Abo
  • Services:
Anzeige

Maschinen lesen das Internet

US-Unternehmen entwickelt Internet-Analysewerkzeug für die US-Armee

Das US-Unternehmen BBN Technologies entwickelt im Auftrag der DARPA ein Machinenlesesystem. Es soll automatisch Websites in verschiedenen Sprachen auswerten und die Informationen so aufbereiten, dass Geheimdienstmitarbeiter sie lesen können.

Wie praktisch wäre es, all die Wissensschätze im Netz zu heben, ohne jede Seite, von deren Existenz man nicht einmal weiß, besuchen zu müssen. Das hat sich auch die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, gedacht und das Machine Reading Program ins Leben gerufen. Ziel ist ein System, das Websites durchsucht und ihre Inhalte so aufbereitet, dass andere Maschinen oder Menschen sie auswerten können.

Anzeige

Die ARPA hat das US-Unternehmen BBN Technologies damit beauftragt, eine solche Netzlesemaschine zu entwickeln. BBN will Techniken entwickeln, die "Beziehungen und Grundsätze direkt aus dem Text extrahieren" und dann "in formale Repräsentationen" übersetzen, die KI-Systeme lesen und verarbeiten können. Das Entwicklungsprogramm ist auf fünf Jahre angelegt.

Mit einem solchen Lesesystem möchte die DARPA automatisch die Aktivitäten von anderen Staaten und Organisationen überwachen. Die Idee ist, dass das Lesesystem Texte aus dem Web analysiert, die Informationen mit vorhandenen Datenbanken oder Ontologien, etwa über terroristische Gruppen, abgleicht und daraus ein Dossier für menschliche Analysten oder KI-Systeme anfertigt. Das System könne aber auch für zivile Zwecke eingesetzt werden, so BBN: In einer Zeit, da Bibliotheken über immer mehr digitale Inhalte verfügen, könnten Wissenschaftler es für umfangreiche historische Forschungen nutzen.

BBN verfügt bereits über Erfahrungen mit der Verarbeitung von natürlicher Sprache: Das Unternehmen hat ein System zur Archivierung von Fernsehprogrammen entwickelt. Das Broadcast Monitoring System zeichnet ausländische Fernsehsendungen auf. Dabei wird der gesprochene Text gleich in Schriftform gewandelt, indiziert und ins Englische übersetzt. So legt das System ein durchsuchbares Archiv mit Fernsehsendungen an.

Ein solches System könne "viele Risiken beseitigen, denen sich unser Militär gegenübersieht, zum Beispiel fehlendes Verständnis für lokale Sitten und Bräuche. Und es würde uns die Fähigkeit verleihen, die weltweiten technischen Entwicklungen ständig im Auge zu behalten", sagte Prem Natarajan, Bereichsleiter für Spracherkennung und -verarbeitung.


eye home zur Startseite
redeschwall 29. Okt 2009

Danke, das war toll!!!

moroon 30. Jun 2009

Ich hatte mich auch grade gewundert: Wtf soll der Bot im mpeg, avi, $filmformat und png...

Osborn 30. Jun 2009

Wenn Microsoft den Auftrag hätte, wäre es nichtmal nötig gewesen, es als Ironie zu...

math 29. Jun 2009

"Handling Incompatibilities between Natural Language and Formal Inference: As discussed...

User 29. Jun 2009

Wieder was gelernt. DANKE



Anzeige

Stellenmarkt
  1. A. Raymond GmbH & Co. KG, Lörrach
  2. T-Systems International GmbH, München, Gaimersheim, Wolfsburg
  3. GIS Gesellschaft für InformationsSysteme AG, Hannover oder Hamburg (Home-Office möglich)
  4. über Robert Half Technology, Düsseldorf


Anzeige
Top-Angebote
  1. 139,00€
  2. 187,00€ inkl. Versand (Vergleichspreis: 195€)
  3. 49,97€

Folgen Sie uns
       

  1. Modulares Smartphone

    Lenovo bringt Moto Z mit Moto Z Play nach Deutschland

  2. Yoga Book

    Lenovos Convertible hat eine Tastatur und doch nicht

  3. Huawei Connect 2016

    Telekom will weltweit zu den größten Cloudanbietern gehören

  4. 20 Jahre Schutzfrist

    EU-Kommission plant das maximale Leistungsschutzrecht

  5. CCP Games

    Eve Online wird ein bisschen kostenlos

  6. Gear S3 im Hands on

    Samsungs neue runde Smartwatch soll drei Tage lang laufen

  7. Geleakte Zugangsdaten

    Der Dropbox-Hack im Jahr 2012 ist wirklich passiert

  8. Forerunner 35

    Garmin zeigt Schnickschnack-freie Sportuhr

  9. Nahverkehr

    Hamburg und Berlin kaufen gemeinsam saubere Busse

  10. Zertifizierungsstelle

    Wosign stellt unberechtigtes Zertifikat für Github aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
25 Jahre Linux: Besichtigungstour zu den skurrilsten Linux-Distributionen
25 Jahre Linux
Besichtigungstour zu den skurrilsten Linux-Distributionen
  1. Linux-Paketmanager RPM-Entwicklung verläuft chaotisch
  2. Exploits Treiber der Android-Hersteller verursachen Kernel-Lücken
  3. Hans de Goede Red-Hat-Entwickler soll Hybridgrafik unter Linux verbessern

Master of Orion im Kurztest: Geradlinig wie der Himmelsäquator
Master of Orion im Kurztest
Geradlinig wie der Himmelsäquator
  1. Inside im Test Großartiges Abenteuer mit kleinem Jungen
  2. Mighty No. 9 im Test Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
  3. Warp Shift im Test Zauberhaftes Kistenschieben

Galaxy Note 7 im Test: Schaut dir in die Augen, Kleine/r/s!
Galaxy Note 7 im Test
Schaut dir in die Augen, Kleine/r/s!
  1. Samsung Display des Galaxy Note 7 ist offenbar nicht kratzfest
  2. PM1643 & PM1735 Samsung zeigt V-NAND v4 und drei Rekord-SSDs
  3. Gear IconX im Test Anderthalb Stunden Trainingsspaß

  1. Re: Wo ist jetzt bitte die tolle Innovation ???

    longthinker | 23:34

  2. Re: Google+ Verbreitung

    Prince_of_Fail | 23:29

  3. Re: Die lernen es wohl nicht mehr

    DetlevCM | 23:29

  4. Erfahrung mit E-Bussen in Hamburg.

    Carlo Escobar | 23:27

  5. Re: Preise sind herb

    kvoram | 23:13


  1. 22:19

  2. 20:31

  3. 19:10

  4. 18:55

  5. 18:16

  6. 18:00

  7. 17:59

  8. 17:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel