Britisches Brennstoffzellenauto ist Open Source

Umweltfreundliches Stadtfahrzeug fährt mit Wasserstoff

Das Urban Car des britischen Unternehmens Riversimple soll nicht nur umweltfreundlich durch die Stadt fahren. Wer möchte, kann das Auto nachbauen: Es ist Open Source, die Pläne sind im Internet abrufbar.

Anzeige

Das britische Unternehmen Riversimple hat ein Stadtfahrzeug vorgestellt, das mit Wasserstoff angetrieben wird. Das Auto, das das US-Magazin Wired despektierlich mit einem Turnschuh verglichen hat, steckt voll modernster Technik und entstand unter Mitwirkung eines Porsche-Nachfahren.

Das Auto ist gut 1,50 Meter lang und bietet Platz für zwei Insassen. Es ist als Stadt- und Pendlerfahrzeug gedacht: Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei bescheidenen 80 km/h. Dafür ist es immens effizient: Mit einer Tankfüllung kommt es 322 km weit. Das entspricht einem Treibstoffverbrauch von weniger als 1 Liter pro 100 km. Dabei ist es noch sehr umweltfreundlich: Seine Kohlendixiodemissionen gibt der Hersteller mit rund 30 Gramm pro Kilometer an, die bei der Herstellung von Wasserstoff entstehen. Das ist etwa ein Fünftel der Emissionen eines Autos mit Verbrennungsmotor. Die Abgase, die das Auto in die Luft pustet, sind komplett harmlos: Es ist reiner Wasserdampf.

Kleinwagen mit Vierradantrieb

Angetrieben wird das Fahrzeug von vier Elektromotoren, die von einer Wasserstoffbrennstoffzelle mit Strom versorgt werden. Diese leistet 6 Kilowatt (kW) und ist laut Riversimple kleiner und günstiger als die meisten derzeit erhältlichen Brennstoffzellen.

 

Wie andere Elektroautos oder Hybridfahrzeuge gewinnt auch das Brennstoffzellenauto Bremsenergie zurück. Dazu verfügt es über Superkondensatoren, die die beim Bremsen frei werdende Energie speichern und dann für den Antrieb zur Verfügung stellen. Ihr Auto sei dabei deutlich effizienter als die Konkurrenten, preist Riversimple-Gründer Hugo Spowers. Andere Autos gewännen 10 Prozent der Bremsenergie zurück, das von seinem Unternehmen entwickelte hingegen die Hälfte. Weiterer Grund für die Effizienz des Fahrzeugs ist sein geringes Gewicht: Da Karosserie und Chassis aus Verbundwerkstoffen bestehen, wiegt es nur 350 Kilo. Die Stoffe sind alle vollständig recycelbar.

Die Techniken seien alle bereits vorhanden gewesen, erklärt Spowers. Sie hätten lediglich einen komplett neuen Ansatz gewählt, sie zu integrieren. Das sei der Durchbruch gewesen. Trotzdem hat es noch neun Jahre gedauert, das umweltfreundliche Auto zu entwickeln. Für die Finanzierung hat ein klingender Namen in der Autobranche gesorgt: Einer der Teilhaber an dem Unternehmen ist Sebastian Piëch, der Urenkel von Ferdinand Porsche, dem Erfinder des VW Käfer und Gründer des gleichnamigen Sportwagenherstellers. Piëchs Familie hat die Entwicklung des Autos mit finanziert.

Britisches Brennstoffzellenauto ist Open Source 

mackerle 19. Jun 2009

Woran erkennt man einen Deutschen. Das Funktioniert nie! Ok, es funktioniert, aber es ist...

Tantalus 18. Jun 2009

helft den armen vögeln. Gruß Tantalus

PHPeter 18. Jun 2009

Also mir gefällts.

JenZzzz 18. Jun 2009

Ich bin ja schon lange für eine Standardpassform mit wechselbaren Karosserie-Covern und...

colla 18. Jun 2009

Weil es nur für massen Autos wie den Golf, Individualität von der Stange bzw aus dem...

Kommentieren




Anzeige

  1. Service Manager Standard Applications (m/w) in Risk Solvency II & Application Support
    Allianz Managed Operations & Services SE, München
  2. Support Mitarbeiter für das Prozessmanagement (m/w)
    dSPACE GmbH, Paderborn
  3. Partnermanager B2B Cloudportal (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Stuttgart
  4. SAP-Projektmanager / Stellvertretender Leiter IT (m/w)
    RINGSPANN GmbH, Bad Homburg bei Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook mit hohem Gewinn und starkem Nutzerwachstum

  2. Ofcom

    Briten schalten den Pornofilter ab

  3. Erstmal keine Integration

    iOS 8 und OS X Yosemite sollen nicht parallel erscheinen

  4. Privacy

    Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies

  5. Oberster Gerichtshof

    Österreichs Provider gegen Internetsperren zu Kino.to

  6. Eigene Cloud

    Owncloud 7 mit Server-to-Server-Sharing

  7. Electronic Arts

    Battlefield Hardline auf Anfang 2015 verschoben

  8. Schlafmonitor

    Besser schlafen mit Sense

  9. Videostreaming

    Youtube-Problem war ein Bug bei Google

  10. Prozessor inklusive Speicher

    Kommende APUs mit Stacked Memory und mehr Bandbreite



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Türen geöffnet: Studenten "hacken" Tesla Model S
Türen geöffnet
Studenten "hacken" Tesla Model S
  1. Model III Tesla kündigt günstigeres Elektroauto an
  2. IMHO Kampfansage an das Patentsystem
  3. Elektroautos Tesla gibt seine Patente zur Nutzung durch andere frei

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  2. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent
  3. Project Zero Google baut Internet-Sicherheitsteam auf

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

    •  / 
    Zum Artikel