Bittorrent wehrt sich gegen Behinderungen durch Provider

Kanadas Internet Service Provider stehen am Pranger

Das Unternehmen Bittorrent Inc. wehrt sich nach einem längeren Schlagabtausch mit Comcast in den USA nun gegen Störpraktiken in Kanada. Bell Canada, Rogers Communications und andere diskriminieren den Internetdatenverkehr, so der Vorwurf.

Anzeige

Das hinter dem Bittorrent-Client und dem Peer-to-Peer-Übertragunsprotokoll stehende Unternehmen Bittorrent Inc. wehrt sich öffentlich gegen Praktiken kanadischer Internet Service Provider, die die Übertragung gezielt ausbremsen. Mit einem Schreiben hat sich die Unternehmensführung an die Canadian Radio-Television and Telecommunications Commission (CRTC), die kanadische Aufsichtsbehörde für Rundfunk und Telekommunikation, gewandt. Bittorrent wirft Bell Canada, Rogers Communications und anderen ISPs vor, den Filesharing-Datenverkehr zu behindern und legt Beweise dafür vor.

Die Auseinandersetzung ist nicht neu: Wegen willkürlicher Diskriminierung des Internetdatenverkehrs hat die US-Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) dem zweitgrößten Breitbandanbieter des Landes, Comcast, im August 2008 die Auflage erteilt, seine Störpraxis einzustellen. Zugleich musste das Unternehmen der FCC neue Pläne zum Netzwerkmanagement vorlegen. Comcast hatte Deep Packet Inspection und TCP-RST-Injection zur Störung des P2P-Verkehrs eingesetzt.

Bittorrent Inc. hat seine DNA-Dienste Contentprovidern zur Verfügung gestellt, die so die Verteilung von Spielen und anderen großen Dateien über das Internet beschleunigen. Bei DNA kombiniert Bittorrent sein Übertragungsprotokoll mit dem Redundanz-Caching-Verfahren CDN (Content Distribution Network). Üblicherweise werde damit eine Beschleunigung von 80 Prozent erreicht, durch die Störmanöver der kanadischen ISPs komme Bittorrents DNA nur auf 30 Prozent.

Das Bittorrent-Protokoll programmierte Bram Cohen im Jahr 2001, um damit Dateien effizienter übertragen zu können. Downloads erfolgen über mehrere Quellen gleichzeitig: Wer etwas aus dem Internet herunterlädt, wird zugleich selbst zur Downloadquelle für andere. So wird die Last verteilt und im Idealfall eine höhere Downloadgeschwindigkeit erreicht. Das Unternehmen Bittorrent wurde im Jahr 2004 von Bram Cohen und Ashwin Navin gegründet.


Captain 27. Jan 2011

Man kann alles für einen Rechtsbruch nutzen, das kann auch keiner berücksichtigen. Wenn...

surfer222 03. Aug 2009

Aye Käptn! Dem schliese ich mich ohne Weiteren Kommentar an. Hisst die Segel, An die Wanten!

Alfrett 03. Aug 2009

Und was ist mit Tee? respektive Kabel Deutschland?

stimmt! 01. Aug 2009

vor 15 jahren war es wirklich noch uninteressant aber da wir in der heutigen zeit leben...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Automotive Steuergerätetest (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen bei Stuttgart
  2. Professur E-Business und Managementinformationssysteme
    Technische Hochschule Ingolstadt, Ingolstadt
  3. Anwendungs- / Softwareberater/in Unternehmenssteuerung
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Senior Business Analyst (m/w) Business Intelligence
    Unitymedia KabelBW GmbH, Köln

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. BESTSELLER: Game of Thrones - Die komplette 4. Staffel [Blu-ray]
    32,99€
  2. Game of Thrones - Staffel 4 (Digipack + Bonusdisc) (exkl. bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
    44,99€
  3. 2 TV-Serien auf Blu-ray für 30 EUR
    (u. a. Arrow, Person of Interest, Boardwalk Empire, Falling Skies, Shameless)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Zahlungsabwickler

    Paypal erstattet Rücksendekosten

  2. Daniel Stenberg

    HTTP/2 verbreitet sich schnell

  3. Asus ROG GR8 im Test

    Andere können's besser

  4. Nationales Roaming

    Telefónica legt heute 3G-Netze von O2 und E-Plus zusammen

  5. Tracking

    Klage gegen Googles Safari-Cookies hat Erfolg

  6. Orbit

    Bioware veröffentlicht quelloffenes Online-Framework

  7. Suchranking

    Googles neue Suchformel kann den Markt verändern

  8. Streaming

    Amazon-Streik auf Prime Instant Video ausgeweitet

  9. Netzwerk und Smartphone

    Huawei verdient 4,5 Milliarden US-Dollar

  10. Home Services

    Amazon vermittelt Handwerker



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Mini-Business-Rechner im Test: Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
Mini-Business-Rechner im Test
Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
  1. Shuttle DS57U Passiver Mini-PC mit Broadwell und zwei seriellen Com-Ports
  2. Broadwell-Mini-PC Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC
  3. Mouse Box Ein Mini-PC in der Maus

Bloodborne im Test: Das Festival der tausend Tode
Bloodborne im Test
Das Festival der tausend Tode
  1. Bloodborne Patch und PC-Petition
  2. Bloodborne angespielt Angsthase oder Nichtsnutz

Jugendliche und soziale Netzwerke: Geh sterben, Facebook!
Jugendliche und soziale Netzwerke
Geh sterben, Facebook!
  1. Nuclide Facebook stellt quelloffene IDE vor
  2. 360-Grad-Videos und neuer Messenger Facebook zeigt seinen Nutzern Rundumvideos
  3. Urheberrecht Bild-Fotograf zieht Abmahnung zum Facebook-Button zurück

  1. Re: Vorschlag an den Amazon Vorstand

    RapidStrikeCS-18 | 13:17

  2. Re: Und wie isser so?

    zu Gast | 13:17

  3. Re: Microsoft Werbung

    corpid | 13:17

  4. Re: Flüssig != 30 fps

    deutscher_michel | 13:17

  5. Re: Langsam wirds interessant

    pod4711 | 13:16


  1. 13:05

  2. 12:57

  3. 12:01

  4. 11:01

  5. 10:49

  6. 09:54

  7. 09:30

  8. 09:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel