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Beschwerde gegen Windows-Beschaffungsprojekt eingereicht

Schweizer Open-Source-Dienstleister kritisieren Vergabepraxis

Die Schweizer Bundesverwaltung hat nach Medienberichten einen Dreijahresvertrag mit Microsoft geschlossen, der einen Wert von über 42 Millionen Franken (27,86 Millionen Euro) hat. Eine öffentliche Ausschreibung soll es nicht gegeben haben. Das gefällt den eidgenössischen Open-Source-Dienstleistern nicht.

Mehrere Dienstleister aus dem Open-Source-Umfeld haben sich daher zusammengeschlossen und wollen gegen die im Schweizerischen Handelsamtsblatt publizierte Beschaffung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen. Künftig soll die künftige Beschaffung der öffentlichen Hand auch alternative Systeme umfassen und nicht nur die Produkte des marktbeherrschenden Unternehmens.

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Bei der kritisierten Beschaffung geht es um Software für Arbeitsplätze und Server des Bundes. Eine Ausschreibung fand nicht statt. Die stattdessen durchgeführte "freihändige Vergabe" hätte nach Auffassung der Swiss Open Systems User Group /Ch/Open nicht stattfinden dürfen. Nach Ansicht von /CH/Open gibt es Alternativen, die berücksichtigt werden müssen.

Die Gruppe nannte als Beispiele aus dem eigenen Land den Einsatz von Open-Source-Lösungen in den Kantonen Solothurn, Waadt und dem Schweizerischen Bundesgericht.

Erst Anfang Mai 2009 hatte sich eine Reihe Schweizer Nationalräte zur 'Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit' zusammengeschlossen. Sie wollen den Einsatz von Open Source fördern und sich auch Themen wie Open Content und Open Access widmen. Noch immer setze die Schweizer Bundesverwaltung auf proprietäre Software, heißt es in einer Mitteilung der Gruppe. Zwar gebe es bereits eine "Open Source Strategie Bund" und auch eine entsprechende "E-Government-Strategie", die ebenfalls den Einsatz von Open Source vorgebe. Die Realität aber sehe anders aus.


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