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Intel Friday Night Games: Der Kampf um die Schwarzwaldhalle

Karlsruher Politiker streiten um E-Sport-Veranstaltung

Ausgerechnet im sonst so friedlichen Karlsruhe eskaliert der Streit um die "Killerspiele": Nachdem der Oberbürgermeister eine E-Sport-Veranstaltung in der Schwarzwaldhalle erlaubt hatte, streiten sich die Politiker - die örtliche CDU will die Veranstaltung sogar mit einem Ultimatum verhindern.

Der Druck auf Heinz Fenrich steigt. Als Oberbürgermeister der badischen Stadt Karlsruhe hat er das im Rahmen der Electronic Sports League stattfindene E-Sport-Treffen 'Intel Friday Night Games' (IFNG) nicht verboten. Ursprünglich sollte die IFNG in Stuttgart stattfinden, dort wurde sie jedoch von der Stadtregierung unter Verweis auf den Amoklauf von Winnenden untersagt. Also wich Veranstalter Turtle Entertainment nach Karlsruhe aus, um am 5. Juni 2009 bis zu 1.500 Computerspieler an Tastatur und Maus zu bitten.

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Fenrich hatte Anfang Mai 2009 über die Veranstaltung entschieden und sie genehmigt. Der Oberbürgermeister hält zwar selbst nicht viel von sogenannten "Killerspielen" wie Counter-Strike - aber das Spiel sei nun mal ab 16 Jahren freigegeben. Außerdem findet gleichzeitig eine Eltern-Lan der Bundeszentrale für politische Bildung statt, auf der Eltern, Pädagogen und Lehrer sich darüber informieren können, was ihre Zöglinge denn da an PC und Konsole so treiben.

Bei seiner Entscheidung sah sich CDU-Mitglied Fenrich auch von seiner Gemeinderatsfraktion unterstützt - davon ist nicht mehr viel übrig. Die örtliche CDU-Fraktion hat nun die Stadtverwaltung ultimativ aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen. Falls das nicht geschehe, soll am 26. Mai 2009 eine Sondersitzung des Gemeinderats stattfinden, in der über eine Gesellschafteranweisung an die Karlsruher Messe und Kongress GmbH abgestimmt wird. "Aufgrund ihres gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und brutalen Charakters können solche Spiele Jugendliche zu mehr Gewalt veranlassen", sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz zu KA-News.

Der Streit erhitzt in Karlsruhe zunehmend die Gemüter. In der örtlichen Lokalzeitung standen wütende Leserbriefe, Eltern sammeln vor Schulen und Kindergärten Unterschriften gegen die IFNG. Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) hatte schon im Vorfeld ein Verbot von gewalthaltigen Spielen gefordert, und auch der Städtetag des Bundeslandes distanzierte sich von der Computernacht.

Besonders empört reagierte Ingo Wellenreuther, der Karlsruher CDU-Vorsitzender und Bundestagsmitglied ist. "Entscheidend ist im konkreten Fall nicht, ob Killerspiele derzeit schon gesetzlich verboten sind, sondern dass nach meiner Auffassung die Stadt Karlsruhe ihre Hallen für Veranstaltungen mit Killerspielen nicht vermieten sollte", erklärte er.


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Klaus Barth 27. Mai 2009

Da stimme ich dem Vorredner zu. Als die ersten "billigen" Taschenromane verkauft wurden...

KleinFritzchen 25. Mai 2009

Erinnert mich irgendwie an eine Bewegung im Mittelalter. Da wurden auch Frauen vorschnell...

spanther 24. Mai 2009

Aber bitte mit funktionierendem Jugendschutzsystem, wo nicht jeder Teenie schon harten...

Der Kaiser! 23. Mai 2009

Warum nicht beides? Vormittags Jugendclub, Abends "Disse".

BallungsraumIdi... 23. Mai 2009

Genau. Der Jugendclub muss konkurrenzfähig zur Dorfdisse werden. Die lokale Gastronomie...


darktiger.org / 27. Mai 2009



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