Kanadische Forscher entlarven chinesisches Cyberspionagenetz

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Wer hinter dem Geisternetz steckt, konnten die Wissenschaftler indes nicht klären. Es könnte die Regierung sein, ein Unternehmen oder auch Einzelpersonen. Die chinesische Regierung wies die Vorwürfe, GhostNet sei in China beheimatet, zurück. Das seien alte Geschichten und dazu "Unsinn", zitiert die New York Times eine Sprecherin des chinesischen Konsulats in New York. "Die chinesische Regierung ist gegen Cybercrime und verbietet jede Form davon."

Es gibt allerdings Hinweise, die eine Beteiligung chinesischer Behörden nahelegen. So soll etwa ein ausländischer Diplomat, der eine Einladung zu einer Veranstaltung der tibetischen Exilregierung erhielt, einen Anruf der Behörden bekommen haben. Dabei sei versucht worden, ihm die Annahme der Einladung auszureden. Eine Frau, die für eine Gruppe arbeitet, die Internetkontakte zwischen Chinesen und Tibetern im Ausland vermittelt, wurde auf der Reise nach Tibet von Geheimdienstmitarbeitern angehalten. Diese hatten Ausdrucke der Onlinekommunikation der Frau und forderten sie auf, ihre Aktivitäten einzustellen.

Allerdings komme es darauf nicht an, wer hinter GhostNet stehe, schreiben die Forscher im Blog Information Warfare Monitor (IWMP). "Unabhängig davon, wer GhostNet kontrolliert, ist hier vielmehr das Potenzial der Ausbeutung und die strategischen Informationen, die gewonnen werden können, von Bedeutung.". Dieses Netz habe zwar Schwachstellen, durch die es gelungen sei, seine Verzweigungen aufzudecken. Allerdings gehen die Kanadier davon aus, dass GhostNet "weder das erste noch das einzige dieser Art" ist.

China wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach der Cyberspionage beschuldigt. 2007 warf das US-Verteidigungsministerium dem chinesischen Militär vor, in das Computernetzwerk des Pentagon eingedrungen zu sein. Auch in Rechnern des deutschen Kanzleramtes waren seinerzeit Spionageprogramme gefunden worden. Ministerpräsident Wen Jiabao erklärte, seine Regierung nehme die Hackerangriffe auf das deutsche Regierungsnetzwerk sehr ernst, und kündigte an, dagegen vorgehen zu wollen.

 Kanadische Forscher entlarven chinesisches Cyberspionagenetz

mao 31. Mär 2009

na komm doch her...traust dich nicht was?

Schweizer 31. Mär 2009

Blöder Schweizer! Keine Ahnung von Nix aber die Fresse auf. Gehr zurück in die Schlucht...

:-) 30. Mär 2009

Sicherheit hätte man nur, wenn ein zweiter Rechner die vom ersten Rechner "mitschneidet...

Frankfurter 30. Mär 2009

Danke, Du sprichst mir aus der Seele!

mir 30. Mär 2009

Die Aussage dass auch deutsche Botschaften betroffen seien ist daher recht interessant...

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