Anzeige

Schwere technische Mängel bei der Gesundheitskarte

Praxistest in der Modellregion Bochum-Essen zeigt kaum Vorteile

Ein zweijähriger Test der Gesundheitskarte in einer deutschen Modellregion hat gravierende Mängel bei den technischen Anwendungen gezeigt. Das Ausstellen eines elektronischen Rezepts dauerte doppelt so lange wie bei der bisherigen Papierform, die digitale Kommunikation der Ärzte funktionierte nicht und die Notfalldateien waren kaum benutzbar.

Anzeige

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll den Aufbau einer Telematik-Infrastruktur einleiten, die ein effizienteres und leistungsfähigeres Gesundheitssystem ermöglicht. Wie das ARD-Magazin Monitor berichtet, hat ein heute abgeschlossener zweijähriger Test der Karte in der Modellregion Bochum-Essen aber gravierende Mängel bei den wichtigsten Features gezeitigt.

Laut Aussage der beteiligten Ärzte dauerte das elektronische Ausstellen eines Rezepts doppelt so lange wie das bisherige Ausdrucken und handschriftliche Unterzeichnen der Verordnung. Die digitale Kommunikation zwischen den Ärzten funktionierte nicht und das Einpflegen der wichtigen Notfalldaten sei kompliziert und zeitaufwendig.

Ursprünglich sollte die Gesundheitskarte 2006 kommen. Technische Probleme und Proteste wegen mangelnden Datenschutzes durch die zentrale Datenspeicherung führten mehrfach zu Verzögerungen.

Jürgen Wasem, Berater von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), erklärte dem TV-Magazin, auf den geplanten Start solle zunächst verzichtet werden, da die Karte nicht alle Leistungen erbringe. Wasem ist Vorsitzender des Bewertungsausschusses für ärztliche Leistungen und des Wissenschaftlichen Beirats zum Risikostrukturausgleich.

Zudem droht laut Monitor eine Kostenexplosion: Kalkuliere das Gesundheitsministerium noch mit 1,4 Milliarden Euro, gehe die Beratungsfirma Booz Allen Hamilton in einer von der Gematik beauftragten Studie bereits von Kosten zwischen 2,8 bis 5,4 Milliarden Euro aus. Die Gematik ist verantwortlich für Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der E-Gesundheitskarte. Im schlimmsten Fall erwartet die Gematik, dass die vollständige Funktionsfähigkeit erst in acht bis zehn Jahren erreicht wird, sagte Gematik-Sprecher Daniel Poeschkens dem TV-Magazin. Dann könnten die Gesamtkosten auf 14,1 Milliarden Euro steigen.


eye home zur Startseite
Der Kaiser! 06. Jul 2009

to be Ruhig 02. Jul 2009

... ein Patient der sich von Arzt A zu Arzt B schicken lässt, bei dem ist anzunehen, dass...

AndyFastest 02. Jul 2009

also ich habe noch keine "Schwester" in einer Arztparxis gesehen, wenn, dann sind das...

Bildgeber 02. Jul 2009

Bei uns wars auch lustig. Wir waren da bei den Radios halt im Rahmen der Uni-Vorlesungen...

Kommentieren


Die Krankheitskarte / 03. Jul 2009



Anzeige

  1. Trainee (m/w) IT-Anwendungen
    Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
  2. IT-Scrum Master Payment Solutions (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Technical Manager (m/w)
    Cambaum GmbH, Baden-Baden
  4. Projektmanager (m/w)
    T-Systems International GmbH, Berlin, Bonn, Darmstadt, München, Münster

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. Fallout 4 Uncut USK 18 - PS4
    24,99€ inkl. Versand
  2. Fallout 4 Uncut USK 18 - Xbox One
    24,99€ inkl. Versand
  3. World of Warcraft - PC
    4,99€ inkl. Versand

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Section Control

    Bremsen vor Blitzern soll nicht mehr vor Bußgeld schützen

  2. Beam

    ISS-Modul erfolgreich aufgeblasen

  3. Arbeitsbedingungen

    Apple-Store-Mitarbeiterin gewährt Blick hinter die Kulissen

  4. Modulares Smartphone

    Project-Ara-Ideengeber hat von Google mehr erwartet

  5. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  6. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  7. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  8. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  9. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  10. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Googles Neuvorstellungen: Alles nur geklaut?
Googles Neuvorstellungen
Alles nur geklaut?
  1. Google I/O Android Auto wird eine eigenständige App
  2. Jacquard und Soli Google bringt smarte Jacke und verbessert Radar-Chip
  3. Modulares Smartphone Project Ara soll 2017 kommen - nur noch teilweise modular

Cloudready im Test: Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
Cloudready im Test
Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
  1. Chrome OS Android-Apps kommen auf Chromebooks
  2. Acer-Portfolio 2016 Vom 200-Hz-Curved-Display bis zum 15-Watt-passiv-Detachable

Unternehmens-IT: Von Kabelsalat und längst überfälligen Upgrades
Unternehmens-IT
Von Kabelsalat und längst überfälligen Upgrades
  1. Sprachassistent Voßhoff will nicht mit Siri sprechen
  2. LizardFS Software-defined Storage, wie es sein soll
  3. HPE Hyper Converged 380 Kleines System für das schnelle Erstellen von VMs

  1. Re: Tesla kann auch nix

    Maximilian_XCV | 15:11

  2. Re: Die Stasi war dagegen harmlos...

    motzerator | 15:10

  3. Re: Das gibts doch schon ewig?

    SamSam | 15:10

  4. Re: Rechtschreibung

    Keep The Focus | 15:09

  5. Re: Wann wird autonomes Fahren endlich zur Pflicht?

    Sharra | 15:09


  1. 12:45

  2. 12:12

  3. 11:19

  4. 09:44

  5. 14:15

  6. 13:47

  7. 13:00

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel