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Amsterdam setzt auf ElektromobilitätAmsterdamer Umweltsenatorin Marijke Vos weiht Ladestation für Elektroauto ein
Schon heute bewegt sich der durchschnittliche Amsterdamer umweltfreundlich mit dem Fahrrad fort. Doch die Stadtverwaltung will mehr: In 30 Jahren, so stellt sie sich vor, sollen Verbrennungsmotoren komplett von den Straßen der niederländischen Hauptstadt verbannt sein. Der motorisierte Amsterdamer soll sich dann im Elektroauto fortbewegen.
Den ersten Schritt hat die Stadt jetzt getan: Sie hat ein Pilotprojekt für Elektromobilität gestartet, in dessen Rahmen im kommenden halben Jahr 45 intelligente Ladestationen für Elektroautos aufgestellt werden sollen. Die erste Elektrozapfsäule hat die Amsterdamer Umweltsenatorin Marijke Vos diese Woche in Betrieb genommen. Bis 2012 soll die Zahl auf 200 steigen. Sie sollen ausreichen, um 10.000 Elektroautos, die bis 2015 auf Amsterdams Straßen unterwegs sein sollen, mit Energie zu versorgen.
Die Stromtankstellen, die vom US-Hersteller Coulomb Technologies stammen, sind mehr als bloße Steckdosen für Elektroautos. Sie sind in ein Netzwerk eingebunden, über das sie überwacht werden können und über das auch die Abrechnung für den entnommenen Strom erfolgt. Über eine Internetschnittstelle können sich der Nutzer auf Google Maps anzeigen lassen, wo sich in ihrer Nähe eine Ladestation befindet und ob diese frei ist. Strom tanken mit Smartcard Fahrer, die an dem Projekt teilnehmen möchten, können sich über das Internet für das Projekt registrieren. Jeder Teilnehmer erhält eine Smartcard, mit der er sich an einer Ladestation identifiziert. Hat er sich angemeldet, kann der Fahrer das Ladekabel mit seinem Auto verbinden. Per SMS wird er benachrichtigt, wenn der Akku voll ist oder der Ladevorgang aus irgendeinem Grund abgebrochen worden sein sollte. Auch anderswo werden Infrastrukturen für Elektroautos aufbaut. Hierzulande arbeiten etwa die Energieversorger RWE und Eon mit den Autoherstellern Daimler und BMW an zwei Pilotprojekten in Berlin. Das US-Unternehmen Better Place verfolgt Projekte in mehrere Ländern, unter anderem im Nachbarland Dänemark, in Israel und im US-Bundesstaat Kalifornien. Tesla ruft Roadster zurück Unterdessen musste der US-Elektroautohersteller Tesla Motors vorsichtshalber eine Reihe seiner Sportwagen Tesla Roadster zurückrufen. An einigen Fahrzeugen sei eine Schraube an der Hinterachse nicht richtig festgezogen worden. Der Fehler sei Lotus bei der Montage unterlaufen, teilte Tesla mit. Vergleichbare Probleme seien auch bei den Modellen Elise und Exige des britischen Sportwagenherstellers aufgetreten. Der Tesla Roadster basiert auf dem Lotus Elise. Zu Unfällen ist es laut Tesla wegen des Fehlers nicht gekommen. (wp)
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