Abo
  • Services:
Anzeige

E-Books: Verlage schotten Märkte ab

Regionalcodes für E-Books?

Große Verlage ziehen im E-Book-Geschäft die Daumenschrauben an. Händler wie Fictionwise in den USA bekommen keine internationalen Lizenzen mehr. Die Kunden leiden unter dem eingeschränkten Angebot.

Gibt es bald Regionalcodes für E-Books und Lesegeräte? Das wäre ein weiterer Schritt hin zur totalen Abschottung nationaler Märkte. Den ersten Schritt haben große E-Book-Verlage in den USA bereits gemacht, berichtet die New York Times. Auf Anfrage teilte der E-Book-Händler Fictionwise mit, dass eine ganze Reihe großer Verlage seit Anfang April 2009 keine internationalen Lizenzen zur Vermarktung ihrer E-Books mehr erteilen: "Mehrere Verlage haben kürzlich die Position eingenommen, dass geografische Rechte für E-Books durchgesetzt werden müssen. Fictionwise verhandelte [...] und erhielt mehrere Monate Zeit, um Systeme zur geografischen Verwaltung einzelner Titel zu entwickeln. Diese Systeme wurden implementiert und gingen in der ersten Aprilwoche in Betrieb."

Anzeige

Was für die E-Buchhändler Entwicklungskosten und für die E-Book-Käufer Angebotseinschränkungen bedeutet, ergibt vor allem für die Verlage Sinn. Laut Urheberrecht gilt ein nationales Verbreitungsrecht. Das bedeutet nichts anderes, als dass Rechteinhaber Nutzungsrechte für ihre Werke grundsätzlich pro Land vergeben - oder verweigern - können. Die konkreten Lizenzbestimmungen können dabei den jeweiligen wirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes angepasst werden. Das ist profitabel für die Verlage.

Bei gedruckten Büchern ist es relativ problemlos möglich, sich Originalausgaben kostengünstig im Ausland zu kaufen. Spätestens seit Amazon ist der Auslandskauf nur noch einen Mausklick entfernt. E-Bücher werden allerdings ähnlich wie Software oder Musikdownloads selten verkauft, sondern üblicherweise nur lizenziert. Mit der Einführung nationaler Lizenzen können die Verlage den grenzüberschreitenden Handel leicht unterbinden. Je nach Kaufkraft könnte dann ein und dasselbe E-Book in zwei aneinandergrenzenden Ländern einen völlig unterschiedlichen Preis haben.

Bei konstanten Herstellungs- und Onlinevertriebskosten für E-Books ließen sich durch diese monopolistische Marktsegmentierung Preise und Profite maximieren. Die dem Internet übergestülpten, noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Urheberrechtskonzepte machen es möglich. Die Zeche zahlen die Kunden. Für sie wird das Angebot kleiner und teurer. [von Robert A. Gehring]


eye home zur Startseite
Meier von der... 23. Apr 2009

Merke: Globalisierung ist eine Einbahnstrasse und es muß unter allen Umständen verhindert...

LX 22. Apr 2009

Die Medienindustrien verbringen mehr Zeit damit, die neuen Verbreitungsmöglichkeiten so...

Ftee 22. Apr 2009

Vor fünf Jahren habe ich mein erstes ebook bekommen. War ein älteres Buch von Neal...

justmy2cents 22. Apr 2009

Vergleichst du auch Autos mit Birnen?

GanzEinfach 22. Apr 2009

So lange ich nicht den selben Komfort und die selben, nicht vorhandenen Einschränkungen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. CERATIZIT Deutschland GmbH, Empfingen
  2. Daimler AG, Stuttgart
  3. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  4. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Vier Fäuste für ein Halleluja, Zwei bärenstarke Typen,Vier Fäuste gegen Rio)
  2. (u. a. Apollo 13, Insidious, Horns, King Kong, E.T. The Untouchables, Der Sternwanderer)
  3. 17,97€

Folgen Sie uns
       


  1. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  2. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  3. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  4. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe

  5. Urteil zu Sofortüberweisung

    OLG empfiehlt Verbrauchern Einkauf im Ladengeschäft

  6. Hearthstone

    Blizzard schickt Spieler in die Straßen von Gadgetzan

  7. Jolla

    Sailfish OS in Russland als Referenzmodell für andere Länder

  8. Router-Schwachstellen

    100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

  9. Rule 41

    Das FBI darf jetzt weltweit hacken

  10. Breath of the Wild

    Spekulationen über spielbare Zelda



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus 3T im Test: Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
Oneplus 3T im Test
Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
  1. Smartphone Oneplus 3T mit 128 GByte wird nicht zu Weihnachten geliefert
  2. Android-Smartphone Oneplus Three wird nach fünf Monaten eingestellt
  3. Oneplus 3T Oneplus bringt Three mit besserem Akku und SoC

Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert: Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert
Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
  1. Transport Hyperloop One plant Trasse in Dubai

Astrohaus Freewrite im Test: Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß
Astrohaus Freewrite im Test
Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß
  1. Cisco Global Cloud Index Bald sind 90 Prozent der Workloads in Cloud-Rechenzentren
  2. Cloud Computing Hyperkonvergenz packt das ganze Rechenzentrum in eine Kiste
  3. Cloud Computing Was ist eigentlich Software Defined Storage?

  1. Re: Günstig? Dafür bekommt man ein S7...

    Cerb | 01:14

  2. Re: Kritik unberechtigt?

    Impergator | 01:11

  3. Re: 200.000 Pfund für Essen?

    Seismoid | 01:08

  4. Re: Wenn Obama seinen Behörden das Hacken von...

    DerSkeptiker | 01:05

  5. Re: dauert noch

    ArcherV | 01:02


  1. 18:27

  2. 18:01

  3. 17:46

  4. 17:19

  5. 16:37

  6. 16:03

  7. 15:34

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel