Die JavaScript-Falle

Richard Stallman fordert freie JavaScript-Programme

GNU-Gründer Richard Stallman kritisiert in einem Artikel den Einsatz von JavaScript in Webseiten. Dies führe dazu, dass unfreie Software im eigenen Browser ausgeführt werde. Daher sollen Browsererweiterungen die Möglichkeit schaffen, nur freie JavaScript-Programme zu starten.

Anzeige

Unter dem Titel "The Javascript Trap" setzt sich Richard Stallman mit dem Einsatz der Skriptsprache für Webanwendungen auseinander. Aus seiner Sicht stellt JavaScript ein Problem dar, da es in Webseiten eingebettet ist und automatisch ausgeführt wird. Häufig aber stünden diese Programme nicht unter einer freien Lizenz und so nutzten Anwender, die nur freie Software auf ihrem Computer haben, ein unfreies Programm.

Stallman sieht das Problem auch beim Browser: Der lade die Programme im Hintergrund und informiere nicht darüber. Die Option sei nur, JavaScript komplett abzuschalten. Eine Möglichkeit, nur freie JavaScript-Programme zuzulassen, vermisst Stallman hingegen. Aber selbst wenn dies möglich wäre, sieht Stallman weitere Probleme. Denn lädt der Nutzer den Quellcode herunter und verändert ihn, so kann er trotzdem nicht die modifizierte Variante anstelle der in der Webseite eingebetteten Version verwenden. Prinzipiell treffe dieses Problem auch auf andere Skriptsprachen und Techniken wie Flash zu.

Das Problem trete vor allem heutzutage auf, wo JavaScript nicht mehr nur für kleine Funktionen, sondern für komplette Webanwendungen eingesetzt wird. Stallman schlägt daher als Lösung Methoden vor, wie JavaScript-Programme darauf hinweisen können, wo ihr Quelltext liegt. Es gebe eine starke Bewegung, nur Webseiten zu nutzen, die komplett auf offenen Standards basieren, so Stallman. Zudem fordert er eine Technik, mit der Browser den Nutzer über unfreie JavaScript-Programme informieren statt sie zu starten. Er hofft, dass eine solche Funktion in Mozilla-Erweiterungen wie NoScript integriert werden kann.

Zudem müsse es möglich sein, dass der Anwender eine eigene veränderte Variante auswählt, die dann statt der von der Webseite ausgelieferten Fassung genutzt wird. Dann sei JavaScript keine Hürde mehr für die eigene Freiheit und die Free Software Foundation könne eine Kampagne starten, damit Programmierer ihren JavaScript-Code unter eine freie Lizenz stellen.


so-isses 25. Mär 2009

Aha. Das erklärt, warum Linux so erfolglos ist und es keiner haben will ;-)

AlGrande 25. Mär 2009

Danke für die Antworten - kommt ja selten genug vor, dass in Foren so nett reagiert...

so-isses 25. Mär 2009

Ich sehe das genauso

IrdendEinAnderer 25. Mär 2009

Nein, es ist eine GPL-Version. Für 50 Euro kannst du dir den QUellcode auf CD schicken...

Arthur Dent 24. Mär 2009

Und wenn das JavaScript einen Ajax-Request an die Datenbank sendet, ich diesen aber auf...

Kommentieren



Anzeige

  1. Applikationsspezialist (m/w) SharePoint
    Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
  2. Visual Designer (m/w)
    Microsoft Deutschland GmbH, Bad Homburg, Hamburg, München
  3. Scrum / Agile Master (Projektkoordinator) für Prozessoptmimierungs-Projekte (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  4. .NET Entwickler (m/w)
    Palmer Hargreaves GmbH, Köln

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. TIPP: Alternate Schnäppchen Outlet
  2. Fire TV Stick
    39,00€
  3. Alle PCGH-PCs inkl. The Witcher 3

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Bemannte Raumfahrt

    Russland will bis 2023 eigene Raumstation bauen

  2. Windows 10 für Smartphones

    Office-Universal-App kommt noch im April

  3. Keine Science-Fiction

    Mit dem Laser gegen Weltraumschrott

  4. Die Woche im Video

    Ein Zombie, Insekten und Lollipop

  5. Star Wars Battlefront

    Planetenkampf vor dem Erwachen der Macht

  6. Geodaten

    200 Beschäftigte verpixelten Google-Street-View-Häuser

  7. Windkraftwerke

    Kletterroboter überprüft Windräder

  8. Inside Abbey Road

    Mit Google durch das berühmteste Musikstudio der Welt

  9. ÖBB

    WLAN im Spaceshuttle einfacher zu machen als im Zug

  10. Google

    Chrome unterstützt Windows XP bis Ende 2015



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Raspberry Pi im Garteneinsatz: Wasser marsch!
Raspberry Pi im Garteneinsatz
Wasser marsch!
  1. Onion Omega Preiswertes Bastelboard für OpenWrt
  2. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster
  3. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen

Axiom Verge im Test: 16 Bit für Genießer
Axiom Verge im Test
16 Bit für Genießer
  1. Alienation angespielt Zerstörungsorgie von den Resogun-Machern
  2. Test Mushroom Men Der Knobelpilz und die dicke Prinzessin
  3. The Witness Ex-Indie-Millionär nimmt Kredit für nächstes Projekt auf

Fuzzing: Wie man Heartbleed hätte finden können
Fuzzing
Wie man Heartbleed hätte finden können
  1. Fehlersuche LLVM integriert eigenes Fuzzing-Werkzeug
  2. Mozilla Firefox 37 bringt Zertifikatsperren und Nutzerfeedback
  3. IT-Sicherheit Regierung fördert Forschung mit 180 Millionen Euro

  1. Re: falscher weg

    plutoniumsulfat | 18:39

  2. Re: Kalter Krieg geht weiter!

    9life-Moderator | 18:39

  3. Re: Nur der Ölpreis und das Embargo stehen dem im Weg

    Moe479 | 18:38

  4. Re: DAS wäre wie gemalt für Steam

    Gwels | 18:37

  5. Re: Fragen über Fragen

    zu Gast | 18:32


  1. 15:13

  2. 14:40

  3. 13:28

  4. 09:01

  5. 20:53

  6. 19:22

  7. 18:52

  8. 16:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel