Handygehäuse wechselt auf Knopfdruck die Farbe

Kent Displays entwickelt Reflex Electronic Skin weiter

Künftige Handys könnten ihre Gehäusefarbe ändern - etwa um zur Kleidung zu passen oder auf einen Anruf farblich zu reagieren. Kent Displays entwickelt dazu eine Beschichtung für Handygehäuse. Zuvor will das US-Unternehmen elektronische Schreibtabletts mit einer ähnlichen Technik auf den Markt bringen.

Anzeige

Die elektronische Haut von Kent Displays, Reflex Electronic Skin genannt, basiert auf einem Cholesteric Liquid Crystal Display (ChLCD) und ist 65 Mikrometer dick. Sie besteht aus Plastik mit drei Schichten, eine für rote, eine für grüne und eine für blaue Farbe. Die erste Generation der Technik kann damit eine von acht verschiedenen kräftigen Farben auf einer Fläche von bis zu 25,80 qcm erzeugen.

Die elektronische Haut kann innerhalb der maximalen Abmaße beliebig zugeschnitten und auch mit Löchern, etwa für ein Handydisplay, versehen werden. Für das Wechseln der Farbe werden für 3 Sekunden Energie benötigt, laut Hersteller 0,23 mW/qm. Das Gewicht der Reflex Electronic Skin - ohne die Schnittstelle und Ansteuerelektronik - liegt bei 0,0089 g/qcm.

Auf einer Veranstaltung der Society for Information Display (SID), die Anfang Juni stattfand, zeigte der Hersteller den aktuellen Stand seiner Technik auf einem Handygehäuse in Aktion. Die nächste Generation der Technik soll sich auch auf gebogene Oberflächen aufbringen lassen, während aktuell nur eine flache Anbringung möglich ist. Bei der Produktion muss die elektronische Haut von Kent Displays auch deshalb äußerst vorsichtig behandelt werden.

Mehr Farbabstufungen stellt der Hersteller für die Zukunft ebenfalls in Aussicht. Zudem sollen Muster möglich sein, allerdings werden diese vorab im Werk aufgebracht und lassen sich nur in ihren Farben, aber nicht in ihrer Form ändern.

Farbwechsel informiert über Nachrichteneingang

Kent Displays bewirbt seine elektronische Haut nicht nur für den Einsatz mit Mobiltelefonen, sondern auch um MP3-Player, Notebooks, Eingabegeräte für Spiele, Uhren, Möbel und Schmuck mit wechselnde Farben zu schmücken. Bei Mobiltelefonen oder Notebooks könnte das Gehäuse nicht nur aus Design-Gründen farblich geändert werden, sondern auch auf eingegangene Nachrichten auf dem Anrufbeantworter oder im E-Mail-Konto hinweisen. Über ein Einstellungsmenü soll der Nutzer das frei wählen können.

Kent Displays verfügt über eine eigene Produktionslinie in Kent im US-Bundesstaat Ohio, auf der auch die Reflex Electronic Skins gefertigt werden können. Dort werden nun aber erst einmal LCD Writing Tablets hergestellt, die auf druckempfindlichen "Reflex No Power LCDs" basieren. Auf mechanischen Druck durch einen Stift oder ein anderes für das ChLCD nicht schädliches Objekt verändert sich an der Druckstelle die Vordergrundfarbe. So kann geschrieben, gezeichnet, gemalt und auf Knopfdruck auch die gesamte Zeichenfläche gelöscht werden.

Der Inhalt des flexiblen Displays bleibt zwar auch ohne Energiezufuhr sichtbar, lässt sich beim E-Tablet aber noch nicht auf einen Flash-Speicher sichern, um zur späteren Ansicht wieder geöffnet oder einer Texterkennung übergeben zu werden. Die Technik eignet sich damit schon für Notizen, Schilder und Spielzeuge. Im Tageslicht sollen die ChLCDs gut zu erkennen sein, allerdings empfiehlt Kent Displays einen UV-Schutz, da ständige Sonneneinstrahlung dem Display schadet.


Coldzero 15. Jun 2009

oder für Emos ^^ wie sie gerade drauf sind Schwarz = ich will mich umbringen Rot = ich...

Coldzero 15. Jun 2009

lol sowas gibbet schon, such mal im netz nach "das unsichtbare haus" dort ist sowas...

Smog 15. Jun 2009

Zusammen mit der technik zum Aufladen durch eSmog, was jetzt entwickelt wird. Könnte man...

Heinrich Heine 12. Jun 2009

Wenn das Gehaeusedisplay bereits bei der Produktion mit hoher Sorgfalt aufgebracht werden...

farbwechsler 12. Jun 2009

Nie mehr anstreichen, einfach passende Farbe wählen, schon ist das Haus nicht mehr...

Kommentieren


IT & Multimedia News / 07. Jul 2009

Das Chamäleon Handy



Anzeige
  1. Produktsoftwareentwickler (m/w)
    E.G.O. Elektro-Gerätebau-GmbH, Oberderdingen
  2. Projektleiter IT (m/w)
    Travian Games GmbH, München
  3. Teamleiter Entwicklung / Applikation (m/w)
    über Steinbach & Partner Executive Consultants, Süddeutschland
  4. Technical Consultant Mobile Anwendungen (m/w)
    BayWa AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Paypal

    Nutzern von Kino.to drohen Strafverfahren

  2. Desktop-Roadmap

    Mozilla hat mit Firefox 2012 viel vor

  3. Spielebranche

    Diskussion über "stinkende Gamer"

  4. Gerüchte

    Apple will alle Notebooks dünner machen

  5. Tilt-Shift-Effekt

    Generator für Spielzeuglandschaften


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 264 | letzter Beitrag 16:52 Uhr

  2. Kommentare: 161 | letzter Beitrag 16:40 Uhr

  3. Kommentare: 156 | letzter Beitrag 16:44 Uhr

  4. Kommentare: 112 | letzter Beitrag 12:43 Uhr

  5. Kommentare: 96 | letzter Beitrag 16:40 Uhr

Mehr


  1. IBM-Mainframe

    Nasa schaltet letzten Großrechner ab

  2. Appmenu Runner

    Head-Up Display auch in KDE

  3. Galaxy S2 mit Android 2.3.6

    Update wegen Abstürzen zurückgezogen?

  4. Fair Labor Association

    Apple lässt Foxconn überprüfen

  5. 802.11ac

    Broadcom will Chips für Gigabit-WLAN noch 2012 liefern

  6. Nutzer in Deutschland

    Immer mehr Onlinezeit im sozialen Netzwerk

  7. Cash Music

    Freie Plattform zur Selbstvermarktung für Musiker

  8. Test Soul Calibur 5

    Auch Meuchelmörder prügeln gern

  9. Origami

    Roboteraktoren nach dem Vorbild japanischer Faltkunst

  10. Canonical

    Ubuntu Business Remix für Unternehmen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


WOA: Windows 8 für ARM im Detail
WOA
Windows 8 für ARM im Detail

Mit Windows on ARM (WOA) will Microsoft ein neues System mit einer ganz neuen Art von PCs etablieren. Damit Windows 8 auf ARM performant läuft und lange Akkulaufzeiten ermöglicht, musste Microsoft einige Kompromisse machen.

  1. Windows 8 auf ARM Microsoft zeigt Office 15

Test X-Plane 10: Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern
Test X-Plane 10
Flugsimulator mit Openstreetmap und vielen Rechnern

Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Zum Artikel