Anzeige

Flash-Exploit betrifft Internet-Explorer- und Firefox-Nutzer

Kein Patch bis zum 30. Juli 2009

Adobes Anwendungen Reader, Acrobat und Flash sind wieder Ziele von Angriffen. Der plötzlich aufgetauchte Zero-Day-Exploit wird bisher von wenigen Virenscannern erkannt und lässt sich eigentlich nur mit drastischen Mitteln abwenden.

Anzeige

Adobe berichtet in einem Security Advisory von einem Zero-Day-Exploit, der gleich mehrere Anwendungen des Herstellers trifft. Adobe Flash (9 und 10), Reader 9 und Acrobat 9 können mit diesem Angriff zum Absturz gebracht werden. Anschließend kann der Angreifer das System unter Kontrolle bringen. Ob es Windows, MacOS X oder ein Unix ist, ist egal.

Genutzt wird die neue Lücke laut Internet Storm Center (ISC) bisher nur gegen Firefox- und Internet-Explorer-Anwender sowie durch gezielte Angriffe mit entsprechend manipulierten PDF-Dokumenten, die schädliche Flash-Inhalte in sich tragen. Ohne Flash-Komponente wäre Adobes PDF-Software davon nicht betroffen.

Wie bei einem Zero-Day-Exploit üblich schützt Antivirensoftware nur bedingt. Laut Virus Total, auf die sich das ISC bezieht, erkennt nur ein sehr geringer Teil der Virenscanner den Angriff. Die letzte Aktualisierung ist allerdings auf den gestrigen Abend datiert. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass nicht neue Angriffe mit veränderter Schadsoftware durchgeführt werden.

Das ISC kann bisher nur bestätigen, dass der Angriff beim Internet Explorer funktioniert und gezielt PDFs verschickt werden, um Systeme unter Kontrolle zu bringen.

Adobe empfiehlt das Löschen der authplay.dll aus den Windows-Programmverzeichnissen der betroffenen PDF-Produkte des Herstellers. Öffnet der Anwender allerdings eine PDF-Datei mit Flash-Inhalten, kann es zu einem Absturz des Programms kommen. Vista-Nutzer sollten zudem die Benutzerkontensteuerung alias User Account Control (UAC) aktivieren, um Schaden abzuwenden.

Da die Sicherheitslücke auch über Browser ausgenutzt werden kann, empfiehlt Adobe, nicht vertrauenswürdige Webseiten nur mit äußerster Vorsicht aufzusuchen. Das nützt allerdings nichts, da der Angriff über einen Hack auch normale Webseiten betreffen soll, die der Nutzer vielleicht als vertrauenswürdig einstuft.

Eine weitere Lösung wäre die Deinstallation des Flash Players, bis es eine Fehlerbehebung gibt. Von einer derartigen Empfehlung sieht Adobe natürlich ab. Adobe will das Problem am 30. Juli 2009 für Flash-Nutzer beheben. Es empfiehlt sich, nicht darauf zu warten, bis Adobes eigene Updateroutine die Fehlerbehebung entdeckt. Stattdessen sollte der Nutzer selbst am Tag der Veröffentlichung der Sicherheitsupdates aktiv werden. Das Update für den Flash Player 9 und 10 wird es zunächst nur für Windows, MacOS X und Linux geben. Solaris-Nutzer müssen sich gedulden.

Adobes Reader und Acrobat in der Version 9.12 wird am 31. Juli 2009 gepatcht. Zunächst nur für Windows und Mac-OS-Nutzer. Eine Unix-Version ist ebenfalls in der Entwicklung, allerdings weiß Adobe noch nicht, wann die Arbeiten abgeschlossen sind.


eye home zur Startseite
Authplay 29. Okt 2010

Die Datei ist nicht betroffen wenn sie 6.210.560 Bytes hat. Sagt apple-news.com...

knittern 02. Aug 2009

Ich nutze Flash schon deshalb nicht, weil ich keine LSOs auf meinem Computer haben...

coder222 31. Jul 2009

Haste mal kurz ein paar Mio € für Adobe zum Spenden? Dann können die auch eine Armee von...

me2 24. Jul 2009

Netscape: Internet Explorer: Und jetzt streitet euch welches von beiden das nützlichere...

hauptbahnhof 24. Jul 2009

Sicher? Ich dachte immer es wird nur # check architecture $print i=[3+] get sr -pp ij...

Kommentieren


hep-cat.de / 23. Jul 2009



Anzeige

  1. IT-Service Architekt/-in Messen & Events
    Daimler AG, Stuttgart
  2. App-Entwickler (m/w)
    über Kilmona PersonalManagement GmbH, München
  3. Software Entwickler Java (m/w)
    über Hanseatisches Personalkontor München, München
  4. IT Consultant Hybris Marketing (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Overwatch im Test

    Superhelden ohne Sammelsucht

  2. Mobilfunk

    Wirtschaftssenatorin will 5G-Testbed in Berlin durchsetzen

  3. Streit der Tech-Milliardäre

    Ebay-Gründer unterstützt Gawker im Streit mit Hulk Hogan

  4. Siri-Lautsprecher

    Apple setzt auf Horch und Guck

  5. Soylent-Flüssignahrung

    Die Freiheit, nicht ans Essen zu denken

  6. Fraunhofer IPMS

    Multispektralkamera benötigt nur ein Objektiv

  7. Transformer 3 (Pro)

    Asus zeigt Detachables mit Kaby Lake

  8. Delock DL-89456

    Netzwerkkarte für 2.5 und 5GbE

  9. Bezahlsystem

    Apple will Pay zügig in Europa ausweiten

  10. Überwachung

    Aufregung um Intermediate-Zertifikat für Bluecoat



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. IT-Sicherheit SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen
  2. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  3. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben

Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

  1. Re: Neee, dass ist gar nicht für Diäten gedacht!

    Mithrandir | 14:29

  2. Re: Zur Eröffnung einer Akkufabrik ...

    photoliner | 14:29

  3. Re: Schlafen und aufs Klo gehen ist auch nervig

    Doedelf | 14:28

  4. Wär doch ein guter Lösungsansatz für Orthorexie

    b10111 | 14:28

  5. Re: Bester Egoshooter seit langem

    ShielD | 14:28


  1. 14:00

  2. 13:28

  3. 13:08

  4. 12:54

  5. 12:02

  6. 11:39

  7. 11:28

  8. 11:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel