Microsoft macht Feynman-Vorlesungen online zugänglich

Gates: Videos von Vorlesungen sollen Jugendliche für Wissenschaft begeistern

Bill Gates hat die Rechte an Videoaufnahmen von mehreren Vorlesungen des bekannten Physikers Richard Feynman erworben. Microsoft Research hat in Gates' Auftrag die Videos aufbereitet und im Netz zur Verfügung gestellt.

Anzeige

Bill Gates und Microsoft Research haben Videos von Vorlesungen des Physikers Richard Feynman im Internet zugänglich gemacht. Feynman hatte die Vorlesungsreihe "The Character of Physical Law" (deutsch etwa: Das Wesen physikalischer Gesetze) 1964 an der Cornell Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York gehalten. Ziel sei, so Microsoft, junge Menschen für Naturwissenschaften, insbesondere Physik, zu begeistern.

Der Wissenschaftler war auch für seinen unterhaltsamen Vorlesungsstil bekannt. "Kein anderer konnte Wissenschaft so unterhaltsam und spannend vermitteln wie Richard Feynman", sagte Gates, der vor 20 Jahren die von der BBC gefilmten Vorlesungen zum ersten Mal sah. Er kaufte kürzlich die Rechte an den Videos und hat sie von Microsoft Research unter dem Namen Project Tuva zugänglich machen lassen. "Feynman hat sich sein Leben lang darum bemüht, Wissenschaft verständlich zu machen, deshalb bin ich sicher, dass er begeistert wäre, dass jetzt jedermann auf der ganzen Welt seine Vorlesungen erleben kann."

Atombombe und Quantenelektrodynamik

Feynman gilt als einer der führenden Physiker des 20. Jahrhunderts. Im Jahr nach den Cornell-Vorlesungen erhielt er zusammen mit Shinichiro Tomonaga und Julian Schwinger den Nobelpreis für seine Arbeit zur Quantenelektrodynamik. In den 40er Jahren war er an der Entwicklung der Atombombe beteiligt gewesen.

Die Videos stehen kostenlos bereit. Um sie anzuschauen, müssen Nutzer die Microsoft-Software Silverlight installieren. Die erlaubt es, nicht nur die Videos anzuschauen, Nutzer können unter anderem auch nach bestimmten Themen der Vorlesungen suchen oder über Links zusätzliche Inhalte aufrufen.

Tuva or Bust!

Der Projektname bezieht sich auf die kleine autonome Republik Tuwa, die zwischen der Mongolei und Russland liegt. Der Briefmarkensammler Feynman war auf das Land wegen seiner schönen Briefmarken gestoßen. Es wurde sein Lebenstraum, einmal dorthin zu reisen. Erst mit den Reformen in der Sowjetunion Ende der 80er Jahre rückte der Plan, in die Sowjetrepublik zu reisen, in greifbare Nähe. Es sollte jedoch nicht mehr dazu kommen: Feynman erlag im Februar 1988 einer Krebskrankheit. Kurz danach traf ein Brief der Sowjetbehörden mit dem Visum ein. In dem 1991 erschienenen Buch "Tuva or Bust!" schildert der mit Feynman befreundete Autor dessen Bemühungen, in das Land im Zentrum Asiens zu reisen.


Danke! 17. Jul 2009

Der silverlight-Link ist down mit "Server Error in '/' Application.". Danke für diese...

irata 17. Jul 2009

Deine sexuellen Neigungen mögen ja interessant sein, aber der Zusammenhang zu Mr...

kriti__________... 16. Jul 2009

na und? wenn coca cola kostenlose coladosen verteilt dann nimmst du die etwa auch nicht...

NoTrust 16. Jul 2009

das eine schließt das andere nicht aus.

Captain 16. Jul 2009

aber recht hat er...

Kommentieren




Anzeige
  1. Support Engineer (m/w) Chromeleon Level 3/4-Support
    Thermo Fisher Scientific | Dionex Softron GmbH, Germering bei München
  2. Senior System Engineer Hardware / Software (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  3. Software Integration Manager (m/w)
    AFRA GmbH, Erlangen
  4. Junior Softwareentwickler (m/w) mit Schwerpunkt iOS
    TeamViewer GmbH, Stuttgart-Vaihingen, Göppingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Buffalo Technology

    Festplatte mit DDR3-RAM kratzt an SSD-Leistung

  2. Offene Formate in Deutschland

    "Passiert ist nix!"

  3. Next Browser angeschaut

    Android-Browser mit Gestensteuerung

  4. Kinect für Windows

    Xbox-One-Sensor kommt 2014 auch für PC

  5. Chrome 28 Beta

    Blink sorgt für kürzere Ladezeiten

  6. Scanadu Scout

    Tricorder für 200 US-Dollar

  7. Steifes Kabel

    iPhone am Schwanenhals

  8. Need for Speed Rivals

    Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

  9. Digitimes

    Windows-8-Tablets sollen 8 Prozent des Marktes erreichen

  10. Doc Patch

    Das Grundgesetz wird Open Data



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Steve Wilhite: Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates
Steve Wilhite
Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates

Steve Wilhite, früherer Mitarbeiter von Compuserve, hat einen Webby Award für die Entwicklung des Grafikformates Gif erhalten. Aus diesem Anlass hat der Erfinder noch einmal auf der korrekten Aussprache beharrt.

  1. Adobe Photoshop Express jetzt auch für Windows 8
  2. World Press Photo Award Wie viel Photoshop verträgt ein Reportagebild?
  3. Animation Motion-Capture-Verfahren ohne Marker

Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Zum Artikel