Intels My WiFi kommt nicht für Windows XP und Linux

Treiber nur für Vista und Windows 7

Die Funktion zum schnellen drahtlosen Vernetzen von WLAN-Geräten ohne Access Point oder Router wird auf absehbare Zeit ein reines Windows-Vergnügen bleiben. Intel will die nötigen Treiber für die eigenen WLAN-Module nicht für andere Betriebssysteme anbieten.

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Gary Martz, Marketing-Manager für WLAN-Produkte bei Intel, erteilte in Santa Clara vor Journalisten auf dem "Research @ Intel Day" My WiFi für andere Plattformen eine klare Absage: "Wir investieren nicht in alte Technologie" erklärte er auf die Frage, warum die für My WiFi nötigen Treiber nicht einmal für Windows XP verfügbar sind. Dabei würden sich gerade Netbooks, die in der Regel mit XP geliefert werden, für diese Funktion anbieten.

Mit My WiFi, früher unter dem Codenamen Cliffside bekannt und auf der CES 2009 vorgestellt, kann ein PC mit einem WLAN-Modul aus Intels 5100- oder 5300er-Serie gleichzeitig als Client wie auch als Access Point agieren. Das einfachste Beispiel: Ein Notebook bucht sich in einem der teuren WLANs eines Hotels ein, und reicht die Verbindung an alle anderen Rechner in Funkreichweite weiter. Dabei dient das erste Notebook für die anderen PCs dann als Access Point.

Während diese - von Intel bewusst nie erwähnte Anwendung - vor allem Gruppen von Geschäftsreisenden interessant finden dürften, ist die Zielgruppe der Technik aber der private Anwender. Auch wenn es für das bloße Funktionieren von My WiFi keine neuen Treiber auf den Clients braucht, gibt es dennoch ein eigenes Logo, das die von Intel ins Leben gerufene My WiFi Alliance nach Tests vergibt. Die My-WiFi-Treiber auf dem PC können nämlich, ähnlich wie bei Bluetooth, auch die Dienste der Clients erkennen und übersichtlich verwalten.

Martz zeigte beispielsweise einen iPod Touch, mit dem er per WLAN die Folien seiner Powerpoint-Präsentation auf einem Notebook umblätterte. Das benötigt eine iPod-Anwendung, andere mobile Geräte arbeiten mit der Technik aber auch ohne eigene Programme. Auch der in Europa nicht erhältliche Media-Player Zune von Microsoft diente als My-WiFi-Client und konnte die auf dem Notebook gespeicherten Fotos anzeigen. Dazu diente das Notebook auch als UPnP-Server. Eine Digitalkamera mit WLAN funkte in den Vorführungen ihrer Bilder an den PC, und kurz darauf erschienen sie auf einem digitalen Bilderrahmen - alles ohne einen Knopfdruck am Notebook.

Mit solchen Spielereien ist auch klar, dass My WiFi vor allem als Kabelersatz oder als Alternative zum oft schwer zu handhabenden und langsamen Bluetooth dienen soll.Daneben ist My WiFi auch als Repeater zu gebrauchen, wenn beispielsweise der WLAN-Router im ersten Stock nur noch in einem Raum des Erdgeschosses eine Verbindung zu einem Notebook schafft. Dieses kann dann für andere Geräte auf dem gleichen Stockwerk als Access Point dienen.

Dazu müssen jedoch neben den Herstellern von mobilen Geräten vor allem die PC-Hersteller mitspielen. Die zeigen sich laut Gary Martz noch vorsichtig, weil sie vor allem bei an Unternehmen gelieferten PCs Sicherheitsrisiken durch die Vielzahl an Access Points befürchten. Dem Intel-Manager zufolge bieten bisher nur Dell und Lenovo Notebooks an, bei denen My WiFi ab Werk aktiviert ist. Sony und Toshiba wollen bald ebenfalls solche Rechner liefern.

Bei den meisten Notebooks sind die nötigen Treiber aber erst gar nicht installiert, auch wenn die Hardware die Funktion beherrschen würde. Daher hat Intel vor einigen Wochen die Vista-Treiber auf seine Webseiten gestellt und auch eine Anleitung veröffentlicht, wie sie zu installieren sind und wo genau sie zu finden sind.

Als kleinen Versuch sieht Intel die Technik nicht, sondern als langfristige Strategie. Frühestens Ende des dritten Quartals sollen My-WiFi-Treiber für Windows 7 erscheinen. Und mit den neuen WLAN-Modulen Puma Peak und Kilmer Peak (letzteres beherrscht auch WiMax) sollen die Funktionen erweitert werden. Beide Module erscheinen noch 2009 als Teil der nächsten Notebook-Plattform "Calpella". So kann dann beispielsweise das von My WiFi gestellte zusätzliche Funknetz auf dem 2,4-GHz-Band arbeiten, das primäre WLAN, über welches der Rechner per Router verbunden ist, arbeitet im 5-GHz-Band.

So stören sich die Netze untereinander nicht. Ist nur ein Funkband vorhanden, kann der Nutzer sich die Kanäle aussuchen, auf denen das My-WiFi-Netz arbeiten soll. Das ist aber vom Router vorgegeben, der schließlich den Kanal für das primäre Netz stellt.


IchundmeinLinux 19. Jun 2009

Habe nur kurz recherchiert. Aber soviel ich in de 4 Minuten gesehen habe, kann man ohne...

Linux ist der... 19. Jun 2009

Intel geht es offenbar zu gut. Linux ist ü b e r h a u p t keine "alte Technologie...

@ 18. Jun 2009

k.T.

wurstwassertrinker 18. Jun 2009

Das ist ein geistiges Armutszeugnis. Jawoll. Genau das. ;)

nie (Golem.de) 18. Jun 2009

Nein, mit Ad-Hoc hat das nichts zu tun, das dachte ich anfangs auch, bevor Intel das...

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Petes Fachinformatrix / 18. Jun 2009

Bleibt in der Familie



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