Intel: Larrabee ist Chefsache und kommt erst zum IDF

Grafikprozessor bei R&D-Day nicht vorgeführt

Auf dem "Research @ Intel Day" in Santa Clara fehlt Intels erster Manycore-Prozessor mit Codenamen "Larrabee". Die erste öffentliche Vorführung soll nun auf dem IDF Ende September 2009 in San Francisco erfolgen.

Anzeige

Joe Schütz, Leiter der Mikroprozessorforschung bei Intel, gab im Gespräch mit Golem.de einen schwer nachzuvollziehenden, aber eindeutigen Grund an, warum Larrabee auf der aktuellen Intel-Veranstaltung fehlt: "Typischerweise werden solche Demos und auch Produktankündigungen von unseren Vizepräsidenten gemacht" . Schütz trägt nur einen Direktorentitel, Vizepräsidenten wie Pat Gelsinger halten jedoch auf dem "Research @ Intel Day" keine Reden.

Schirmherr der Veranstaltung ist CTO Justin Rattner. Rattner erwähnte Larrabee in seiner Keynote-Ansprache mehrfach, ein lauffähiges System mit Larrabee zeigte er jedoch nicht. Ebenso wenig tat das Jerry Bautista, Leiter des Terrascale-Labors bei Intel. In dieser Einrichtung erforscht Intel Anwendungen für Dutzende von Prozessorkernen, wie sie Larrabee in späteren Versionen bieten soll.

Anwendungen, die von dem Manycore-Prozessor, der auch als Grafikkarte dient, hätten profitieren können, zeigen Intel und unabhängige Wissenschaftler in Santa Clara zuhauf. Der inzwischen bei Intel angestellte deutsche 3D-Spezialist Daniel Pohl führt eine neue Version seiner Quakewars-Engine mit Raytracing vor. Das Projekt kann nun neben der Umgebung 500 Spielfiguren darstellen und läuft mit unter 20 Bildern pro Sekunde auf einer Workstation mit zwei Nehalem-Xeons, die 16 virtuelle und 8 physikalische Kerne besitzt.

Die Universität von Illinois zeigt eine Anwendung für virtuelle Realitäten, bei der sich zwei Personen ein Lichtschwert-Duell liefern können. Auch wenn die Mitspieler mehrere Meter entfernt voneinander stehen, wirken die Bilder, als würden sie direkt aufeinander einschlagen. Beide Beispiele sollten aufgrund der gut zu parallelisierenden Aufgaben von einem Vielkerner wie Larrabee profitieren. Die Demo aus Illinois braucht für jeden Mitspieler zwei PCs, welche die Daten aus einer stereoskopischen Kamera auswerten, synchronisieren und neue 3D-Bilder berechnen.

Mit Larrabee sollen solche Aufgaben mit einer Maschine möglich sein. Doch noch hält Intel die Hand auf seine erste Grafikkarte aus mehreren x86-Kernen. Jerry Bautista gab sogar an, dass die auf dem letzten IDF in Peking gezeigten Benchmarks von Larrabee noch auf Simulationen beruhen. Dennoch betont Intel, dass auch einige wenige Spieleentwickler bereits Larrabee-Karten besitzen.

Dazu wollte jedoch Joe Schütz nicht Stellung nehmen, obwohl er Mitte Mai 2009 in einem Interview schon einmal den Zeitrahmen für Larrabee-Produkte auf das erste Halbjahr 2010 festlegte. Aber: "Als Wissenschaftler über Produkte zu sprechen, kann einen in ernste Schwierigkeiten bringen" seufzte Schütz.


bLaNG 19. Jun 2009

Vielleicht will Intel Nvidia/ATI auch erst einmal in die Zange nehmen. Auf der einen...

tunnelblick 19. Jun 2009

naja, wir werden mal sehen, was intel da wieder zaubert. die werden sehr wohl ihre...

Py 19. Jun 2009

Vorallem mit Raytracing, ja, nee, is klar.

Birdy 19. Jun 2009

"Langsam", da von Intel 2 TFlop angepeilt wird. Das werden die NVidia/AMD bis zum...

q129789 19. Jun 2009

Ich denke, vieles geht in Richtung sparse voxel raytracing, da diese Algorithmen sich...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior SAP CRM ABAP Entwickler (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, Ulm
  2. IT Software Specialist (m/w) Patent Annuities Department
    Dennemeyer Group, Howald (Luxembourg)
  3. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  4. Web-Entwickler (m/w) mit Schwerpunkt PHP
    LLG Media GmbH, Bonn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  2. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  3. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  4. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  5. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  6. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  7. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  8. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  9. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert

  10. Sammelkarten

    Hearthstone erst 2015 auf Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

    •  / 
    Zum Artikel