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Milepost GCC soll Entwickler und Software schneller machenCompiler nutzt künstliche Intelligenz zur Code-Optimierung
Der an IBMs Forschungszentrum Haifa in Israel entwickelte Compiler soll in IBM-internen Tests auf einem System-p-Rechner zu einer Leistungssteigerung der im System genutzten Software um 18 Prozent geführt haben. Vor allem Softwareentwickler sollen von der neuen Technik profitieren, da sie ihre Anwendungen deutlich schneller als bisher fertigstellen können, so IBM.
Der Compiler entstand im Rahmen des von der EU geförderten Milepost-Konsortiums und soll die Entwicklungszeit von Software verkürzen. Applikationen sollen sich damit schneller auf eine Zielarchitektur anpassen lassen, was Entwicklungszyklen verkürzt. Laut IBM kann Milepost GCC die Zeit, die notwendig ist, um bestehende Applikationen mit akzeptabler Geschwindigkeit beispielsweise auf ein neues Telefon zu portieren, um 90 Prozent verkürzen. Milepost GCC lernt, wie sich aus einer Hardwareplattform die höchste Leistung herauskitzeln lässt, erklärt Bilha Mendelson, der bei IBM Research für das Thema Code-Optimierung verantwortlich ist. Dazu wurde der Compiler um Schnittstellen ergänzt, über die der Compiler auf Plug-ins für künstliche Intelligenz zugreifen und sich Optimierungsvorschläge holen kann. Letztendlich sollen Anwendungen durch die Optimierungen auf die jeweilige Hardware schneller laufen und der Stromverbrauch sinken. Milepost GCC steht unter ctuning.org in der stabilen Version 4.4.0 zum Download bereit. Mit der kommenden GCC-Version 4.5.0 soll Milepost zudem Einzug in die offizielle GCC-Version halten. GCC 4.5.0 wird dazu voraussichtlich mit einem Low-Level-API ausgestattet, das die Nutzung von Milepost-Plug-ins ermöglicht. (ji)
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