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LHC-Neustart voraussichtlich erst im November 2009Lecks im Heliumsystem verzögern die Inbetriebnahme noch einmal
Die Wiederinbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) wird sich noch einmal verzögern. In zwei Sektoren wurden Lecks im Kühlsystem gefunden. Im vergangenen Monat hatte der LHC-Betreiber, das europäische Kernforschungszentrum (CERN) in Genf, bereits von Hinweisen auf weitere Schwachstellen gesprochen.
Zwei Sektoren teilweise erwärmen Um die Schäden zu reparieren, müssen die betroffenen Sektoren 8-1 und 2-3 teilweise von 80 Kelvin, etwa minus 190 Grad Celsius, auf Zimmertemperatur aufgewärmt werden. Die Lecks sind zwischen dem Helium-System und dem umgebenden Vakuumsystem, das zur Isolierung dient, aufgetreten. Durch die Arbeiten könne der LHC erst im November wieder in Betrieb genommen werden, teilte das CERN mit. Wegen der Verzögerungen durch die Reparaturarbeiten nach dem Zwischenfall im September 2008 hat das CERN im Frühjahr 2009 angekündigt, dieses Jahr voraussichtlich nicht die übliche Winterpause einzulegen. Im September 2008 war an einer Schweißverbindung zwischen zwei supraleitenden Magneten ein Lichtbogen entstanden, der einen Heliumtank beschädigte. Durch das Loch waren rund 6 Tonnen Helium entwichen. Das flüssige Helium kühlt die supraleitenden Magnete auf 4,5 Kelvin. Letzte Überprüfung im August Nach dem Zwischenfall mussten alle Schweißverbindungen an den rund 1.700 Magneten überprüft werden. Dazu war die Temperatur der Magnete von 4,5 Kelvin auf 80 Kelvin angehoben worden. Anfang August steht die Überprüfung der letzten drei Sektoren an. Während der Reparaturarbeiten mussten einige der tonnenschweren Magnete ausgebaut und an die Oberfläche gebracht werden. Zudem wurde ein Sicherheitssystem eingebaut, das sogenannte Quench Protection System (QPS), das einen Schaden, wie er im vergangenen Jahr aufgetreten ist, in Zukunft verhindern soll. Dieses System soll im Spätsommer 2009 einsatzbereit sein.
Der Anfang September 2008 in Betrieb genommene LHC ist der derzeit leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. In der 27 Kilometer langen, ringförmigen Anlage wollen die Forscher einige grundlegende Fragen der Teilchenphysik klären. (wp)
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