Selbstbauroboter überwacht Twitterfeeds

Open-Source-Roboter für den Schreibtisch

Der Guardian Robot ist ein aus Pappe und Open-Source-Komponenten konstruierter Roboter für den Schreibtisch: Er überwacht den Twitterfeed und jubelt, wenn ein fröhlicher Tweet eintrifft oder lässt den Kopf bei einem traurigen hängen. Dann kann der Nutzer ihn wieder aufmuntern.

Anzeige

Der Entwickler Ken Lim hat einen Roboter gebaut, der seinen Twitter-Verkehr überwacht und durch fröhliche oder traurige Gesten auf den Inhalt der Kurznachricht hinweist. Lim hat den Guardian Robot, der ausschließlich aus Open-Source-Komponenten besteht, im Blog der britischen Tageszeitung Guardian beschrieben.

Freude über fröhliche Tweets

Der etwa 20 cm große Roboter gibt nicht nur Bescheid, wenn ein neuer Tweet da ist. Er zeigt auch an, welche Stimmung er vermittelt: Erhält der Nutzer einen Tweet, den der Roboter als positiv einschätzt, hebt er den Kopf und einen Arm zu einer Jubelpose. Aus der kann der Nutzer ihn durch Abklatschen erlösen. Trifft ein trauriger Tweet ein, lässt der Roboter den Kopf hängen. Um ihn aufzumuntern, muss der Nutzer ihm dann den Bauch streicheln oder ihn umarmen.

Der Guardian Robot ist komplett Low-Tech: Sein Körper besteht aus Karton - genauer gesagt hat Entwickler Lim ihn aus der Packung des Konsolenspiels Wii Sports Resort ausgeschnitten. Dazu kommen zwei Servomotoren, die Kopf und Arm bewegen, und zwei Schalter in Arm und Bauch, die den Roboter nach dem Abklatschen oder der Umarmung wieder in eine neutrale Position versetzen.

Open Source

Die Steuereinheit besteht aus einem Arduino-Board, das per USB mit einem Computer verbunden ist. Dort läuft eine in der Programmiersprache Processing geschriebene Software. Diese durchsucht den persönlichen Twitterfeed des Nutzers auf fröhliche und traurige Tweets und gibt dem Roboter entsprechende Verhaltensanweisungen. Sämtliche Codes hat Lim auf seiner Website veröffentlicht, damit andere Nutzer den Guardian Robot nachbauen oder verbessern können.

Der verfügt übrigens auch über einen eigenen Twitter-Account. Darüber können die Nutzer mit dem Roboter kommunizieren: Ist der Nutzer gut drauf, kann er dem Roboter einen Tweet mit dem Hashtag "#highfive" schicken. Dann freut sich der Roboter mit dem Nutzer, indem er ihm einen Tweet mit der Botschaft: "Got a high-five! You rock!" schickt. Bekommt er die Nachricht "#ineedahug", muntert er den Absender mit einer digitalen Umarmung "I just received a hug; Sending it to you. *hug*" auf.

Ende 2006 hatte das französische Unternehmen Violet mit dem Hasen Nabaztag ein ähnliches Gerät vorgestellt. Er ist per WLAN ans Internet angeschlossen und zeigt an, wenn E-Mails eingetroffen sind oder liest Mails oder Webinhalte wie die Wettervorhersage oder aktuelle Nachrichten vor.


AtWork 28. Nov 2009

Für mich ist das Ding irgendwie Wohlstandselektroschrott. Wirklich brauchen kann man es...

Beersteak 27. Nov 2009

Aber erstmal wird alles auf Twitter niedergeschrieben & dokumentiert!

so 19. Aug 2009

Es geht hierbei um Modellbau-Servos, die sobald kein PWM-Signal mehr anliegt wieder in...

Siga9876 19. Aug 2009

Der Thread heisst: "Gesucht: Sinnvolle Microblogging-Anwendung" Darauf antworte ich...

Tiggr 19. Aug 2009

nT

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Developer (m/w) – LINUX EXPERT
    OMICRON electronics GmbH, Klaus (Austria)
  2. Senior Software-Entwickler .NET (m/w)
    IDpendant GmbH, Unterschleißheim bei München (Reisebereitschaft)
  3. Senior Web Developer (m/w)
    Zieltraffic AG, München
  4. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  2. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  3. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  4. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  5. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 201 | letzter Beitrag 08:32 Uhr

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 101 | letzter Beitrag 02:39 Uhr

Mehr


  1. Bioware

    Kurz die Welt retten in der Demo zu Mass Effect 3

  2. Adobe

    Photoshop CS6 mit Content-Aware Move

  3. Google

    Wir haben den größten DNS-Dienst

  4. Lensbaby

    Teleobjektiv mit absichtlicher Unschärfe

  5. Smartphone-App

    Remove löscht störende Menschen im Bild

  6. Radeon HD 7770 und 7750 im Test

    Die Grafikkarte mit 1 GHz für 159 Euro

  7. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  8. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  9. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  10. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Spielebranche: Diskussion über "stinkende Gamer"
Spielebranche
Diskussion über "stinkende Gamer"

Nach der Gamescom 2011 löste ein TV-Bericht von RTL über angeblich schlecht riechende Gamer Empörung aus. Jetzt folgt die Aufarbeitung der Szene beim Games Culture Circle in Berlin.

  1. Umfrage Zuschauer wollen mehr HD-Programme
  2. Golem.de guckt Wärmegedämmte Verschwörungstheorien
  3. Golem.de guckt George Orwell und der nigerianische Wahlkampf

Pegatron: Übt Apple Druck auf OEM-Hersteller von Ultrabooks aus?
Pegatron
Übt Apple Druck auf OEM-Hersteller von Ultrabooks aus?

Chinesischen Berichten zufolge gibt die frühere Asus-Tochter Pegatron die Fertigung der Zenbooks ab. Grund soll Druck von Apple sein, das Pegatron mit einem Entzug von iPad-Aufträgen gedroht haben soll.

  1. Wegen Ivy Bridge Die Preise für Ultrabooks fallen
  2. Ultrabook Erste Benchmarks von Intels Ivy Bridge ULV
  3. Trinity AMDs Ultrabook-Erwiderung vielleicht erst im Juni 2012

Desktop-Roadmap: Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor
Desktop-Roadmap
Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

Mozilla hat seine Roadmap für die Desktopversion von Firefox aktualisiert und plant demnach für 2012 zahlreiche Neuerungen. Firefox bekommt ein Login, soll als Metro-Version für Windows 8 umgesetzt werden, Nutzer besser vor Tracking schützen und schneller werden.

  1. Browser Firefox 10.0.1 bringt Fehlerkorrekturen
  2. Firefox Neue Seite für neue Tabs
  3. Firefox Updates in aller Stille

  1. Re: Unsere tägliche Apple Meldung gib uns heute ...

    Blablablublub | 09:42

  2. Re: Schlag ins Gesicht für bewusste...

    AsoraX | 09:39

  3. Re: So was gibt es noch?

    Rapmaster 3000 | 09:36

  4. Re: Und ich dachte erst, Canonical hätte mal mehr...

    Tiles | 09:34

  5. Danke für die Antworten

    derKlaus | 09:33


  1. 09:29

  2. 08:55

  3. 08:33

  4. 08:17

  5. 08:13

  6. 06:01

  7. 18:20

  8. 18:13


Zum Artikel