Festplatten- und SSD-Ärger mit den neuen Macbook-Pros

EFI-Version 1.7 schaltet SATA für 3 GBit/s frei, macht aber Probleme

Viele Apple-Kunden können seit einem Firmwareupdate nicht mehr richtig mit ihren neuen Macbook-Pro-Systemen arbeiten. Der Hersteller lässt die Kunden bisher mit dem Problem alleine, dabei hat er es wissentlich verursacht.

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Seit Apple am 22. Juni 2009 das "Macbook Pro EFI Firmware Update 1.7" veröffentlicht hat, berichten Kunden im offiziellen Apple-Support-Forum von gravierenden Problemen. Entweder ist das jeweilige Macbook Pro (MBP) in kurzen Abständen immer wieder komplett ausgelastet und reagiert nicht mehr, oder das Booten von Festplatte oder SSD ist nicht mehr möglich.

Betroffen sind laut Kundenberichten Rechner, die vom Kunden, Apple-Partner oder Apple-Store mit anderen Festplatten oder SSDs versehen wurden, als es bei der Standardausstattung der Fall ist. Laufwerke, die nicht mit eigener Apple-Firmware auf SATA mit 1,5 GBit/s limitiert sind, sondern auch 3 GBit/s beherrschen, können nach dem Update für Probleme sorgen. Zumindest ein Nutzer berichtet, dass er das Problem mit einer Western Digital (WD) Scorpio Blue nicht nachvollziehen könne - trotz 3 GBit/s. Manche Festplattenhersteller wie Western Digital bieten zudem die Möglichkeit, ihre Festplatten mittels einer Steckbrücke auf 1,5 GBit/s zu limitieren.

In der Beschreibung von Apple heißt es nur lapidar: "Dieses Update ermöglicht Laufwerken Übertragungsraten von über 1,5 GBit/s, Apple hat diese Laufwerke jedoch weder freigegeben noch für tragbare Mac-Computer angeboten und ihre Nutzung bleibt nicht unterstützt. Alle vorherigen und aktuellen Apple-Tragbaren mit SATA-Laufwerksschnittstelle beinhalten eine SATA-1.5-GBit/s-Festplatte."

SATA 3 GBit/s war bei den im Juni 2009 vorgestellten Macbook Pro erst deaktiviert, wurde dann aber nach Kundenprotesten mit dem EFI-Update 1.7 eingeschaltet. Erst damit können besonders schnelle SSDs ihr volles Tempo in einem Macbook Pro ausspielen. Apple selbst verbaut laut Kundenberichten auch weiterhin in Rechnern, die mit EFI 1.7 ausgeliefert werden, nur Festplatten und SSDs mit 1,5-GBit/s-SATA-Unterstützung.

Keine Lösung für schnellere Laufwerke

Wer sich nun statt eines der Standardlaufwerke ein 3-GBit/s-kompatibles hat einbauen lassen oder das selbst getan hat, kann folglich mit dem neuen EFI Probleme bekommen. Falls das der Fall ist, steht der Kunde meist im Regen und muss sich mit dem Apple- oder Händlersupport auseinandersetzen.

Dabei stellt sich die Frage, warum Apple die Unterstützung für 3 GBit/s über SATA erst per Firmwareupgrade nachreichte - und warum diese dann nicht wie auch bei den Vorgängermodellen und bei Notebooks anderer Hersteller funktioniert. Eine Theorie der Kunden: Das von Apple verbaute SATA-Kabel könnte eine Fehlerquelle sein, belegt ist das bisher aber noch nicht. Andere vermuten ein Controllerproblem.

Apple hat es bisher weder geschafft, eine ordnungsgemäß arbeitende Firmware nachzureichen, noch können Kunden selbst ein Firmwaredowngrade durchführen. Das würde dann zwar nur 1,5 GBit/s über SATA beherrschen, was zumindest schnelle SSDs ausbremst, aber wenigstens könnten die neuen Macbook Pros damit fehlerfrei arbeiten.

Kunden raten: Abwarten

Käufer raten sich deshalb gegenseitig dazu, mit dem Firmwareupgrade zu warten. Oder bei den langsamen Apple-SSDs oder Standardplatten zu bleiben, bis Apple den gravierenden Fehler beseitigt hat. Im Golem-Test fiel die Firmwareproblematik nicht auf, weil bei den beiden getesteten 13-Zoll-Macbook-Pros offenbar Festplatten mit Apple-Firmware verbaut waren.


dommeldidumm 10. Jul 2009

...

samy 09. Jul 2009

http://forum.golem.de/read.php?31017,1662142,1662142#headline_body Soviel zu dem Thema...

samy 09. Jul 2009

Nur sehe ich Gleichsetzung von Apple/Mac und Linux bzgl. der Missionierung anders. Ich...

wing 09. Jul 2009

... die kleine Schwankung gab es schon einmal im Februar - hier von einem Trend zu...

samy 09. Jul 2009

http://www.youtube.com/watch?v=CZGIn9bpALo&feature=PlayList&p=7E799F1D94D41C9C&playnext=1...

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