Pine Trail: Nächster Netbook-Atom mit Grafik in der CPU

Neue Plattform soll im vierten Quartal 2009 erscheinen

Kurz nachdem Intel einige Details der Handheld-Plattform Moorestown verriet, hat das Unternehmen nun konkrete Angaben zu dessen Netbook-Version "Pine Trail" gemacht. Die Grafikfunktionen wandern dabei in den Prozessor, sodass der Chipsatz nur noch aus einem Baustein besteht. Das hat für einige andere schon angekündigte Produkte deutliche Konsequenzen.

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Den groben Umriss von "Pine Trail" zeichneten bereits inoffizielle Angaben, die im Januar 2009 aufgetaucht waren - und nur das, was damals in Asien schon bekannt war, hat Intel nun bestätigt und etwas näher erläutert. Insbesondere gibt es noch keine Informationen zu Taktfrequenz, Zahl der Kerne und der Leistungsaufnahme der Pine-Trail-Plattform.

Auf einer zunächst wenig beachteten Analysten-Konferenz hatte Intel in der vergangenen Woche die beiden nächsten Handheld-Plattformen Moorestown und Medfield erklärt, und in der Folge nun ohne Ankündigung ein PDF auf seine Presseseiten gestellt. Es stellt nach Intels Lesart die ersten offiziellen Äusserungen zu Pine Trail dar.

Pine Trail ist der Nachfolger der Plattform "Diamondville", die das Gros aller Netbooks antreibt. Diamondville besteht aus einem Atom-Prozessor, der Northbridge 945GSE, die Speichercontroller und Grafiklogik nach DirectX-9 enthält sowie der Southbridge ICH7. Die Ansteuerung des Arbeitsspeichers und die Grafik wandern bei der CPU "Pineview" für die neue Plattform in den Prozessor. Über Intels älteren Bus DMI wird daran noch die Southbridge "Tiger Point" angebunden, die wie bisherige Südbrücken SATA, PCI-Express, USB und den Logikteil von Audiobausteinen enthält.

Damit besteht das Pine-Trail-Paket nur noch aus zwei Chips. Das ist für Intel neu, aber als Netbook-Plattform nicht, seit Nvidia seine Ion-Lösung angekündigt hat, die bisher aber nur in stationären Rechnern wie dem Acer Revo zu finden ist. Nvidia beklagt sich folglich über angeblich unfaire Preisgestaltungen von Intels Atom-Plattformen. Bei Ion stecken jedoch Grafik und Speichercontroller zusammen mit den I/O-Einheiten in einem Chip namens Geforce 9400M.

Wie schon beim Core i7 fällt der bei Intel über ein Jahrzehnt aktuelle Frontside-Bus (FSB) mit Pine Trail weg. Für Nvidia bleibt also nur noch wenig Zeit, um den Geforce 9400M für Ion-Plattformen zu verkaufen. Bei Apple ist Nvidia mit diesem Baustein bereits gut etabliert, denn er steckt in fast allen aktuellen Rechnern der Mac-Macher.

Die Integration von immer mehr Funktionen ist besonders bei günstigen mobilen Rechnern ein Kostenvorteil, weil die Platinen und der Montageaufwand sowie die Kühlsysteme einfacher werden. Die Mainboards sollen mit den neuen Chips nur noch aus vier Lagen bestehen. Laut Intels Präsentation zu Pine Trail kann die Plattform bei gewissen "Einschränkungen der Konfiguration" lüfterlos gekühlt werden, lies: bei geringeren Taktraten. Entsprechende Netbooks mit Diamondville-Chips gibt es aber bereits, unter anderem von Dell.

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Jim 07. Dez 2009

Die meisten derzeit erhältlichen netbooks haben alle die gleiche CPU (N270 1,60GHz) von...

default 22. Mai 2009

Daran ist Flash und die schwache CPU schuld, nicht die GPU.

chris109 22. Mai 2009

Mal ehrlich: Was ist von der Ursprünglichen Netbook-Idee denn geblieben? Das erste...

ofjeden 21. Mai 2009

aufjedenfall, wo ich letztens ein video in HQ ganz zu schweigen HD auf Youtube gucken...

fhA 21. Mai 2009

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