Fujifilms S200EXR speichert Rohdaten des EXR-Sensors

Bridgekamera mit 14,3fachem Zoom

Fujifilm baut seine Kameraserie mit Super-CCD-EXR-Sensor aus. Die Bridgekamera S200EXR speichert erstmals neben JPEGs auch Rohdaten des Sensors. Damit steht der hochwertigen Nachbearbeitung der Aufnahmen nichts mehr im Wege.

Anzeige

Die S200EXR ist mit dem gleichen Sensor ausgestattet wie die FinePix F200 EXR, das erste Modell der EXR-Serie. Der Super-CCD-EXR-Sensor ist 1/1,6 Zoll groß und erreicht eine Auflösung von 12 Megapixeln.

Das Zoomobjektiv deckt einen Brennweitenbereich von 30,5 bis 436 mm (KB) ab. Die Anfangslichtstärken liegen bei F2,8 und F5,3. Gegen Verwackler wurde ein Bildstabilisator integriert. Zoom- und Fokusring vermitteln das Gefühl einer Spiegelreflexkamera. Der elektronische Sucher erinnert den Fotografen allerdings sofort daran, dass die S200EXR eine Bridgekamera ist. Außerdem steht ein 2,7 Zoll großes Display mit 230.000 Bildpunkten zur Verfügung.

Im EXR-Modus "Hohe Lichtempfindlichtkeit und geringes Bildrauschen" bündelt die Kamera zwei benachbarte Pixel derselben Farbe. Wird die Kamera auf erweiterten Dynamikumfang geschaltet, werden die benachbarten Pixel auf dem Sensor unterschiedlich lange belichtet. Dabei werden zwei 6-Megapixel-Bilder parallel aufgenommen und anschließend zu einem Bild mit weitem Dynamikumfang zusammengefasst. Die Empfindlichkeit des Sensors reicht bei voller Auflösung bis ISO 3.200. ISO 6.400 und ISO 12.800 sind nur bei einer herabgesetzten Auflösung von 6 respektive 3 Megapixeln möglich.

Der neue Modus "EXR AUTO" sorgt für eine automatische Motiverkennung. Die Kamera kann zwischen sechs Motivarten wie Porträt, Landschaft, Makro, Gegenlichtporträt, Nacht und Nachtporträt unterscheiden.

Verminderte Schärfentiefe als Zusatzprogramm

Die auch bei der neuen Fujifilm FinePix F70EXR vorhandenen Modi Pro Focus und Pro Low Light machen zwei bis vier Bilder hintereinander und verrechnen sie miteinander. Bei Pro Focus wird die Schärfe verändert, um letztlich ein Motiv mit unscharfem Hintergrund und scharfem Motiv zu erreichen. Diese bewusste Reduktion der Schärfentiefe ist bei Kompaktkameras auf optischem Wege kaum erreichbar, bei Bridgekameras mit einem großen Objektiv, wie es bei der S200EXR eingesetzt wird, ist es jedoch verwunderlich, dass der Effekt simuliert werden muss.

Der Modus "Pro Low Light" macht zwar ebenfalls schnelle Serienaufnahmen, aber mit einem anderen Ziel: der Rauschreduktion. Die Kamera verrechnet dazu vier Bilder zu einem einzigen. Mit dieser Methode sollen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen Aufnahmen mit geringem Rauschen erzeugt werden.

Die integrierten Filmsimulationsmodi sind eine alte Spezialität von Fujifilm. In der aktuellen Version versucht die Kamera, alte Analogfilme wie Provia, Astia und Velvia nachzuahmen. Außerdem beherrscht sie eine filmunspezifische Sepia- und Schwarz-Weiß-Umwandlung. Die Kamera S200EXR kann im Gegensatz zu den anderen Fujifilm-Geräten sogar ganze Belichtungsreihen mit unterschiedlichen Filmsimulationen anfertigen. Eine andere Form der Belichtungsreihe fertigt Aufnahmen mit wechselndem Dynamikumfang an. Da verblasst die dritte Funktion förmlich, die nur mit dem Belichtungszeitraum jongliert. Sie ist aber für HDR-Aufnahmen essenziell.

RAW- und JPEG-Aufnahmen kombiniert

Die Finepix S200EXR kann als erste der drei Kameras mit Super CCD EXR neben JPEGs auch Rohdatenaufnahmen speichern. Auf Wunsch wird bei einer Aufnahme parallel ein JPEG und ein RAW gespeichert.

Der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku soll für 370 Fotos ausreichen, bis er wieder aufgeladen werden muss. Neben Fotos kann die Kamera auch Videos mit VGA-Auflösung auf SD(HC)-Karten aufnehmen. Die Fujifilm S200EXR misst 133 x 94 x 145 mm und wiegt ohne Akku 820 Gramm. Die Kamera soll ab Anfang September 2009 für rund 500 Euro in den Handel kommen.


dada 23. Jul 2009

Aber tierisch unpraktisch.

muh. 23. Jul 2009

Die "erste der drei Kameras mit Super CCD EXR", die Rohdaten speichern kann. Mehr Kaffee?

knips 23. Jul 2009

Lichtstarke Objektive haben tendenziell größere Linsendurchmesser. Vermutlich ist das...

KMX 23. Jul 2009

die S100FS hatte das noch, und eigentlich hatte ich auf einen adäquaten Nachfolger...

KMX 23. Jul 2009

Nein, hier wird gottseidank ein richtig guter Akku samt Ladegerät mitgeliefert. Einer...

Kommentieren




Anzeige

Anzeige

  1. SW-Entwickler für kartenbasierte "Connected Services" (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. Software Developer / Architect SAP NetWeaver (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  3. Softwareentwickler für Embedded C++ (m/w)
    Basler AG, Ahrensburg (bei Hamburg)
  4. Junior Testmanager eCommerce (m/w)
    exali GmbH, Augsburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. EU-Datenschutzreform

    Einigung auf Öffnungsklauseln für die Verwaltung

  2. Abzocke

    Unbekannte kopieren deutsche Blogs

  3. Digitale Agenda

    Ein Papier, das alle enttäuscht

  4. WRT-Node

    Bastelplatine mit OpenWRT und WLAN

  5. Spiegelreflexkamera

    Schwarzer Punkt gegen helle Punkte der Nikon D810

  6. Cliffhanger Productions

    Shadowrun Online und die Nano-Drachen

  7. Star Citizen

    52 Millionen US-Dollar für ein Jetpack

  8. Virtualisierung

    Parallels Desktop 10 macht Tempo

  9. Zertifikate

    Google will vor SHA-1 warnen

  10. Mitfahrdienst auf neuen Wegen

    Uber will eigenen Lieferservice aufbauen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Frauen und IT: "Frauen sind Naturtalente im Programmieren"
Frauen und IT
"Frauen sind Naturtalente im Programmieren"
  1. Payfriendz Geld kostenlos per App überweisen
  2. Kreditech Deutsches Startup bekommt 40 Millionen US-Dollar
  3. Internetunternehmen Startup-Zentrum Factory in Berlin eröffnet

Virtual Reality: Wann kommt die Revolution?
Virtual Reality
Wann kommt die Revolution?
  1. Cyberith Virtualizer ausprobiert Virtuelles Laufen ist anstrengend
  2. Cyberith Virtualizer In die Socken, Kickstart, los!
  3. Gear VR Samsungs VR-Brille soll auf der Ifa vorgestellt werden

Golem pur: Golem.de startet werbefreies Abomodell
Golem pur
Golem.de startet werbefreies Abomodell
  1. In eigener Sache Golem.de definiert sich selbst

    •  / 
    Zum Artikel