Lehrer sollten DVDs für den Schulgebrauch mit einer Videokamera abfilmen. Das hat der Verband der US-Filmindustrie auf einer US-Urheberrechtsbehörde zu Ausnahmebestimmungen im Digital Millennium Copyright Act (DMCA) vorgeschlagen.
Der Kopierschutz auf DVDs ist den Hollywood-Studios heilig. Alle drei Jahre kommt der Kopierschutz auf den Prüfstand und alle drei Jahre stemmt sich Hollywood gegen Versuche, den Kopierschutz aufzuweichen. Auch dieses Jahr findet wieder eine Anhörung der US-Urheberrechtsbehörde zu Ausnahmen vom Umgehungsverbot für technische Schutzmaßnahmen statt, wie es im DMCA
festgeschrieben ist.
Aus diesem Anlass ist der Verband der US-Filmindustrie (MPAA) auf eine besonders originelle Idee verfallen. Lehrer, die Filmausschnitte von DVDs für Unterrichtszwecke einsetzen wollen, sollen diese mit einer Videokamera vom Fernseher abfilmen. Dazu bräuchten sie die Schutzmaßnahmen auf der DVD nicht zu umgehen. Um zu demonstrieren, wie
das Abfilmen funktioniert, hat die MPAA auf der Anhörung ein entsprechendes
Video vorgeführt. Die Vorführung wurde abgefilmt und steht bei Vimeo zur Verfügung.
Hochschullehrer, die auf Filmausschnitte zurückgreifen wollen, haben es da leichter. Ihnen wurde nach der letzten DMCA-Anhörung 2006 gestattet, den Kopierschutz auf DVDs zu umgehen.
[von Robert A. Gehring]
(md)
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