ARhrrrr! Zombies auf dem Tisch

Augmented-Reality-Forscher verbinden reale Objekte mit Echtzeit-3D-Spielgrafik

Bei ARhrrrr kreist der Spieler mit dem Kamerahandy über einer auf dem Tisch ausgebreiteten Spielkarte - während auf dem Handybildschirm Live-Kamerabild und Echtzeit-3D-Grafik zur Zombie-Hatz aus dem Hubschrauber verschmelzen. Auf die Karte gelegte Süßigkeiten dienen als Extras.

Anzeige

Entwickelt wurde ARhrrrr von Augmented-Reality-Forschern vom Augmented Environments Lab (AEL) des Georgia Institute of Technology. Sie haben den Shooter mit Nvidias Entwicklerpaket für die Tegra-Plattform realisiert. Als Spielkarte dient eine Matte mit aufgezeichneten Straßen, die sternförmig auf einen Platz zulaufen. Das Spiel analysiert über die Kamera und eine Bilderkennung, in welcher Position und in welchem Abstand sich der Spieler zur Karte befindet. So werden die Häuser, flüchtende Menschen und Zombies mit der richtigen Perspektive in passender Größe angezeigt.

 

Die Spielkarte liegt in diesem Fall auf einem Tisch. Um diesen bewegt sich der Spieler, zeigt mit der Kamera auf die Karte und nimmt die Rolle eines Schützen in einem über der virtuellen Stadt kreisenden Hubschraubers ein. Auf Knopfdruck können die hungrigen Zombies beschossen werden, wer jedoch nicht schnell genug trifft oder nicht ständig in Bewegung bleibt, muss mit Wurfgeschossen rechnen. Es gilt also etwa durch Kreisen um das Spielfeld auszuweichen, öfter mal die Höhe zu ändern und möglichst treffsicher zu agieren.

Damit die flüchtenden Menschen ungehindert zu einem rettenden Portal in der Mitte der Spielkarte gelangen, können die Zombies zusätzlich durch Hindernisse aufgehalten oder ausgeschaltet werden. Dazu können vom Spieler bunte Süßigkeiten auf die Spielfläche gelegt werden, die vom Kamerahandy dann erkannt und im Spiel berücksichtigt werden. Abhängig von der Farbe lösen durch Anklicken aktivierte Süßigkeiten entweder bei Berührung oder nach einer bestimmten Zeit eine nicht nur für Zombies schmerzliche Detonation aus.

Durch das Verschmelzen von virtueller Welt und echten Gegenständen entsteht trotz des kleinen Bildschirms eine größere Spielfläche. Die AEL-Forscher wollten mit diesem Projekt herausfinden, wie sich ein schneller First-Person-Shooter realisieren lässt, ohne dass der Spieler dabei die übliche Tastatur- und Mauskombination eines PCs zur Verfügung hat. Die Erkennung der Position der Spielkarte und zusätzlicher Objekte, auch aus niedrigen Höhen und in Bewegung, erfordere dabei ein schnelles, präzises Tracking.

Da der Spieler sich auch gebückt über und um die Spielkarte bewegt und das Handy nicht ablegen kann, dürfte ARhrrrr zwar mit der Zeit recht anstrengend werden - die Forscher gehen aber sowieso davon aus, dass Augmented-Reality-Spiele auf Handys in der Regel nur für kurzen Spielspaß zwischendurch genutzt werden. Noch ist ARhrrrr nur ein Forschungsprojekt, das nicht zum Download angeboten wird und für das Tegra-SDK entwickelt wurde.


SeveQ 09. Jul 2009

Wieder jemand, der von Grundlagenforschung noch nie was gehört hat.

SeveQ 09. Jul 2009

Ah, ich hatte die gleiche Idee mit Paintball... hätt ich mal die Threads lesen sollen.

SeveQ 09. Jul 2009

Ich freu mich schon darauf, wenn die ersten Paintballmasken mit Display kommen...

leif 25. Jun 2009

Hallo, ich hab einen ähnlichen Artikel bei Smartshoppingblog gelesen, http://www...

Killertomate 18. Jun 2009

Dabei gerät einer dann ins "friendly fire" und wird "collateral damaged". Schon wird die...

Kommentieren


KRiZZi'S BLoG / 17. Jun 2009

ARhrrrr!

bitbanausen / 17. Jun 2009

ARhrrrr!: Augmented Reality Shooter



Anzeige
  1. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München
  2. Produktmanager / Produktmanagerin
    econda GmbH, Karlsruhe
  3. JAVA-Entwickler/in
    über Schlagheck Radtke Oldiges Executive Consultants GmbH, Süddeutschland
  4. Senior Software-Entwickler .NET (m/w)
    IDpendant GmbH, Unterschleißheim bei München (Reisebereitschaft)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige

Die neuesten Browsergames auf browserhits.de


Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Linux-Handbuch

    Umfassendes Nachschlagewerk als Openbook erhältlich


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 13:50 Uhr

  3. Kommentare: 186 | letzter Beitrag 15:40 Uhr

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 12:39 Uhr

  5. Kommentare: 97 | letzter Beitrag 16:24 Uhr

Mehr


  1. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  2. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  3. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  4. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  5. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  6. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße

  7. Proview Technology

    Ausfuhrverbot soll Apple von iPad-Herstellern abschneiden

  8. HTC Velocity 4G

    Android-Smartphone mit LTE und 4,5-Zoll-Touchscreen

  9. Farmville & Co.

    Patentklage gegen Zynga

  10. Document Foundation

    Libreoffice 3.5 ist fertig



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Samsung Galaxy Tab 2: 7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung
Samsung Galaxy Tab 2
7-Zoll-Tablet mit Android 4.0 und Glonass-Unterstützung

Samsung hat mit dem Galaxy Tab 2 ein weiteres Android-Tablet vorgestellt. Es ist das erste Tablet von Samsung, auf dem gleich Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich läuft und das den russischen Ortungsdienst Glonass unterstützt.

  1. Ice Cream Sandwich HTC bringt erste Updates auf Android 4.0 erst Ende März
  2. Notizprogramm Microsofts Onenote nun auch für die Android-Plattform
  3. Android-Verbreitung Ice Cream Sandwich und Donut sind gleichauf

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


Zum Artikel