E-Plus verlangt Gebühr bei Nichtnutzung einer Prepaid-Karte

Ein Euro Gebühr, wenn die SIM-Karte zwei Monate nicht genutzt wurde

E-Plus führt bei seinen Prepaid-Tarifen ab dem 1. September 2009 eine Gebühr ein, wenn die betreffende SIM-Karte zwei Monate nicht aktiv genutzt wurde. Wer zwei Monate lang keine Anrufe tätigt oder Kurzmitteilungen versendet, muss dann einen Euro bezahlen. Ein ähnliches Vorgehen traf kürzlich Klarmobil-Kunden.

Anzeige

Wer direkt bei E-Plus Kunde eines Prepaid-Tarifs ist, der länger als drei Monate läuft und mit dem mehr als zwei Monate keine Anrufe getätigt oder Kurzmitteilungen versendet wurden, wird derzeit von E-Plus per SMS über eine Änderung der Vertragsbedingungen informiert. Darin heißt es, dass Kunden ein Euro Gebühr bezahlen müssen, wenn zwei Monate in Folge weder telefoniert noch Nachrichten mit der SIM-Karte versendet wurden. Wenn aber auf der SIM-Karte kein ausreichendes Guthaben vorhanden ist, wird die Gebühr nicht abgebucht.

Dem Kunden wird aufgrund der Vertragsänderung ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Während E-Plus die Kunden lediglich per SMS über die Vertragsänderung informiert, bleibt dem Kunden nur die Möglichkeit, schriftlich zu kündigen. Wenn der Kunde nicht reagiert, wird das als Zustimmung zur Vertragsveränderung gewertet.

Diese Änderung bezieht sich nur auf Prepaid-Angebote der Marke E-Plus. Andere Marken wie Blau, Simyo oder Aldi Talk sind davon derzeit nicht betroffen.

E-Plus begründet die Vertragsänderung damit, dass dem Netzbetreiber Kosten entstehen, weil die Rufnummer der SIM-Karte vorgehalten und der Anschluss durch die Systemtechnik betreut werden muss. Jedoch bewarb die Mobilfunkbranche lange Zeit Prepaid-Angebote damit, dass sie ideal für Kunden seien, die nicht viel telefonieren. Nun hat diese Kundengruppe zumindest bei E-Plus und bei Klarmobil das Nachsehen.

Während E-Plus immerhin keine Gebühr verlangt, sobald der Nutzer die SIM-Karte innerhalb von zwei Monaten aktiv nutzt, fordert Klarmobil darüber hinaus einen monatlichen Mindestumsatz. Ansonsten wird auch dort eine Nichtnutzungsgebühr fällig. Während das Vorgehen von Klarmobil bislang als Ausnahme in der Branche galt, lässt der Schritt von E-Plus befürchten, dass Schritt für Schritt andere Anbieter nachziehen und ebenfalls Gebühren dafür verlangen, wenn mit Prepaid-SIM-Karten kein regelmäßiger Umsatz erzeugt wird. Damit würden schleichend verkappte Grundgebühren für Prepaid-Angebote eingeführt.


andreasw 24. Jan 2010

Nein, zu T-Mobile.

Vollhorst 14. Aug 2009

Und die Telekom ist das BGB?

Captain 13. Aug 2009

hmmm, wenn ich aus meinem Handy die Karte rausnehme, könnte ich immer noch Polizei...

the_spacewürm 13. Aug 2009

!!!

Spüler 13. Aug 2009

Hakle will jetzt eine Nichtnutzungsgebühr bei Toilettenpaier einführen. Sollte länger als...

Kommentieren


Grundlagen Computer / 14. Aug 2009

1 Euro für inaktive Prepaidkarte von E-Plus

Das Telefon-Blog für Verbraucher / 12. Aug 2009

E-Plus verlangt Nichtnutzungsgebühr von Prepaid-Kunden



Anzeige
  1. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  2. SAP BW Business Analyst (m/w)
    Fresenius Medical Care Asia-Pacific Limited, Hong Kong (China)
  3. SRM Senior Consultant (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  4. SAP Modulbetreuer mit dem Schwerpunkt Logistik (m/w) Betriebswirtschaftliche Systeme
    CQLT SaarGummi Deutschland GmbH, Wadern-Büschfeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Zum Artikel