Satyam an indischen Konkurrenten verkauft

Hoher Preis für IT-Outsourcing-Unternehmen in Bieterwettrennen erzielt

Satyam hat bei einem Notverkauf im Konkurrenten Tech Mahindra einen Abnehmer gefunden. Die schwer angeschlagene Firma mit 48.000 Beschäftigten wurde mit 834 Millionen Euro bewertet.

Anzeige

Der von einem Finanzskandal zerrüttete indische Software- und IT-Service-Konzern Satyam hat einen Käufer gefunden. Der IT-Services-Anbieter Tech Mahindra, an dem BT (British Telecom) beteiligt ist, hat 17,6 Milliarden Rupien (267 Millionen Euro) für einen Kontrollanteil von 31 Prozent an Satyam gezahlt.

Damit wurde Satyam auf 834 Millionen Euro bewertet, was weit über den Erwartungen und 23 Prozent über dem Börsenkurs vom 9. April 2009 lag. Weitere Kaufinteressenten waren IBM, der Finanzinvestor Apax Partners, der indische Mischkonzern Spice Group und das Bau- und Maschinenbauunternehmen Larsen & Toubro (L&T).

Satyam ist nach Tata Consultancy Services (TCS), Infosys und Wipro Indiens viertgrößter IT-Dienstleister und Softwareauftragshersteller, hat circa 48.000 Beschäftigte und weltweit über 600 Kunden, darunter Firmen wie Cisco, Ford, General Electric, General Motors und Nestlé. Im Januar 2009 wurden der Aufsichtsratschef und Gründer B. Ramalinga Raju, sein Bruder und Vorstandschef B. Rama Raju sowie Finanzchef Srinivas Vadlamani festgenommen. Gegen die drei, die die Bilanzen um 1 Milliarde US-Dollar aufgebläht haben sollen, wird wegen Betrugs und Urkundenfälschung ermittelt. Inzwischen wurde Anklage gegen Raju erhoben. Die Regierung hatte den Aufsichtsrat mit eigenen Vertretern neu gebildet. Nun muss das Gremium den Kauf durch Tech Mahindra akzeptieren. Tech Mahindra wird vom indischen Automobilhersteller Mahindra & Mahindra kontrolliert und hat 23.000 Beschäftigte.

"Tech Mahindra hat den Zuschlag erhalten, das ist bestätigt. Nun müssen wir einige Tage warten, ob alles so akzeptiert wird", sagte Aufsichtsrat Deepak Parekh. Satyam hat laut einem Bericht der indischen Economic Times durch den Skandal 46 Outsourcingverträge an Konkurrenten wie IBM, Tata Consultancy und Wipro in Indien verloren. 5.000 Satyam-Mitarbeiter wechselten zu anderen Unternehmen.


InderinderInderin 13. Apr 2009

die enden noch so wie Sony!

Kommentieren




Anzeige
  1. Manager IT Application Dynamics CRM (m/w)
    DocuWare GmbH, Germering
  2. Senior Java Entwickler für Wartung und Support (m/w)
    NEO Business Partners GmbH, Hannover
  3. Business Analyst - Settlement (m/w) Bereich Payment & Risk
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  4. Integration Tester (m/w) Division Card Issuing
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim near Munich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo 3DS

    Neue Firmware erweitert Mii-Lobby

  2. Photofast

    MicroSD-Laufwerke für Macbooks

  3. Zoom H6

    Sechs-Spur-Audiorekorder mit Wechselmikrofonen

  4. Sharp

    Hocheffiziente Solarzelle mit 44 Prozent Wirkungsgrad

  5. Intel MIC

    Xeon Phi in neuen und kompakten Formen

  6. Ex-US-Vizepräsident

    Cheney verdächtigt Edward Snowden der Spionage für China

  7. Systemtool

    CPU-Z für Android zeigt Takt und Systemdaten

  8. Opt-out-Zwang

    Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein

  9. Gearbox vs 3D Realms

    Millionenstreit um Duke Nukem Forever

  10. ISC 2013

    Telekom und Alcatel-Lucent zeigen 400 GBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Open Data: Teure Hochwasserdaten
Open Data
Teure Hochwasserdaten

Expensive Data: Ein Blogger aus Sachsen-Anhalt wollte mit hochauflösenden Karten der Überschwemmung die Hilfsmaßnahmen erleichtern. Auf Open Data hoffte er aber vergeblich: Für die Daten des Zentrums für Satellitengestützte Kriseninformation sollte er 800 Euro bezahlen.

  1. PSI-Richtlinie EU-Parlament verabschiedet neue Open-Data-Richtlinie
  2. Doc Patch Das Grundgesetz wird Open Data
  3. Open Data Map Dokumentieren, was fehlt

The Witcher 3: Riesen-Rollenspiel für Profis
The Witcher 3
Riesen-Rollenspiel für Profis

E3 2013 Eine Handlung mit Tiefgang, taktische Kämpfe, eine offene Fantasywelt, imposante Grafik mit spektakulären Wettereffekten: Mit The Witcher 3 will CD Projekt Red die Messlatte für Rollenspiele deutlich höher legen. Golem.de hat sich eine aktuelle Version angesehen.

  1. Firmendokument CD Projekt plant langfristig mit Witcher & Co

Teardown: Google Glass, zerlegt
Teardown
Google Glass, zerlegt

Scott Torborg und Star Simpson haben die Datenbrille von Google gekauft und dann zerlegt. Ihr Fazit: Google Glass ist überraschend einfach aufgebaut.

  1. Softwareupdate Kamera in Google Glass deutlich verbessert
  2. Datenschutz Gesichtserkennung mit Google Glass verboten
  3. Datenbrillen Jeder Fünfte in Deutschland würde Google Glass nutzen

Zum Artikel