Wenn der Geldautomat Pfefferspray versprüht

Zweifelhafter Manipulationsschutz in Südafrika getestet

Manipulationen an Geldautomaten nehmen weltweit zu. Besonders beliebt ist Skimming, wobei die Daten der Geldkarten unbemerkt kopiert werden. Eine Bank in Südafrika setzt als Gegenmaßnahme jetzt auf Pfefferspray.

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Wer in Südafrika am Automaten Geld holen will, sollte in Zukunft besonders auf der Hut sein. Drohte bisher Gefahr von Straßenräubern oder manipulierten Geldautomaten, wird der Geldautomat jetzt selbst zur Gefahrenquelle. Das mussten drei Wartungstechniker Anfang Juli 2009 am eigenen Leib erfahren. Bei einer Routineüberprüfung an einem Automaten der Absa-Bank besprühte sie der Automat mit hoch aggressivem Pfefferspray, berichtet die Zeitung Mail & Guardian aus Johannesburg in ihrer Onlineausgabe. Die Techniker mussten im Krankenhaus wegen Atemwegsreizungen behandelt werden.

Patrick Wadula, Sprecher der Absa-Bank, bedauerte den "unglücklichen Vorfall" und betonte, dass keine Kunden betroffen waren. Allerdings breitete sich die Pfeffer-Gaswolke im Einkaufszentrum in Fish Hoek aus, in dem sich der Automat befindet.

Den Technikern wurde ein neues Schutzverfahren zum Verhängnis. Um das zunehmende Skimming zu verhindern, hatte die Absa-Bank in den Geldautomaten eine mit Videokameras unterstützte Manipulationserkennung eingebaut. Sobald der Automat bei der Auswertung der Videobilder eine Manipulation am Kartenschlitz vermutet, werden die vor dem Automaten stehenden Menschen mit Pfefferspray eingesprüht. Wird das Spray eingeatmet und gelangt es in die Augen, löst es neben akuter Atemnot auch zeitweilige Sehstörungen aus. Gleichzeitig schickt der Automat ein Notsignal an die Polizeibehörden. Sie sollen dann die desorientierten, mutmaßlichen Automatenräuber festnehmen.

Nach Angaben der britischen Zeitung Guardian werden die wehrhaften Geldautomaten bereits an elf besonders gefährdeten Standorten eingesetzt. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, plant die Bank den landesweiten Einsatz solcher Automaten. [von Robert A. Gehring]


just0,02 05. Jan 2010

Ja und? In Südafrika sind Mitarbeiter keine Menschen? Mir ist die Formulierung auch sauer...

meoper 21. Jul 2009

Ach gibt es den? Lustig, dass es doch dauernd irgendwelche Menschen schaffen diesen auch...

DieFeder 21. Jul 2009

Mein Fav waren die vorgespannten Stahlfedern, die dem Carjacker die Unterschenkel...

Fleischermeister 21. Jul 2009

Was sind denn Kudedn? Du meinst sicherlich Kuddeln!

ABC-Alarm 21. Jul 2009

Klar hilft da eine Atemschutzmaske - schützt dann gleichzeitig vor der...

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