Qimonda redet mit Kaufinteressenten in Russland und Taiwan

Gespräche mit chinesischem Inspur-Konzern gehen weiter

Für den insolventen deutschen Speicherchiphersteller Qimonda soll es zwei weitere Kaufinteressenten geben. Neben dem chinesischen Serverhersteller Inspur spricht Insolvenzverwalter Martin Jaffé mit Unternehmen in Taiwan und Russland.

Anzeige

Martin Jaffé, der Insolvenzverwalter des Speicherchiphersteller Qimonda, verhandelt mit teilstaatlichen Firmen in Taiwan und Russland über einen Einstieg bei dem insolventen Unternehmen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung aus Konzernkreisen. Jaffé rechne mit baldigen Signalen für weiterführende Gespräche. Konkurrenten und Finanzinvestoren hätten kein Interesse an Qimonda.

Die russische Angstrem-Unternehmensgruppe im Moskauer Verwaltungsbezirk Selenograd errichtet seit Sommer 2008 eine Auftragsfertigung für Halbleiterkomponenten mit 0,18 bis 0,13 Mikrometer Technik, die Ende 2009 die Produktion aufnehmen soll. Ein Partner ist hier der Stuttgarter Anlagenbauer M+W Zander. Angstrem kaufte ältere Maschinen aus dem Dresdner AMD-Werk.

Als wichtigster Interessent für eine Übernahme Qimondas gilt weiter der chinesische Konzern Inspur (ehemals Langchao), ein im Jahr 2000 gegründeter Server- und Softwarehersteller und Dienstleister für IT-Services. Die Produktion und Entwicklung ist in Jinan (Provinz Shandong) angesiedelt. Das Unternehmen hat die Verhandlungen mit Qimonda bestätigt. Inspur will für circa 2,5 Milliarden Euro eine neue Chipfabrik in Shandong errichten.

Qimonda hatte am 23. Januar 2009 Insolvenz angemeldet. Von den verbliebenen fast 5.000 Mitarbeitern in Deutschland müsste "der überwiegende Teil" mit dem Wechsel in eine Transfergesellschaft zum 31. März rechnen, berichtet die Zeitung weiter aus Konzernkreisen. Qimonda beschäftigt weltweit rund 13.000 Menschen.


Kommentieren




Anzeige

  1. ERP-Analyst (m/w) Finance und Controlling
    Güntner GmbH & Co. KG, Fürstenfeldbruck (Raum München)
  2. IT Risk Officer/IT Risiko Spezialist (m/w) für Operatives Risiko Management
    Vattenfall Europe Business Services GmbH, Hamburg, Berlin, Amsterdam (Niederlande)
  3. SAP Inhouse Consultant (m/w) Finance
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  4. Softwareentwickler SmartHome - Embedded Systeme (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Apple mit Gewinnzuwachs, iPad-Verkauf erneut rückläufig

  2. Quartalsbericht

    Microsoft macht 700 Millionen US-Dollar Verlust mit Nokia

  3. Mayday

    Kindle-Besitzer können auf Knopfdruck Hilfe rufen

  4. Lufthansa Taxibot

    Piloten schleppen ihre Flugzeuge bald selbst zur Startbahn

  5. Geheimdienste

    USA und Deutschland wollen Leitlinien vereinbaren

  6. Geheimdienste

    DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

  7. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  8. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  9. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  10. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Defense Grid 2 angespielt: Kerne, Türme, Aliens
Defense Grid 2 angespielt
Kerne, Türme, Aliens
  1. Ex-Stalker Vorwürfe gegen Actionspiel-Projekt Areal
  2. Crowdfunding Kickstarter unterstützt ab Herbst deutsche Projekte
  3. Catlateral Damage 40.000 US-Dollar für Katzen-Chaos

Plasma 5 im Test: Eine frische Brise für den KDE-Desktop
Plasma 5 im Test
Eine frische Brise für den KDE-Desktop
  1. Unix-Desktop KDE SC 4.14 wird 4er-Reihe abschließen
  2. Qt-Addons KDE Frameworks 5.0 endlich erschienen
  3. KDE-Arbeitsfläche Plasma-5-Beta zeigt neues Design

Syncthing im Test: P2P-Synchronisierung leicht gemacht
Syncthing im Test
P2P-Synchronisierung leicht gemacht

    •  / 
    Zum Artikel