Neue OLPC-Laptops mit verbessertem Innenleben

Vias C7M ersetzt AMDs Geode-LX

"One Laptop per Child" kündigt eine neue Version des XO-1 an. Auch der neue, robuste Laptop für Kinder soll an Schulen in Entwicklungs- und Schwellenländern eingesetzt werden. Das Innenleben bestimmt jetzt vor allem Via mit einer neuen CPU und einem neuen Chipsatz.

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In einem Posting in einer Mailingliste kündigt One Laptop per Child (OLPC) eine neue Version des Notebooks XO-1 an. Bevor mit dem XO-2 die zweite Version des "One Laptop per Child"-Projekts produziert wird, soll es erst einmal eine aktualisierte Fassung des ersten Modells geben. Der XO-1.5 soll günstiger und leistungsstärker sein als der Vorgänger.

XO-1 und XO1.5 sollen von außen nicht zu unterscheiden sein (Bild: XO-1 cc-by-2.5 OLPC)
XO-1 und XO1.5 sollen von außen nicht zu unterscheiden sein (Bild: XO-1 cc-by-2.5 OLPC)

An der Hardware wird bei der Modellpflege einiges verändert. So wechselt OLPC den Hauptprozessor aus. Statt AMDs Geode LX 700 mit 433 MHz wird jetzt Vias C7M eingesetzt. Dieser taktet je nach Bedarf mit 400 bis 1.000 MHz. Die Leistungsaufnahme des C7M liegt dabei laut OLPC zwischen 1,5 und 5 Watt. Für den Fall, dass der XO-1.5 zu warm wird, was gerade in Ländern mit tropischem Klima passieren kann, taktet die CPU wieder herunter.

Ebenfalls neu ist Vias VX855, der einen Speichercontroller und einen Grafikkern besitzt. Der Grafikkern soll DirectX-9-Spiele darstellen können und schnell genug für 1080p-Videos sein. Das sind allerdings Fähigkeiten, die beim XO-1 eher brachliegen werden. Durch den Chipsatz ändert sich auch die integrierte Soundkarte, die statt AC '97 jetzt HD Audio unterstützt. Dadurch lässt sich auch ein Stereo-Mikrofon anschließen. Der CaFE-Chip, der für die Kamera verantwortlich war, wird nicht mehr verbaut. Die Aufgabe übernimmt nun der VX855. Die neuen Notebooks sollen an denselben Orten eingesetzt werden wie die alten. Softwarekompatibilität steht also an erster Stelle und diese soll trotz der neuen Bausteine weiterhin bestehen bleiben.

Zusätzlich gibt es mehr Arbeitsspeicher (1 GByte statt 256 MByte) und mehr Platz auf dem Flashspeicher, der auf 4 GByte erhöht wird. Die meisten XO-1 hatten nur 1 GByte Festspeicher. Nur wenige Modelle hatten 2 GByte. Als Option für den XO-1.5 gibt es auch 8 GByte Flashspeicher.

Äußerlich wird sich der XO-1 nicht vom XO-1.5 unterscheiden. Auch die Batterie für die Stromversorgung und das Display werden nicht verändert. Ziel ist es bei der Entwicklung des XO-1.5, denselben Energieverbrauch zu erreichen, den der XO-1 hatte.

Die neuen Komponenten sollen auch den Preis nach unten drücken. Nicholas Negroponte setzte sich noch 2008 optimistisch 100 US-Dollar als Ziel. 2010 sollen es sogar nur noch 50 US-Dollar sein.

Bisher handelt es sich bei dem XO-1.5 nur um eine Ankündigung. Die Hardware hat noch nicht ihren Endzustand erreicht. Erste XO-1.5-Entwicklungsboards sollen für die Treiberentwicklung bis Ende Mai 2009 verfügbar sein, etwas mehr als drei Jahre nachdem das XO-1-Board als Prototyp eingeschaltet wurde. Eine größere Anzahl von Prototypen (OLPC kündigt mehrere hundert Einheiten an) soll es bis Ende August 2009 geben. Diese sollen dann ausgiebig getestet werden, bevor die Serienproduktion startet.


troshka Killer 13. Nov 2009

@ troshka Bilde dich! Dann erweitert sich dein Horizont.

troshka 21. Apr 2009

Die Bücher kosten, erstmal, in der Produktion eigentlich WESENTLICH billiger als sie...

Phreeze 21. Apr 2009

Das hat Deutschland sich selbst zuzuschreiben mit seiner "immer billiger" Einstellung...

NO!NATIONALISM 21. Apr 2009

Deutschland ist eben doch nur der 53. amerikanische Bundesstaat (nach UK und Israel) und...

zomg 21. Apr 2009

ein array micro das stereo aufzeichnet um störgerusche zu minimieren ?

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