Abo
  • Services:
Anzeige

Streit über Privatkopien und Open Access

Positionen zum dritten Korb der Urheberrechtsreform

Mitte Februar 2009 hatte das Bundesjustizministerium eine Umfrage zur "Prüfung weiteren gesetzgeberischen Handlungsbedarfs im Bereich des Urheberrechts" gemacht. Jetzt gibt es - ganz unterschiedliche - Antworten: zu Open Access, Privatkopien und dem Handel mit gebrauchter Software.

Vor lauter Körben kann man das Urheberrecht kaum noch erkennen. 2003 gab es den sogenannten ersten Korb der Urheberrechtsnovelle, 2008 trat der zweite Korb in Kraft. Mit den beiden Körben wurden im Urheberrecht internationale und europäische Vorschriften umgesetzt. Es wurden neue Schutzrechte zugunsten von Verwertern eingeführt und bestehende verschärft. Wo es um Verbraucherrechte ging, verwies der Gesetzgeber immer wieder auf den nächsten Korb, der die offenen Fragen regeln würde.

Anzeige

Nach zwei Körben sind immer noch viele Fragen offen. Das Bundesjustizministerium arbeitet am dritten Korb und startete dazu im Februar eine Konsultation. Unter anderem wollte das Ministerium wissen, ob die Privatkopiebestimmungen weiter zulasten der Verbraucher eingeschränkt werden sollten; ob intelligente Aufnahmesoftware verboten werden sollte; ob Open Access durch ein "Zweitverwertungsrecht für Urheber von wissenschaftlichen Beiträgen geschaffen werden sollte, die überwiegend im Rahmen einer mit öffentlichen Mitteln finanzierten Lehr- und Forschungstätigkeit entstanden sind; und ob der Handel mit gebrauchter Software auf eine klare gesetzliche Grundlage gestellt werden sollte.

Wie nicht anders zu erwarten, fallen die Stellungnahmen der befragten Institutionen sehr unterschiedlich aus. Vor einigen Tagen hat der Deutsche Kulturrat, der Dachverband der mehr als 200 deutschen Kulturverbände, seine Positionen veröffentlicht.

Kulturrat für Einschränkung der Privatkopie

Dem Kulturrat wäre eine weitere Einschränkung der Privatkopie sehr recht, denn dieses Gesetzesprivileg werde "in einem großen Umfang genutzt, um den Kauf von urheberrechtlich geschützten Werken zu vermeiden". Die von den Verbrauchern für das Privileg an die Verwertungsgesellschaften gezahlten Vergütungen sollen aber weiter fließen. Weniger Privatkopien dürften "nicht dazu führen, dass die ohnehin geringe Vergütung [..] noch weiter abgesenkt wird". Das Problem der intelligenten Aufnahmesoftware will der Kulturrat auf europäischer Ebene gelöst sehen. Ein deutscher Alleingang erscheint dem Verband wenig erfolgversprechend.

Streit über Privatkopien und Open Access 

eye home zur Startseite
Leser 12. Jul 2009

du liegst falsch, denn zwar ist es richtig, das Stars regelrecht produziert werden und...

Captain 02. Jul 2009

Stimmt! Falsch, überzogenes Urheberrecht verhindert die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu...

Captain 02. Jul 2009

Zu dem Text fällt mir nur eine Frage ein. Warum musst du für eine einmal im Leben...

Captain 02. Jul 2009

ist garnicht nötig... Diese angeblichen Schäden existieren nur in den Vorstellungen der...

ElZar 30. Jun 2009

jo die evolution ist die einzige möglichkleit für die zu überleben. solange sie aber...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V., Sankt Augustin
  2. PDV-Systeme GmbH, Goslar
  3. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  4. Daimler AG, Esslingen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 55,99€ inkl. Versand (alter Preis: 65,00€)
  2. 44,00€ inkl. Versand (alter Preis: 59,99€)
  3. 1169,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Industrial Light & Magic

    Wenn King Kong in der Renderfarm wütet

  2. Auto

    Faraday Future zeigt neue Details seines Elektro-SUVs

  3. iTunes

    Apple plant Streaming aktueller Kinofilme

  4. Bluetooth 5

    Funkleistung wird verzehnfacht

  5. Microsofts x86-Emulator für ARM

    Yes, it can run Crysis

  6. Spielebranche

    Shadow Tactics gewinnt Deutschen Entwicklerpreis 2016

  7. Erotik-Abo-Falle

    Verdienen Mobilfunkbetreiber an WAP-Billing-Betrug mit?

  8. Final Fantasy 15

    Square Enix will die Story patchen

  9. TU Dresden

    5G-Forschung der Telekom geht in Entertain und Hybrid ein

  10. Petya-Variante

    Goldeneye-Ransomware verschickt überzeugende Bewerbungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Last Guardian im Test: Gassi gehen mit einem computergesteuerten Riesenbiest
The Last Guardian im Test
Gassi gehen mit einem computergesteuerten Riesenbiest
  1. Firmware LG kündigt TV-Update für Playstation 4 Pro an
  2. iFixit-Teardown Sony setzt bei der PS4 Pro auf einen 25-Watt-Lüfter
  3. Playstation 4 Pro im Test Für 400 Euro gibt's da wenig zu überlegen

Kosmobits im Test: Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!
Kosmobits im Test
Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!
  1. HiFive 1 Entwicklerboard mit freiem RISC-Prozessor verfügbar
  2. Simatic IoT2020 Siemens stellt linuxfähigen Arduino-Klon vor
  3. Calliope Mini Mikrocontroller-Board für deutsche Schüler angekündigt

Gigaset Mobile Dock im Test: Das Smartphone wird DECT-fähig
Gigaset Mobile Dock im Test
Das Smartphone wird DECT-fähig

  1. Re: 25 - 50 ?

    Kleba | 08:45

  2. Re: ich finde das erstaunlich wenig.

    wasabi | 08:45

  3. Endlich gutes und sync Audio?

    Golressy | 08:45

  4. Re: Ergänzung...

    schotte | 08:45

  5. Huh, ich dachte die wären pleite?

    TrollNo1 | 08:45


  1. 09:00

  2. 08:01

  3. 07:44

  4. 07:35

  5. 07:19

  6. 22:00

  7. 18:47

  8. 17:47


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel