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Auch OCZ und Kingston tauschen Elpida-Speicher umDDR3-Speicher mit 2.000 MHz weiterhin unzuverlässig
Speichermodule mit effektiv 2 GHz Takt auf Basis der Hyper-Chips von Elpida sind weiterhin umstritten. Corsair hatte vor wenigen Tagen den Verkauf gestoppt und Kunden einen Austausch angeboten, bei dem diese sogar die Menge des Speichers kostenlos verdoppeln konnten. Dem Unternehmen zufolge sollen die Rücklaufquoten der "Dominator GT" genannten Riegel rund 50 Prozent
betragen.
OCZ, welche die umstrittenen Elpida-Chips ebenfalls verbauen, kann derart häufige Ausfälle nicht nachvollziehen, wie das Unternehmen in seinem eigenen Forum feststellt. Dennoch habe man die Verwendung von Elpida-Chips vorerst eingestellt. Kunden, die mit den 2-GHz-Modulen Schwierigkeiten haben, sollen sie gegen ein anderes OCZ-Produkt umtauschen können oder den Kaufpreis erstattet bekommen. Dafür sollen sich die Käufer über RMA-Formulare an OCZ wenden. Als einen Grund für das Austauschangebot nennt OCZ einen Test von Anandtech. Jedes 2-GHz-Modul verschiedener Hersteller war darin nach Darstellung der Tester auffällig. Von sporadischen Problemen mit einem einzelnen Modul bis zum Totalausfall der gesamten Speicherriegel aus einem Kit mit drei Modulen reichten die Schwierigkeiten. Sämtliche Module waren mit den Hyper-Chips von Elpida bestückt. Diese Bausteine sind derzeit die einzigen DDR3-DRAMs, die effektiv 2 GHz bei Spannungen von 1,65 Volt erreichen sollen. Anandtech zufolge fielen einige der Module schon aus, wenn sie mit der für DDR3 spezifizierten Spannung von 1,5 Volt betrieben wurden. Für höhere Takte sind jedoch auch höhere Spannungen nötig, Intel beispielsweise garantiert den problemlosen Betrieb des Speichercontrollers im Core i7 mit bis zu 1,65 Volt. Elpida soll den Betrieb der Chips laut Anandtech mit bis zu 1,85 Volt spezifizieren, was jedoch aus den bisher veröffentlichten Datenblättern der Elpida-Bausteine nicht hervorgeht. Neben einigen anderen Herstellern verbaut auch Kingston die Hyper-Chips von Elpida auf seinen schon länger so bezeichneten Modulen der Serie "HyperX". Die Produktion dieser Module hat Kingston jedoch einer Stellungnahmen zufolge, die Golem.de vorliegt, nicht eingestellt. Das Unternehmen stellt fest: "Wir haben einige spezielle Verbesserungen in der Produktion und bei den Tests vorgenommen, um alle Probleme mit DRAMs abfangen und lösen zu können. Derzeit konnten die Probleme bei allen Lagerbeständen entdeckt und gelöst werden." Die erfolgreiche Partnerschaft mit Elpida, so Kingston weiter, wolle man fortsetzen. Ähnlich wie OCZ will Kingston die Module mit den Elpida-Chips bei 2 GHz effektivem Takt aber austauschen, wenn ein Anwender damit Probleme feststellt. Der übliche Weg für eine Anfrage ist auch hier ein RMA-Formular. Eine Stellungnahme von Elpida steht noch aus. (nie)
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