehören. Gestern hatten die Verbände Breko und VATM die Gespräche mit der Telekom für gescheitert erklärt.

Telekom-Chef René Obermann will laut Medienberichten bis 2014 die traditionelle Telefonvermittlung durch moderne Technik ersetzen und rund 7.000 der insgesamt 7.900 Hauptverteiler im Bundesgebiet schließen, um Personal- und Übertragungskosten zu sparen. Zugleich hatte die Telekom Anfang August 2009 angekündigt, Wettbewerbern ihre Kabelkanalanlagen, unbeschaltete Glasfaserstrecken (Dark Fiber) und Multifunktionsgehäuse zur Verfügung stellen zu wollen und zugleich bei der Bundesnetzagentur entsprechende Entgelte beantragt. In den Verhandlungen mit den Konkurrenten sei es nicht möglich gewesen, sich auf einen Preis zu einigen, befand die Telekom schließlich. Nun muss die Bundesnetzagentur Festlegungen machen.

"Auch wenn die Entscheidung über die Entgelte für Zugangsvarianten zum Kabelverzweiger nun in den Händen der Bundesnetzagentur liegt, sind die Gespräche keineswegs pauschal gescheitert", sagte Buglas-Chef Hans Konle. Verhandlungen über Co-Investitionsmodelle am Kabelverzweiger würden jedoch erst nach Bekanntgabe der Entscheidung durch die Behörde weitergeführt. Buglas sei auf Basis der Entgeltentscheidungen weiterhin stark an gemeinsamen Investitionsmodellen interessiert und sehe diese Bereitschaft auch auf Seiten der Telekom.

Da die Telekom mit dem Abbau der Hauptverteiler erheblich Geld sparen könne, dürften die durch die Migration verursachten Kosten aber nicht allein den Mitbewerbern aufgebürdet werden. Doch auch hier habe der Bonner Konzern "Einigungsbereitschaft signalisiert", sagte Konle. Die Gespräche dazu gingen in den nächsten Wochen weiter.

Vodafone-Deutschland-Chef Fritz Joussen hatte dagegen bereits vor längerer Zeit gesagt, die Aufstellung eigener Kästen sei keine Alternative. Jede Gemeinde müsse erst von den neuen Kästen überzeugt werden, zudem sei der Neubau zehnmal teurer als der Direktanschluss am Telekom-KVZ.


nonameus 21. Aug 2009

...das die nicht so schnell aufgeben :D

Kommentieren



Anzeige

  1. (Senior-)Berater (m/w) SAP CRM
    Capgemini Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  2. Software Tools Betreuer (m/w)
    Continental AG, Villingen
  3. Mitarbeiter (m/w) Anwendungsbetreuung Data Warehouse
    Aareon Deutschland GmbH, Mainz
  4. Abteilungsleiter (m/w) IT-Technik, Einkauf und externe IT-Entwicklungen
    Fonds Finanz Maklerservice GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige
DSL 3

  1. Amazon

    Der neue Kindle Voyage hat 300 ppi

  2. iPad Air 2 und iPad Mini 3

    Im Oktober sollen neue Apple-Produkte kommen

  3. Watchever und Dropbox

    Einige Apps haben Probleme mit iOS 8

  4. Apples iOS 8 im Test

    Das mittelmäßigste Release aller Zeiten

  5. Online-Handel

    Bei externen Händlern mit Amazon-Konto einkaufen

  6. Digitale Verwaltung 2020

    E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen

  7. Sony

    Erwarteter Verlust wegen Mobilsparte mehr als viermal höher

  8. Satoshi Nakamoto

    Wikileaks sollte auf Bitcoin verzichten

  9. UI-Framework

    Digias Qt wird zur Qt-Company

  10. Microsoft

    PC-Version des Xbox-One-Controllers angekündigt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Physik: Zeitreisen ohne Paradoxon
Physik
Zeitreisen ohne Paradoxon
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Neues Instrument Holometer Ist unser Universum zweidimensional?
  3. Sofia Der fliegende Blick durch den Staub

Doppelmayr-Seilbahn: Boliviens U-Bahn der Lüfte
Doppelmayr-Seilbahn
Boliviens U-Bahn der Lüfte

Intel Core i7-5960X im Test: Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
Intel Core i7-5960X im Test
Die PC-Revolution beginnt mit Octacore und DDR4
  1. Rory Read AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015
  2. Intels Desktop-Chefin im Interview "Wir hatten unsere loyalsten Kunden frustriert"
  3. Intel Core i7-5960X X99-Mainboards angebrannt

    •  / 
    Zum Artikel