Wien bekennt sich zu Open Source

Kein Umstieg auf Linux beschlossen

Der Wiener Gemeinderat hat einen Antrag der SPÖ und der Grünen verabschiedet und beschlossen, den Einsatz freier Software in den städtischen Einrichtungen zu fördern. Auch eine bisher zurückgehaltene Studie soll jetzt veröffentlicht werden. Eine Entscheidung für die Migration auf Linux fiel jedoch nicht.

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Beschlossen wurde unter anderem eine Informationskampagne für die EDV-Anwender der Stadt Wien. Sie sollen qualifiziert werden, falls die Entscheidung für den Einsatz freier Software auf den Systemen der Stadt fällt. Das teilten die Wiener Grünen mit.

Außerdem wird ein Förderwettbewerb zum Thema "Open Source Software für Wiener E-Government-Lösungen an Arbeitsplätzen aller Plattformen" ausgeschrieben. Dabei wird nach Forschungs- und Entwicklungsprojekten Wiener Unternehmen gesucht, die die Position der Stadt im Bereich E-Government weiter verbessern. Konkret sollen so plattformunabhängige Anwendungen gefördert werden, die die Kommunikation zwischen Bürgern und der Stadt verbessern.

Eine 2007 als rot-grünes Projekt durchgeführte Ausschreibung des Wiener Zentrums für Innovation und Technologie (ZIT) habe bereits das Innovationspotenzial lokaler IT-Unternehmen mit Open-Source-Schwerpunkt aufgezeigt, so die Grünen. Von den 13 damals zur Förderung empfohlenen Betrieben seien sechs als Open-Source-Projekte einzustufen. Für sie wurde die Hälfte des vergebenen Förderbudgets veranschlagt (640.000 Euro von insgesamt 1,4 Millionen Euro).

Open-Source-Studie soll veröffentlicht werden

Weiterhin wurde beschlossen, die zweite "Studie zu Open Source in der Stadtverwaltung" (STOSS 2) zu veröffentlichen. Die von der EDV-Abteilung MA14 durchgeführte Studie sollte als Basis für weitere Entscheidungen zum Einsatz von Linux und Open Source bei der Stadt Wien dienen. Ihre Veröffentlichung war ursprünglich für den Herbst 2008 angekündigt. Doch im April 2009 hieß es dann, die Studie solle nicht veröffentlicht werden. Die Studie sei ein "interner Arbeitsbehelf", in dem "wirklich heikle Punkte" angesprochen würden. Die Informationen zur Marktsituation sollten nicht an Mitbewerber gelangen. Einen offiziellen Veröffentlichungstermin gibt es laut dem Österreichischen Rundfunk (ORF) aber auch weiterhin nicht. Inoffiziell ist die Studie bereits seit Ende 2008 fertig.

"Die Veröffentlichung der Studie STOSS2 ist ein wichtiger Ausdruck von Transparenz", so die Wiener Gemeinderätin Marie Ringler (Grüne). Sie sieht den verabschiedeten Antrag als "klares Bekenntnis zur Stärkung von Linux und Open-Source-Software." Der Antrag beinhaltet zwar auch ein "eindeutiges Bekenntnis zu Herstellerunabhängigkeit", der Einsatz von Linux wurde hingegen nicht beschlossen. Bisher nutzt die Stadt Windows XP. Die Microsoft-Lizenzen laufen 2011 aus.


asdaklaf 29. Jun 2009

Es geht hier nicht direkt um Linux oder Windows. Es geht um Steuergelder. Wenn Windows...

Maierhofer 28. Jun 2009

Warum soviel fördern,können sich ja ne normale Linux-Version besorgen,Open Office und...

Fränk 28. Jun 2009

Positive Stimmen gibts keine. Und die negativen werden direkt gelöscht. Man könnte meinen...

LinuxVernichter 28. Jun 2009

Etwas zu fördern (minderwertige Open Source Software) bedeutet ja zum Glück nicht, da...

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