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US-Medien fordern Lizenzgebühren von Newsaggregatoren

WSJ und AP bezeichnen Aggregatoren als Parasiten

Zwei traditionelle US-Medien haben harsche Kritik an Aggregatoren wie Google News geübt. Diese Angebote nutzten die Inhalte anderer, ohne dafür zu bezahlen. Die Nachrichtenagentur AP kündigte an, die widerrechtliche Nutzung ihrer Artikel im Internet zu verfolgen.

Mit dem Zeitungssterben in den USA wird der Ton auf dem US-Medienmarkt rauer. Zwei der wichtigen traditionellen Medien, die Tageszeitung Wall Street Journal (WSJ) und die Nachrichtenagentur Associated Press (AP), gehen hart mit der Umsonstkultur im Internet und mit Aggregatoren wie Google News ins Gericht.

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AP will künftig konsequent gegen die widerrechtliche Nutzung ihrer Artikel im Internet vorgehen. Das beschloss das Direktorium bei seinem Jahrestreffen. Dazu zählen offensichtlich auch die Newsaggregatoren. AP arbeite mit Partnern zusammen, die die Inhalte legal nutzen und dafür bezahlen, sagte Dean Singleton, Chef des Zeitungsverlages MediaNews Group und Verwaltungsratsvorsitzender von AP, in seiner Ansprache auf dem Treffen. Den anderen sagte er den Kampf an: "Wir können nicht länger untätig zusehen, wie andere auf der Grundlage falsch verstandener Rechtsauffassungen unsere Arbeit nutzen. Das treibt uns zum Wahnsinn, und wir werden das nicht mehr länger hinnehmen."

Auch WSJ-Chefredakteur Robert Thomson fand im Interview mit der in Sydney erscheinenden Tageszeitung The Australian deutliche Worte für die Kostenloskultur im Internet. Die Nutzer müssten lernen, dass qualitativ hochwertige Inhalte auch im Internet nur gegen Bezahlung zu bekommen seien. Inzwischen habe sich jedoch die Auffassung durchgesetzt, dass Inhalte im Internet kostenlos seien. Diese Auffassung hält Thomson für falsch.

Angebote wie Google News profitierten aber von dieser Haltung. "Und sie haben wenig Anreiz anzuerkennen, dass sie mit Werten Handel treiben, die andere geschaffen haben." Einige dieser Seiten ließen sich "am besten als Parasiten und technische Bandwürmer in den Eingeweiden des Internets beschreiben", sagte Thomson.

Die Medienunternehmen trügen die Kosten, andere schöpften dann einen Teil der Einkünfte ab, beklagte Thomson. Die Aggregatoren sollten anerkennen, dass sie die Inhalte anderer ausliefern und Lizenzgebühren für deren Nutzung zahlen, forderte er.

Als Gegenbeispiel führte Thomson das Dow-Jones-Angebot Factiva an, das für die Nutzung von fremden Inhalten an die Rechteinhaber zahle. "Diese Variante ist komplett anders, und sie ist zweifellos angemessen."

Ganz neu ist der Streit um die Newsaggregatoren indes nicht. Die französische Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP) hatte Google bereits im Jahr 2005 wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Zwei Jahre dauerte der Streit zwischen den beiden, dann einigten sie sich auf eine bezahlte Nutzung der Inhalte. Eine vergleichbare Vereinbarung existiert auch mit AP.

Mitte März hat Google mit einigen europäischen Nachrichtenagenturen, die zur European Pressphoto Agency (epa) gehören, vereinbart, Agenturmeldungen künftig als Original in Google News einzubinden. Die in Onlinemedien erschienenen Meldungen werden nachrangig eingeordnet oder aussortiert. Auf diese Weise sollen "Journalisten und Herausgeber, die für die Erstellung und Verbreitung von Nachrichten hart arbeiten, als ursprüngliche Nachrichtenquelle" erkennbar sein, sagte Josh Cohen, der für Google News verantwortlich ist.


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blork42 13. Apr 2009

Da Usergenerierter Content 90% Müll ist und die Kapitalistenfirmen Kohle sehn wollen für...

redwolf_ 08. Apr 2009

Nein, weil es rechtlich nicht erlaubt ist. Einzige Möglichkeit ist es Leute einzustellen...

Raoul 07. Apr 2009

Wie wäre es wenn Google im gegenzug pro Klick den link zur Zeitung eine Gebühr bekommt...

Rexneter 07. Apr 2009

Man darf gespannt sein wie Google sich hier verhält, würde mich nicht wundern wenn da...

Schulbub 07. Apr 2009

Arrogantes Pack. Diese Industrie hat wohl das Recht für sich gepachtet, anderen...



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