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Spieletest: U-Bahn-Simulator - Fehlerfahrt durch Berlin

Schwächen im Design trüben das Spielerlebnis

Ein U-Bahn-Simulator mit der Strecke U7 in der Hauptstadt? Das konnte sich die in Berlin ansässige Golem.de-Redaktion nicht entgehen lassen. Im Test musste der Simulator zwischen Spandau und Rudow zeigen, wie nah er dem Original kommt.

Derzeit wird der Simulationsmarkt vor allem von Müll- und ähnlichen Nutzfahrzeugsimulatoren überschwemmt. Echte Simulationsspiele sind selten. Der U-Bahn-Simulator der Erfurter TML Studios erhebt den Anspruch, dazuzugehören. Die U7-Simulation ist der zweite Titel der World of Subways. Er kommt mit einer eigenen Engine aus.

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Die U-Bahn-Linie 7 (kurz U7) ist eine Großprofilstrecke und die längste Linie in Berlin. Die Fahrt von einem Ende (Rathaus Spandau) bis zum anderen Ende (Rudow) dauert fast eine Stunde und führt durch die halbe Stadt - knapp 32 Kilometer, komplett unterirdisch. Viel zu sehen gibt es also nicht.

Die U7 hat eine lange Geschichte und ist mit einigen beeindruckenden und ein paar pompösen Bahnhöfen ausgestattet - zumindest für Berliner Verhältnisse. Das geht bei sehr alten Bahnhöfen wie dem Hermannplatz (1926) in Neukölln los und hört bei modernen Stationen wie Rathaus Spandau (1984) auf, die vom Architekten Rainer G. Rümmler gestaltet wurden.

Der U-Bahn-Simulator kommt an die Realität nicht heran. Das liegt auch an den technischen Problemen der eigentlich hübschen Engine: So leuchten Tunnelleuchten durch die Decke der U-Bahn und häufig poppen Teile von Zügen und Tunneln auf oder verschwinden. Davon abgesehen nervte das Spiel im Test mit zahlreichen Abstürzen, verschwindenden Mauszeigern, und es lief nur auf einem von drei Rechnern bei Golem.de. Die anderen beiden Vista-Rechner sollten mit einer aktuellen DirectX-Version aktualisiert werden, so die sinnfreie Fehlermeldung des Spiels. Diese gibt es aber nicht. Mit Windows Vista kennen sich die Entwickler der TML-Studios ohnehin nicht gut aus. Ohne Administratorrechte war es beispielsweise nicht möglich, die Einstellungen dauerhaft festzulegen.

Wer Berlin und die Linie 7 kennt, wird außerdem auch ohne tiefgreifende Kenntnisse der U-Bahn einige Fehler entdecken. Der auffallendste ist die U-Bahn der Baureihe H (Berliner Großprofil). Im echten Berlin wird dieser Zug nur als 6-Wagen-Zug eingesetzt; ein Teilen des Zuges ist betrieblich nicht möglich. Im Spiel wird der Zug hingegen in der Galerie dennoch als 3-Wagen-Zug präsentiert, im Spiel kann er sogar als 2- oder 4-Wagen-Zug gefahren werden.

Auch Signaltafeln sind teilweise falsch oder stimmen nicht mit den Aufforderungen des Streckenmonitors überein. Das betrifft zum Beispiel die Geschwindigkeit: Ob der Spieler zu schnell gefahren ist oder nicht, erfährt er erst, wenn er am Ende der Strecke angekommen ist. Dass außerdem die Einfahrtsschilder etwa im Bahnhof Jungfernheide nicht mit der Anzeige des Monitors übereinstimmen, fällt dann kaum noch auf.

Die Simulation der Züge selbst ist aber gelungen. Der Spieler bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie schwer es ist, aus voller Fahrt einen tonnenschweren Zug auf den Meter genau zum Stehen zu bringen. Dabei muss der Spieler auch immer auf kleine Dinge wie Durchsagen, Schließen der Türen und auf die Strecke achten und dabei die Geschwindigkeiten einhalten. Ein U-Bahn-Fahrer hat zwar nur einige wenige Regler zur Zugsteuerung, doch gerade die perfekte Bedienung ist wichtig beim Fahren.

Spieletest: U-Bahn-Simulator - Fehlerfahrt durch Berlin 

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Underground... 21. Sep 2010

jap das stimmt sehe da abundzu Betriebszüge der Werkstatt duch den Richard-Wagner-Tunnel...

Jan S. 30. Mai 2009

Meines Wissens wird das noch so praktiziert. Es gibt allerdings doch einen...

Volkmar 03. Mai 2009

Der Kleinprofilzug kann schon auf den Gleisen der Großprofilstrecke fahren, da es ja die...

EgonSub 03. Mai 2009

Zwar ist die Spurweite dieselbe, aber die Stromschienen unterscheiden sich, so daß ein...

Gotcha2 19. Apr 2009

Doch. Die Spurweite ist bei Klinprofil- und Großprofilwagen gleich. http://de.wikipedia...




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