Intel: Core i5 40 Prozent schneller, später mit TurboMemory

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Die meisten Core i7 schaffen ebenso bei Auslastung aller Kerne zumindest eine Stufe, zwei sind es aber nur, wenn wirklich nur ein Kern beschäftigt ist. Das wirft in Verbindung mit Intels jetzigen Aussagen einige Fragen auf - womöglich ist der Turbo-Boost in den teuren Core i7 künstlich beschnitten, oder aber erst die 32-Nanometer-Fertigung von Lynnfield macht größere Taktsprünge möglich. Die 3,6 GHz per Turbo eines Lynnfield erreicht derzeit ohne manuelle Übertaktung nur der 999-Dollar-Prozessor Core i7 975, und auch das nur bei Auslastung eines Kerns. Verglichen hat Crooke Lynnfield aber stets mit einem aktuellen Q9650, der für etwa 300 Euro angeboten wird.

Möglicherweise hat Intel das neue Stepping des Core i7, das nur 133 mehr nominellen Takt und keine Energieeinsparungen bringt, also nur eingeführt, um zeitgleich mit Lynnfield im vierten Quartal 2009 noch deutlich schnellere Core i7 anzubieten. Die Entscheidung zwischen Core 2 Quad, Core i5 und Core i7 dürfte, solange alle drei Serien angeboten werden, recht schwer fallen.

Ebenfalls für einige hochgezogene Augenbrauen wird wohl ein Stück Hardware sorgen, das Intel bisher nur "Braidwood" nennt. Es handelt sich um ein Steckmodul mit Flash-Speicher und zugehörigem Controller, das auch direkt auf Mainboards integriert werden kann. Wie das mit der mobilen Core-2-Plattform "Santa Rosa" 2007 eingeführte "TurboMemory", soll Braidwood Festplattenzugriffe zwischenspeichern und so das Booten, den Start von Anwendungen und die allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen.

Den Namen "TurboMemory" vermeidet Intel aber inzwischen tunlichst, da die Technik durch immer schnellere Festplatten, SSDs und günstigen Hauptspeicher mit Santa Rosa schnell zum Flopp wurde. Nach im Vorfeld hohen Erwartungen verbauten nur wenige Notebookhersteller die Module, weil der Vorteil zum Teil nicht einmal mehr messbar war, spürbar schon gar nicht. Manche rieten an der Hotline sogar, das Modul über den Gerätemanager von Windows abzuschalten, weil es unter Umständen sogar bremsen kann.

Intel erwähnte in seiner Keynote aber, es handle sich bei Braidwood um eine vollständige Neuentwicklung, auch beim Flashcontroller - vermutlich hat sich Intel hier Technik aus seinen SSDs geborgt, die mit einem zehnkanaligen Flashinterface zu den schnellsten SATA-Laufwerken gehören. Die Markteinführung von Braidwood plant Intel erst für 2010.

Weitere Details zu den zahlreichen Versionen des Core i5 nannte Intel noch nicht. Bereits auf der Cebit 2009 zeichnete sich ab, dass die Chipsätze und die Mainboards in vielen Ausstattungsvarianten auf den Markt kommen werden. Noch ist nicht klar, welche Versionen welche Funktionen - wie mehrere PEG-Slots - bieten werden. Dem bisherigen Erfolg mit Mainboards und Chipsätzen dürfte das keinen Abbruch tun: Intel feierte auf der Computex auch, dass bisher insgesamt eine Milliarde Mainboards mit Intel-Chipsätzen in Taiwan hergestellt wurden.

 Intel: Core i5 40 Prozent schneller, später mit TurboMemory

Heitmanns... 05. Jun 2009

Mit dem Riesen-Hebel lässt sich sowas ganz gut regeln, denke ich.

Darioo 05. Jun 2009

Das schöne an diesem Kern ist ja, daß er zum GPU Computing unterstützt. Leistung einer...

1110010 05. Jun 2009

Genau das - für den Desktop-Betrieb ist der Chip absolut ausreichend. Für den Desktop...

falsch123 05. Jun 2009

Nein, viel sinniger wäre die "fette" Grafikkarte nur bei Bedarf mit Strom zu versorgen...

sphere 04. Jun 2009

Quark, es geht hier um Desktop CPUs. Für Server-CPUs steht keine On-Die-GPU auf der...

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